Mein Nachbar ist so ein echter Öko. Ich bin da nicht ganz so dogmatisch, aber ich habe mich erschreckt, als er mir erzählte, dass mittlerweile kaum noch Soja-Produkte bekommt, die garantiert frei von Gen-Soja sind. Das wiederum bedeutet wohl, dass man auch über Fleisch und Tierprodukte - wenn auch geringe Menge - Gen-Soja zu sich nimmt, weil Soja ein beliebtes Futtermittel ist. Was mich stört, ist das man im Grunde nicht mehr die Wahl hat.
Wenn ich eine Kuh esse, esse ich dann auch Gras? Wohl nicht, denn ich kann als Mensch gras nicht verdauen und hätte somit inzwischen eine Darmentzündung oder Verstopfung.
Was ist so schlimm an Gen-Soja? Dass es immun gegen Pestizide ist? Dass es mehr abwirft und die Nährstoffe besser verwertet? Dass es schneller wächst und den Boden weniger aussaugt?
Das gefährliche an Gen-Pflanzen, wenn überhaupt, ist nicht, dass die Gene in dich rein gehen und dich krank machen (was sie nicht tun!), sondern dass sie Auswirkungen auf die Ökologie haben können.

das man im Grunde nicht mehr die Wahl hat
..genau, friß oder stirb...

Das Problem der Gentechnik ist die Einbringung fremder Gene. Es kann sein, dass Allergiker dadurch mehr Produkte meiden müssen. Ich sehe das Problem am meisten in den Entwicklungsländern, die auf diese Weise Saatgut angedreht bekommen, das nur mit bestimmten Pestiziden harmoniert. Man muss also alles im Paket kaufen: Saatgut und Pestizid. was passiert aber, wenn das Transgen auf die nächste Pflanze überspringt? So können auch ganz schnell Schadpflanzen immun werden...
Schonmal gesehn wie sich ein Weizen mit nem Löwenzahn gekreutzt hat? Außerdem harmonieren sie nicht mit den Pestiziden, sie sind lediglich immun. Man kann bisher noch keine Lebwesen von Mitteln genetisch abhängig machen.
minister am 27. September 2007 22:00 Grundsätzlich gilt: jedes Gen kann zwischen auch nur marginal verwandten Arten ausgetauscht werden. Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeiten, dass Gene zwischen Weizen und Löwenzahn ausgetauscht werden; das ist keine Kreuzung. Es geht auch nicht darum, etwas voneinander abhängig zu machen sondern darum, dass man die immunen Pflanzen durch die Anwendung von Herbiziden gut pflegen kann. Doch wenn die Imunität der Pflanze auf eine andere Art übergeht, hat man schon zwei Arten von immunen Pflanzen, was für die Zukunft alles schwieriger macht.
Ohne die Zuhilfenahme von Technologie können Gene ur zwischen den vertretern ein und der selben ART ausgetauscht werden, also können niemals Gene von einem Weizen einfach so auf einen Löwenzahn überspringen.

seit Jahrmillionen nimmt der Mensch unmenschliche Gene auf. Auch von Mutationen - natürliche und künstliche - Hurra wir leben noch!

Erfreulicher Test: Alle Sojadrinks im Test sind frei von Gen-Soja. Das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Rund 60 Prozent der weltweit angebauten Sojabohnen sind bereits genetisch verändert. In den USA gehören genveränderte Lebensmittel zum Standard. In Deutschland lehnen die Kunden genveränderte Lebensmittel mehrheitlich ab. Die Gentechnik nutzt dem Käufer auch nicht. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind weder besser, noch billiger. Sie lassen sich nur gewinnbringender produzieren.
Super Antwort !!
schneller wachsen, aber weniger Boden belasten - Du lebst doch hinter Mond, vergleichst ne Kuh mit Gen-Soja und glaubst, dass n Eingriff in die Natur und die Lösung von Problemen auf erster Ebene keine weitreichenden Konsequenzen haben kann. Warum fährste nochma nach Tschernobyl und erzählst den Leuten da, dass Atomstrom doch ne Supersache ist, weils kein CO2 produziert? Das wär doch ma was.
Hab nie behauptet, das es keine Konsequenzen haben kann, hab nur gesagt, dass es keinen Unterschied macht, was die Kuh frisst solange sich keine Rückstände davon im Fleisch befinden, was bei dem Gen Soja der in den meisten Ländern zum gebrauch zugelassen ist, keine Inhaltsstoffe enthält, die im Fleisch zurückbleiben und Schäden am nächsten Konsumenten verursachen. Das gefährlichste an Genpflanzen sind die Veränderungen im Ökosystem. Viele genetisch veränderte Pflanzen verwerten die Nährstoffe im Boden besser indem sie nur die, die sie brauchen herausziehen und keine anderen, die vielleicht für andere Pflanzen wichtiger sind und die Nährstoffe in Bodennähe lassen, sodass sie bei der Ernte im Boden verbleiben und diesen besser nachdüngen.
Hab nie behauptet, das es keine Konsequenzen haben kann, hab nur gesagt, dass es keinen Unterschied macht, was die Kuh frisst solange sich keine Rückstände davon im Fleisch befinden, was bei dem Gen Soja der in den meisten Ländern zum gebrauch zugelassen ist nicht der Fall ist, da er keine Inhaltsstoffe enthält, die im Fleisch zurückbleiben und Schäden am nächsten Konsumenten verursachen. Das gefährlichste an Genpflanzen sind die Veränderungen im Ökosystem. Viele genetisch veränderte Pflanzen verwerten die Nährstoffe im Boden besser indem sie nur die, die sie brauchen herausziehen und keine anderen, die vielleicht für andere Pflanzen wichtiger sind und die Nährstoffe in Bodennähe lassen, sodass sie bei der Ernte im Boden verbleiben und diesen besser nachdüngen.