Hat mir mein Bruder erzählt, wusste davon gar nichts. Stimmt das und wenn ja, wie sieht das denn aus?

Nein, das stimmt nicht. Es gibt dazu zwar schon einige Ideen, aber noch nichts Konkretes. In Großbuchstaben wird ß immer noch durch 2 x S ersetzt.

Drucktechnisch gibt es Überlegungen bzgl. einem grossen ß (= SZ).
Es soll eine Symbiose aus dem grossen "S" und dem kleinen "Z" sein. Google hilft weiter...
UlfDunkel am 31. Januar 2008 17:00 > einem grossen ß (= SZ)
Das ist Unfug (großes ß ist erstmal SS, nichts weiter).
tradaix am 31. Januar 2008 22:32 @UlfDunkel: Ich spreche von Überlegungen. Siehe Versal-Eszett http://kuerzer.de/N3TBj2C50
Es gibt dazu bisher Pläne und einen Antrag. Dabei ist aber nicht daran gedacht, ein großes "ß" (Eszett) zu einem Bestandteil der offiziellen deutschen Rechtschreibung zu machen. Es geht um die Darstellung von Großbuchstaben (Majuskeln) in einer Typographie/Blockschrift mit Buchstaben in gleichbleibender Höhe (Versalschrift). MASSE kann sowohl für "Masse" als auch für "Maße" stehen. Das Ausweichen auf die Schreibweise "SZ" in Ausnahmefällen, um Verwechslungen zu vermeiden, ist in der neuen Rechtschreibung (1996 eingeführt) nicht mehr möglich.
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat 2007 beantragt, ein großes Eszett (scharfes s) in den "Unicode-Standard" und in den identischen internationalen Zeichensatz "ISO-10646" aufzunehmen. Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Standardisierungsorganisation (ISO) hat dem Antrag auf digitale Kodierung zugestimmmt. Die tatsächliche Aufnahme kann dann nach etwas einem Jahr nach Zustimmung aller Gremien erfolgen (http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/407/114293/).
Informationen mit einer Abbildung stehen auch bei http://de.wikipedia.org/wiki/Versal-Eszett.

Es ist tatsächlich so, dass man bei Versalien (um die Bezeichnungen "Masse" und "Maße" zu unterscheiden) dann der Begriff "Maße" als "MASZE" geschrieben wird. Ist tatsächlich so. Ich habe in den Semesterferien in einem Zeitungs-Lektorat gearbeitet (der grösste deutsche Zeitungsverlag..ggg) und es mit bitteren Erfahrungen lernen müssen. Die Redakteure der dort verlegten Zeitungen schreiben ihre Überschriften gern in Versalien. Tradaix hat da schon recht.

ß ist eine Ligatur aus einem Stab-s und einem Schluss-s und hat per se nichts mit "sz" zu tun.
Eine SS-Ligatur gab's schon mal (durch irgendwelche Nazi-Typodeppen eingeführt und sogar auf der "Führerschreibmaschine" mit eigener Taste belegt) -- aber ich glaube nicht, dass die ernsthaft jemand wiederhaben will.
Dort, wo in normaler Schreibweise "ß" (noch immer) benutzt wird, schreibt man bei Versalien banal "SS", denn nichts anderes vertritt die Ligatur "ß" ja.
Nur in extrem wenigen Fällen, wo das Ausschreiben von "ss" in Versalien irreführend wäre (Maße -> MASSE), soll man statt SS lieber SZ verwenden, um damit zu "visualisieren", dass es sich nicht um kurz ausgesprochene "SS" handelt.
Mir ist das bisher außer auf einem Schallplattencover mit Musik von Karl-Heinz Stockhausen (ZEITMASZE) noch nie untergekommen.

Wäre mir neu. Ich hab noch nie davon gehört. Aber wenn man sich mal die Anzahl der Rechtschreibreformen in den letzen Jahren anschaut... ja dann könnte es rein theoretisch schon sein!!

Früher wurde schon mal eine Zeit SZ verwendet, heute SS. Kann mir nicht vorstellen, dass die Deutsche Sprache noch ein Sonderzeichen braucht, das keine Tastatur kennt.
Davon hab ich noch nie gehört. Aber es ist jetzt zulässig, das ß zwischen GROßBUCHSTABEN zu verwenden. Meinst Du das?
Nein, steht ein großes ß am Anfang, dann ist der erste Bachstube ein S, der zweite Bachstube ein z, wie bei Szene oder bei mir!
Nein, im Text Ersetzung durch Doppel-S. Am Satzanfang hatte ich als selbstverständlich Sz betrachtet.
In der deutschen Sprache gibt es definitiv KEIN "ß" am Satzanfang. Ein SZ (wie bei Szene) ist etwas völlig anderes - was bei der Aussprache ja auch deutlich hörbar ist.