Frage von Gym80951996, 40

Stimmt es, dass in den 70ern in Hamburg viele US-Cars unterwegs waren?

Unter anderem wegen den Zuhältern

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 12

Guten Abend!

Das mit den GM Händlern (war in Hamburg wohl Dello) kann ich bestätigen.. auch hier im Raum Frankfurt, da wurden die über "Georg von Opel" verkauft. 

Die hatten bis in die 90er praktisch alle Marken, die bei GM überhaupt liefen im Programm ------> von Opel bis hin zu Cadillac, Chevrolet, Buick oder Pontiac. Gerade in den 80ern waren Ami-Autos recht günstig zu haben, außerdem lockten sie mit Vollausstattungen für wenig Geld während bei Mercedes sogar der fünfte Gang oder der zweite Außenspiegel extra gezahlt werden mussten. Da überlegten manche Leute zweimal & kauften sich dann ein Auto mit "exklusivem" Image für relativ günstige Preise! Stichwort Chevrolet Citation, Cadillac Cimarron bzw. das sogenannte "J-Car", zu deren Entwicklungsserie auch der bei uns sehr beliebte Opel-Ascona C gehörte. Den Citation mit dem merkwürdigen Fließheck sah ich noch bis Ende 90er gelegentlich. Die Serie von Oldsmobile Cutlass oder Regency (mit Dieselmotor tlw.!) denkt mir auch noch. Ebenso Chrysler ES, GS, LeBaron und der erste Voyager (was aber mit GM nix zu tun hat). Gab es häufig!

Bei uns kamen - wie im Raum Hamburg - dann noch die in der Umgebung stationierten Soldaten der US Army hinzu. Viele US-Autos oder Luxusjapaner, die es nur in den USA zu kaufen gab wanderten dadurch auch auf den Privatmarkt & waren besonders bei jüngeren Käufern beliebt, die seltene große Autos für kleines Geld bekamen. Ist tlw. noch heute so.. man sieht immer wieder große Japaner, die man hier nicht kaufen kann, die echten US-Cars sind selten geworden. 

Das liegt aber auch daran, weil es inzwischen deutlich mehr Auswahl gibt als damals.

Kommentar von Gym80951996 ,

Interessant 🤔
Danke für deine Antwort

Kommentar von rotesand ,

Aber gerne :)

Kommentar von rotesand ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von Fraganti, 10

In den 70ern und 80ern waren in Deutschland die Verkaufszahlen an amerikanischen Wagen allgemein deutlich höher als vorher und später. Gerade GM Fahrzeuge waren relativ weit verbreitet und bei jedem Opelhändler zu beziehen\ausgestellt. 

Hamburg hatte dazu natürlich noch den Hafen, über den das US Militär in Süddeutschland versorgt wurde und so gab es auch in HH stationierte US-Militärangehörige und den US Radiosender, mit entsprechendem Personal.

Die Zuhälter fuhren in den 70ern-80ern zuerst bevorzugt Ferrari und Lamborghini, dann war bei ihnen Jaguar sehr hoch im Kurs und ihr Umstieg auf US-Cars kam erst gegen Ende der 80er. 

Kommentar von Gym80951996 ,

Interessant, vielen Dank

Antwort
von Healzlolrofl, 22

Finde es heraus, hier ist eine Fotostrecke von Hamburg in den frühen 70ern:

https://www.flickr.com/photos/heiner1947/sets/72157623573675150/

Kommentar von prolldetektor ,

Klasse Fotos!!

Kommentar von macqueline ,

Danke für die Fotos.

Kommentar von Healzlolrofl ,

Gerne jungs!

Antwort
von prolldetektor, 15

Jedenfalls nicht so viele wie heute auf Kuba,und das nicht wegen Zuhältern^^.

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