gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ


Stimmt es, dass man bei Katastrophen in Entwicklungsländern besser keine Sachspenden leisten soll?

gefragt von Annie44Annie44 am 17.07.2008 um 21:59 Uhr

Mir hat kürzlich jemand gesagt, dass man bei Katastrophen in Entwicklungsländern besser keine Sachspenden leisten sollte. Wie ist das zu erklären bzw. stimmt es und was dann? Nur reine Geldspenden?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Freizeit (36396)
Spenden (361)
Katastrophe (35)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 17. Juli 2008 22:02
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Weil ein Butterbrot auf dem Weg nach Afrika verdirbt.

Oder anders ausgedrückt: weil Sachspenden erst teuer transportiert und gelagert werden müssten und durch den Erwerb der Sachspenden in der Region die lokale Wirtschaft gefördert wird.


anonym
beantwortet von Maveric am 17. Juli 2008 22:05
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ein Übermaß an Altkleidern zum Beispiel behindern den Aufbau der Textilindustrie in den Entwicklungsländern. Das ist dann kontraproduktiv.

Kommentar von 0ac83aa6d84ea2de88d4eebf22364d12smallSmash am 17. Juli 2008 22:30

Das stimmt so nicht. Im Gegenteil schafft der Verkauf von Altkleidung Arbeitsplätze in solchen Ländern. Dann müsste man ja den Export von allen Waren verbieten wenn es "kontraproduktiv" ist. Auch der Export von Autos, Fahrrädern, Kühlschränken, Fernsehern behindert den Aufbau der Produktion solcher Industrien in den "Entwicklungsländern". Viele Europäer bilden sich ein, sie müssten die ganze Welt bevormunden.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 17. Juli 2008 22:06
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ein andere Aspekt gegen Sachspenden, auch im Nicht-katastrophenfall, soll sein, dass man durch diese Sachen, die da gespendet werden, den Verkauf und die Herstellung dieser Waren im Land, das diese Sachspenden bekommt behindert/unterdrückt und somit diejenigen, die diese Dinge in dem Land herstellen arbeitslos macht bezw. sie nicht ermutigt, selber zu arbeiten.

Kommentar von 0ac83aa6d84ea2de88d4eebf22364d12smallSmash am 17. Juli 2008 22:47

Stell Dir mal vor Du lebst in Benin und darfst Dir keine Jeans kaufen, kein Moped, kein Auto. Sollst Du einen Strohrock tragen und Barfuss zum Markt gehen. Leute mit solchen Ansichten wie Du sind völlig weltfremd und gegen freie Martwirtschaft. Man muß auch mal zu Ende denken, was man meint äußern zu müssen.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 17. Juli 2008 23:42

Ich habe nicht behauptet, das das meine volle Ansicht ist - diesen Aspekt habe ich auch nur gehört - er entbiert aber nicht ganz aller Logik: Wenn z.B. Altkleider nach Afrika gehen und da verteilt werden, warum sollen da noch afrikanische Scheider selber Kleidung nähen, wenn das alles viel billiger aus den "wohlhabenden" Ländern kommt?

Und - ich bin garantiert nicht "weltfremd", lies Dir doch bitte mal meine vielen Antworten hier bei GF durch... ;-)

Kommentar von 0ac83aa6d84ea2de88d4eebf22364d12smallSmash am 18. Juli 2008 10:28

Es hat sich aber immer wieder als richtig erwiesen, einen freien Handel zuzulassen. Da muß sich der afrikanische Schneider eben bemühen konkurrenzfähige Produkte herzustellen.


anonym
beantwortet von opderberg am 17. Juli 2008 22:02
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Organisationen rufen entweder zu Geld.- oder Sachspenden auf. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Kommentar von 34559c0b9c582408c67fc3d6b67a280esmallLloyds am 17. Juli 2008 22:06

Das ist wohl die beste erklärung

DH!!!


Lloyds
beantwortet von Lloyds am 17. Juli 2008 22:02
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eher andersrum da ein großer teil (über 30% an) die Organisationen geht.Deswegen sind Sachspenden lieber.


halbermeister
beantwortet von halbermeister am 17. Juli 2008 22:03
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

nicht selten kommen die hilfsgüter nicht dort an, wo man sie braucht.sondern werden vorher abgefangen und verscherpelt.


Ermittler
beantwortet von Ermittler am 17. Juli 2008 22:08
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Was willst Du denn für Sachspenden in ein Entwicklungsland schicken? Was soll der Transport kosten? Wer soll das Zeug vor Ort sortieren und verteilen? Effektiver ist eine Geldspende an eine internationale Hilfsorganisation. Die können damit auch tatsächlich helfen, wissen wer wann wo was wie bekommen muss und können Konvois mit Gütern zusammenstellen, die den Anforderungen der Zielgebiete entsprechen. Bedenke, dass in den betroffenen Gebieten meistens der normale Warenverkehr zusammengebrochen ist und Post-Express-Päckchen innerhalb der nächsten Monaten dort nicht ausgeliefert werden.


maiki01
beantwortet von maiki01 am 18. Juli 2008 08:04
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

geldspenden machen letztendlich auch keinen sinn, da es bei den bedürftigen eh nicht ankommt


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.