Angeblich ist ihnen die Tradition des Weihnachtsfestes bzw. die Geburt Jesu egal bzw. völlig fremd. Stimmt das mit den Geschenken und dem Kaufwahn?

Der Shintuismus, dem die meisten Japaner angehören, hat kaum Ähnlichkeiten mit unseren Kirchen/Religionen. Von daher kennen sie das Weihnachtsfest nicht so, wie es uns bekannt ist.
gute erklärung und auffalend logisch.
icke666 am 14. Dezember 2007 03:08 Na "Bekannt" und "Verstanden" sind immernoch zwei verschiedene Sachen! Bis auf wenige Ausnahmen Fröhnen wohl alle dem Fest des Konsum's und der Scheinheiligkeit! Und der Rest Rest hat eh' nix zu lachen,weil völlig vernlendet!!!

Ja: Die Japaner sind den Deutschen recht ähnlich.
Wikipedia schreibt dazu:
Durch den kommerziellen Sektor gefördert, sind säkulare Weihnachtsfeiern in Japan sehr populär, obwohl Weihnachten (jpn. kurisamasu) kein offizieller Feiertag ist.
Die Japaner beziehen den Weihnachtsmann in die Feiern mit ein, obwohl er für sie nicht den gleichen Stellenwert besitzt wie in den USA.
Weihnachten ist in Japan weniger wichtig als der Neujahrstag, der im Gegensatz dazu ein offizieller Feiertag ist.
Völlig im Gegensatz zum Westen ist Weihnachten in Japan eine Gelegenheit für Paare, sich kennenzulernen, und für andere Gruppen, um Partys zu feiern, während Neujahr der Familie gewidmet wird.
An Weihnachten schenken sich Verliebte Geschenke, haben ein spezielles Date und spazieren an den Weihnachtsbeleuchtungen vorbei, die von Firmen und Behörden organisiert werden, um das romantische Gefühl zu unterstreichen. Auch Familien und Freunde tauschen kleine Geschenke oder Geld aus.
Ein spezieller Teil des japanischen Weihnachtsfests ist die Weihnachtstorte, weiß und oft mit Erdbeeren geschmückt, die eine Geburtstagstorte für das Christkind darstellen soll.
Das erste Weihnachtsfest in Japan wurde in der Edo-Periode durch holländische Kaufleute in Nagasaki gefeiert. In der Meiji-Periode, als das Verbreiten des christlichen Glaubens erlaubt war, hielten christliche Kirche ihre Messen ab. In der Oberschicht wurde es durch amerikanischen Einfluss üblich, Partys abzuhalten und Geschenke auszutauschen.
Wegen der zeitlichen Nähe zu Neujahr breitete sich der Brauch nur langsam in den größeren Städten aus. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Feiern verboten und unterdrückt. Seit den 1960er Jahren wurde Weihnachten im Zug der boomenden Wirtschaft und der amerikanischen Fernsehserien ein beliebtes Fest, allerdings ohne jede religiöse Komponente. Viele Japaner begegnen Weihnachten wie den shintoistischen Feiern am Matsuri, wo die Teilnehmer oft nicht wissen, welche Kami gefeiert werden, aber dies doch als Ehrbezeugung betrachten. In den 1970er und 1980er Jahren präsentierten viele Lieder und Fernsehdramas Weihnachten als Fest der Liebe.
Der Geburtstag des amtierenden Herrschers, Kaiser Akihito, am 23. Dezember ist ein nationaler Feiertag, an den Weihnachtstagen hingegen wird gearbeitet. Kurz darauf schließen die Geschäfte für die Neujahrsfeiern und öffnen normalerweise erst am ersten Wochentag nach dem 3. Januar.

Dazu gab es am letzten Sonntag im Weltspiegel (1. Programmm) einen interessanten Beitrag: "Japan - Weihnachten entkommt keiner". Nachzulesen unter www.daserste.de/weltspiegel
na klar - die bekommen dann alle neue kameras...
kiramarie am 13. Dezember 2007 22:03 ...u.Reisegutscheine, damit sie überall auf der Welt alles fotografieren können.:-)))
Also mal abgesehen von Kindern macht ja normalerweise keiner Profit auf Weihnachten, weil man ja ca. genausoviel geben "muss", wie man kriegt. Von daher kann man das imho nicht einfach darauf reduzieren.
Scheint zu stimmen, haben ich die Tage gerade im Radio gehört.
Jepp, wollte ich auch anmerken. Als feierten hier in DE alle Weihnachten, weil sie das Christentum verinnerlicht hätten und an die Geburt Jesu dachten.
Erinnert mich an eine Umfrage("Was wird Weihnachten gefeiert"?), die in der Fussgängerzone einer deutschen Großstadt, durchgeführt wurde u.im letzten Jahr um die gleiche Zeit vom WDR Fernsehen ausgestrahlt wurde. Da wussten ganz viele, vor allem junge Leute nicht genau, warum Weihnachten gefeiert wird. Da kamen Antworten....einfach grauenhaft.Also denke ich, stehen die Deutschen den Japanern in nichts nach.