Frage von luvU2, 62

Stimmt es, dass unsere Medien subjektiv berichten?

Antwort
von zehnvorzwei, 17

Hei, LuvU2, es gibt wahrscheinlich auf der ganzen Welt nirgend mehr Objektivität als in unseren - seriösen (!) Medien, sprich Zeitungen, öffentlich rechtliches Radio und TV. Man muss hinzufügen: Mit gewissen Einschränkungen; Thaters Einwand ist insofern nicht völlig unberechtigt. Hinzu kommt natürlich, dass keine Mensch zu absoluter - das wäre gottgleicher - Objektivität fähig ist. 

Es geht ums Berichten: Um die möglichst sachliche Wiedergabe der Zeitläufte und ihrer Ereignisse; wir sprechen nicht von der Kommentierung; die ist und soll subjektiv sein. o.k.? Grüße!

Antwort
von Thather, 27

Ja und nein. Wenn Du zum Beispiel die Berichterstattung über die politische Lage in der Türkei anschaust, dann ist die Berichterstattung subjektiv von unserem Verständnis von Demokratischen Werten geprägt.

Über Verkehrsunfälle wir auch objektiv berichtet.

Die Berichterstattung über z.B. Pegida, die Türkei, die USA wird meiner Meinung nach immer etwas subjektives haben.

Antwort
von jerkfun, 25

Die Frage vor 30 Jahren gestellt hätte etwas.^^ Glaubst Du das man ein 80 Millionen Volk in Deutschland so verdummen und ruhig stellen könnte,das eine derartige Politik,dazu als demokratisch und rechtsstaatlich dargestellt,kontinuierlich weitergeführt werden könnte,wenn die Medien nur halbwegs abgerundet,objektiv und investigabel recherchiert;berichten würden?Ich empfehle Dir dringend die Neue Zürcher Zeitung,den Wiener Kurier ,ja al jazeera zu schauen.Beste Grüße

Antwort
von 486teraccount, 31

ja etwa 90 % aller Medien sind gelenkt, nicht nur in DE

Kommentar von PatrickLassan ,

Deiner Meinung nach, oder hast du ausnahmsweise mal eine seriöse Quelle?

Kommentar von Fielkeinnameein ,

https://www.youtube.com/watch?v=_EDknszjcNY

Du darfst dir gern ansehen was diese 2 Personen zu sagen haben.

Niemand sagt den Medien was sie schreiben sollen aber deswegen ist deren Berichterstattung noch lange nicht neutral. Sieht man doch jeden Tag in den Nachrichten. 

Darüber hinaus kann ich dir den Vortrag von Dr. Daniele Ganser zum Thema Medienkompetenz empfehlen. 

Antwort
von gerolsteiner06, 14

Subjektivität ist nichts grundsätzlich Schlimmes:

In den Sozialwissenschaften und der Psychologie ist der Erkenntniswert subjektiver und subjektorientierter Qualitativer Forschungsmethoden weitgehend anerkannt.

Die Soziologen Peter L. Berger und Thomas Luckmann gehen in ihrem Werk „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ davon aus, dass die gesellschaftliche Wirklichkeit von den Individuen durch ihre subjektive Wahrnehmung erst konstruiert wird und nicht objektiv (unabhängig) von der Subjektivität existieren kann.

Kommentar von jerkfun ,

Das stimmt nur dann,wenn alle Menschen Geisteswissenschaften studieren würden,bzw.muessten.Ansonsten ist es Sozialdarwinismus ,wenn DPA abgesprochene Meldungen einstellt und die regionalen Zeitungen sich die Happen aufbereiten.Manchmal nichtmal das.Eine einseitige Journaille zu entlarven und sich ein abgerundetes Bild zu machen( von wegen dem Recht sich "frei" zu informieren,ja wie denn!?) ist den meisten nicht möglich.Auch mir nur sehr eingeschränkt,mit großem Aufwand und nur ,weil ich ein relativ starkes Politikwissen habe.

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Was ich geschrieben habe stimmt auch wenn es Leute gibt, die nicht Sozialwissenschaften studiert haben - wie ich. Deine Aussage "etwas stimmt, wenn jemand was studiert" ist aussagelogisch vollkommener Käse.

Die Aussage ist so wie ich sie geschrieben habe (aus Wikipedia kopiert) richtig. Ich wollte damit nur sagen, daß Subjektivität nicht per se BÖSES ist. Klar in  Naturwissenschaften bemüht man sich um eine objektiv richtige Aussage, aber auch da sind viele Erkenntnisse erst mal subjektiv entstanden und wurden dann in Modelle gefaßt, usw. ...aber hier keinen Exkurs über Wissenschaftstheorie ....

Was Du beschreibst, hat nichts mit SUBJEKTIVITÄT zu tun, sondern die behauptest, daß Meldungen manipuliert werden und es eine Unterdrückung von Meldungen und Meinungen gibt. Das ist was ganz anderes. Nur weil ich (und etliche Andere auch), der Meinung bin, daß Journalismus und Meinungsbildung sehr wohl subjektiv ist und zu sein hat, kann man daraus nicht die von Dir gemachten Folgerungen ableiten.

Schon aus diesem Exkurs heraus (unsere Kommunikation) ergibt sich, daß man es sich nicht so einfach machen kann wie Du es versuchst und auch unser Frager es hier sich wohl gedacht hat. Allein etwas Subjektives ist doch nicht gleich etwas Verwerfliches und deutet noch lange nicht auf etwas Kriminelles etc. hin. Aber wenn man eben sehr kurz denkt, dann sind lange kausale  Gedankenketten eben sehr schwierig.

Antwort
von DonkeyDerby, 32

Na, das will ich doch hoffen. Ohne diverse subjektive Berichterstattungen ist ja keine Meinungsfreiheit möglich.

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