Kann man das so sagen, daß die Uni-Kliniken in Deutschland die besseren Krankenhäuser sind, weil sie mehr forschen können etc.?

Habe die Erfahrung gemacht, dass Unikliniken wohl besser ausgerüstet sind. Es werden neueste Medikamente und Hilfsmittel verwendet. Nachteilig ist evt. das sehr viel auszubildendendes Personal arbeitet und eben auch LERNT. Eine Blutabnahme kann schon mal 3 - 4 Stiche bedeuten, aber wo sollen sie es sonst lernen.

Unikliniken sind in der Regel größer und besser mit Geräten ausgestattet, da diese aus Forschungsprojekten drittmittelfinanzierbar sind. Die neuen Forschungsergebnisse wirken sich aber nicht unmittelbar auf die Behandlung aus, eher spielt die bessere Erfahrung durch die vielen Patienten eine Rolle. Forschungsergebnisse müssen erst länger einer Prüfung unterzogen werden und stehen dann jedem Mediziner-egal, wo er arbeitet- zur Verfügung.
Aus meiner Erfahrung sind zwar Uni-Kliniken oft größer als normale Krankenhäuser, aber nicht zwangsläufig besser ausgestattet. Von vorteil ist, dass einem auch neuartige Behandlungsmethoden angeboten werden, allerdings wird dabei noch recht viel experimentiert und die Medizinstundenten werden dort an lebenden Patienten ausgebildet.

Ich war erst vor drei Monaten in einer Uniklinik. Ärzte Super, erstklassige Beratung vor der OP. Schwestern auch prima, aber organisatorisch könnte man viel verbessern, viele gleichartige Formulare manuell ausfüllen. Untersuchung wird mehrfach von verschiedenen Ärzten durchgeführt. Wenn es einem nichts ausmacht, Lehrobjekt zu sein, durchaus, mit erhöhter persönlicher Wachsamkeit, zu empfehlen.
ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass Unikliniken "weiter" sind als andere Krankenhäuser...bezüglich der Forschung, aber auch, was z. B. den Umgang mit den Patienten angeht - als "Lehrobjekt" habe ich mich dort bisher noch nie gefühlt...Andreas Pueschel hat aber recht, als Patient einer Uniklinik sollte man bei Behandlungen stets "wachsam" und auf der Hut sein, sich nie scheuen, Fragen zu stellen...