ist das ein ammenmärchen oder eine realistische gefahr?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Das Infektionsrisiko während der Dauer der Spiralennutzung ist nicht erhöht. Die Prozedur des Einlegens ist allerdings mit einem gewissen Risiko behaftet. Insgesamt ist die Spirale ein sehr gutes Verhütungsmittel, da man die Thematik gleich für mehrere Jahre sicher erledigt hat und an nichts mehr denken muß.
@Lissa: Die Gefahr der extrauterinen Schwangerschaften ist modernen Studien zufolge nicht erhöht, denn man darf nicht die Gesamtheit der Schwangerschaften vergleichen. Bei der Verhütung mit Spirale kann es überhaupt nur zu extrauterinen Schwangerschaften kommen, da die anderen ja zuverlässig verhindert werden. Dagegen versagen anderen Verhütungsmethoden in Form von uterinen Schwangerschaften. Die absolute Zahl extrauteriner Schwangerschaften ist nicht wesentlich erhöht und so oder so sehr gering.
Die Hauptgefahr des Versagens der Spirale liegt in dem Verlust (unbeobachteten Abgang) in den ersten drei Anwendungsmonaten. Dauerhaft bietet die Spirale eine sehr hohe Sicherheit bei optimalem Komfort.
Früher wurde die Spirale meist nur bei Frauen eingesetzt, die bereits entbunden haben (Grund hierfür war eine seltene aber gravierende Nebenwirkung der Spirale: Verklebung des Eileiters nach Entzündung, die nicht rechtzeitig adäquat behandelt wurde). Heutzutage weiß man jedoch, dass das Risiko einer Infektion nur durch das Legen der Spirale mit evtl. Verschleppung von Bakterien erhöht ist und damit im engen zeitlichen Zusammenhang steht. Frauen, die eine Spirale tragen, haben gegenüber Frauen ohne Spirale kein erhöhtes Infektionsrisiko. Gleiches gilt für die Hormonspirale. Daher können Spiralen auch jungen Frauen, die noch nicht entbunden haben, eingesetzt werden. Generell ist das Risiko einer extrauterinen Gravidität (Eileiterschwangerschaft) bei liegender Spirale um den Faktor 8 - 10 erhöht [1].