Frage von Frageste11er, 84

Stimmt es dass übermäßiger Ecstasykonsum die Glückshormone zerstören kann?

Ich hab einen mehr oder weniger guten Bekannten. Er war ein Jahr lang Ecstasyabhängig (er hat es jeden Tag genommen) aber jetzt ist er clean (er kifft nichtmal mehr). Ich kannte ihn zu der Zeit wo er abhängig war noch nicht, aber jetzt wo er clean ist scheint er eher manchmal unglücklich bzw ruhig zu sein. Freunde sagen das kommt vom übermäßigen Ecstasykonsum, da eben bei XTC Glückshormone ausgeschüttet werden bis zu den Reserven aber wenn man es jeden Tag macht werden die Reserven angegriffen und der Körper kommt nicht mehr hinter her mit der Herstellung von Glückshormonen, auch wenn er es sehr lange nicht mehr genommen hat. Stimmt diese These?

Antwort
von RobertMcGee, 62

so ähnlich

der Körper gewöhnt sich mir der Zeit daran, keine "eigenen" Glückshormone mehr produzieren zu müssen und "verlernt" es mit der Zeit teilweise, wenn er ständig mit künstlichen Stoffen überschüttet wird

http://www.kmdd.de/infopool-ecstasy-und-amphetamine.htm

Antwort
von seife23, 29

Noch ist das nicht genau geklärt, aber der jetzige Forschungsstand geht davon aus, dass MDMA eine sogenannte "neurotoxische" Substanz ist. Das bedeutet, dass es in der Lage ist die Serotoninneuronen (in diesem Fall irreversibel) zu schädigen. Das führt dazu, dass neue, jedoch minderwertige Serotoninneuronen nachgebildet werden und sich somit das System bei jedem neuen Konsum "verschlechtert". Genau ist das jedoch noch nicht geklärt. Es könnte auch sein, dass Abbauprodukte von MDMA für diese Schädigung verantwortlich sind. Liquorproben bewiesen lediglich, dass die 5-HT-Konzentration und die Konzentration von 5-Hydroxiindolessigsäure nach Ecstasy-Konsum abgenommen hatte. Es ist also sehr wahrscheinlich mit IRGENDEINER Schädigung des Glückshormonhaushaltes (hauptsächlich serotonerg) zu rechnen. Logischerweise steigt die Gefahr einer Schädigung mit einer Dosiserhöhung weiter an.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community