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Stimmt es, dass Spenderblut den Sauerstoff schlechter transportiert als das eigene?

gefragt von nekromancer am 03.02.2008 um 10:44 Uhr

Ist es wahr, dass Spenderblut Sauerstoff schlechter transportiert, als das eigene Blut? Woran liegt das und: Was kann man dagegen tun? Ist das nicht sehr schädlich dann?

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Gesundheit x 60.434 Blut x 850 Sauerstoff x 133 Blutspende x 117 Spenderblut x 1

DerTroll
beantwortet von DerTroll am 3. Februar 2008 10:59
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Wüßte so spontan nicht, daß es so ist oder woran das liegen sollte. Aber zu der Frage, ob es dann schädlich wäre: Man bekommt Blut nur transfundiert, wenn man einen starken Blutverlußt hatte, sprich der Körper an sich schon schlecht mit Blut versorgt ist. Und da ist Spenderblut auf jeden Fall besser als gar kein Blut. Und bei eigentlich allem, was so einen Blutverlußt verursachen kann, wirst du sowieso nicht in der Lage sein, dich in nächster Zeit zu verausgaben. Und nach ein paar Tagen sind die gespendeten Blutkörperchen längst tot und von der Milz oder Leber abgebaut und du hast wieder nur eigenes Blut in dir. Spätestens nach 4 Monaten (so lange lebt etwa ein Blutkörperchen) dürfte also kein fremdes mehr in dir vorkommen. Zu deiner Frage, was man dagegen tun kann. Nun, wenn du plötzlich Blut kriegst, mußt du es so hinnehmen. Wenn du aber schon weißt, daß eine OP ansteht, bei der man evtl. auf Blutkonserven zurückgreifen muß, dann kannst du vorher auch eine Eigenblutspende vornehmen. Eigenes Blut verträgt sich sowieso am besten und schließt ein sog. Transfusionsrisiko zu 99% aus.


Mimi081
beantwortet von Mimi081 am 3. Februar 2008 16:25
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Das es schlechter transportiert, stimmt so nicht. Es wird im Kreislauf aufgenommen und reichert sich beim nächsten Gang in der Lunge wieder mit Sauerstoff an. Es enthält nur keines oder kaum mehr bei einer Transfusion. Wichtig sind hier ja in erster Linie, Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Auffüllen des verloren gegangenen Blutvolumens und Rückführung der fehlenden Nährstoffe, die wichtig sind für das Aufrechterhalten des gesamten Kreislaufes.

Das Spenderblut hat ja noch mehr zu bieten, als nur Rote und Weiße Blutkörperchen, sondern auch Zucker, Salze, Proteine und Blutplättchen.

Übrigens: Die roten Blutkörperchen halten sich bis zu einem viertel Jahr und nicht nur ein paar Tage. Die weißen Blutkörperchen sind nach ca. 1 Woche kaputt und durch körpereigene wieder ersetzt.

Das Blut selbst (5-8 Liter im Körper) transportiert ca. 500 Liter pro Tag (!) Sauerstoff durch den Körper. In einer Transfusions-Konserve befinden sich 400ml Spenderblut. Das ist eine Leistung, die man mal bedenken sollte..

Schädlich ist es auf keinen Fall. Was würden all` die Unfallopfer, geplante Großoperationen und Schwerkranke (unter anderem Leukämie, AIDS, ....) sagen, wenn sie dies hörten? "Es gibt keines mehr, es ist nicht gut für euch."


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 3. Februar 2008 10:59
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Da es im Beutel nicht weiter mit Sauerstoff versorgt wird, verliert es den gespeicherten auch. Wenn es aber nun in den Blutkreislauf kommt, wird es wieder entsprechend versorgt und es transportiert den Sauerstoff wie das eigene. Es schadet also nicht.


mentecaptum
beantwortet von mentecaptum am 4. Februar 2008 18:15
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Durch Kühlung des Spenderblutes (Vollblut, Erythrozytenkonzentrat) wird 2-3 DPG (Di-Phosphor-Hydrogenase) im Blut inaktiviert. Dadurch ist die Sauerstofftransport-und Abgabekapazität in den ersten 12-24 Stunden nach Transfusion eingeschränkt, bzw. nicht vorhanden. Diese trifft sowohl auf Fremdblut als auch Eigenblut zu, dass z.B vor einem geplanten operativen Eingriff gespendet wird ! Nach 12-24 Stunden im Kreislauf des Empfängers funktioniert wieder alles wie gewohnt....

Kommentar von 531e317711bbb8eb5be973f80ca0467bsmallmentecaptum am 5. Februar 2008 08:20

Sorry 2-3DPG ist 2-3-Diphosphglycertat


anonym
beantwortet von secretagentman am 4. Februar 2008 09:39
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Konservenblut ist grundsätzlich nicht schlechter als das eigene, was die Sauerstoffbindung angeht. Wichtig ist nur, dass das Konservenblut nicht überlagert ist und das die Parameter stimmen, die die "Frische" der Konserve anzeigen (pH, Lactat, Glutathion etc.)


anonym
beantwortet von evildanny am 3. Februar 2008 10:57
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Ja, das stimmt! Das liegt daran, dass der Stickstoff und Monoxid- Gehalt im Blut nach der Blutentnahme schnell abnimmt! Das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall ist da schon erhöht!

Kommentar von secretagentman am 4. Februar 2008 09:38

Meinst du möglicherweise Stickstoffmonooxid? Der Stickstoffgehalt spielt in einer Blutkonserve weninger die Rolle.


schlossgeist
beantwortet von schlossgeist am 15. März 2008 18:38
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Der Zusammenhang ist mir da nicht ganz klar: Blut ist Blut, egal ob Spenderblut oder das eigene.

Kommentar von 531e317711bbb8eb5be973f80ca0467bsmallmentecaptum am 19. Juni 2008 23:20

....aber nur in Bezug auf Sauerstofftransportkapazität !


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