Frage von MedusaMona, 43

Stimmt es, dass es nach einer Chemotherapie zu einer dauerhaften Venenverengung kommt?

Meine Mutter hatte vor 10 Jahren Brustkrebs und nach der OP bekam sie eine Chemotherapie. Seither ist auch alles in Ordnung, der Krebs ist nicht wiedergekommen. Sie erzählt aber immer wieder, nach Arztbesuchen, man könne schwer bis garnicht Blut bei ihr abnehmen, weil sie ja eine Chemotherapie hinter sich habe.

Aber das ist doch schon so lange her.

Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter sich schon immer Aufmerksamkeit durch Krankheiten geholt hat in ihrem Leben. Mit ihr stimmt psychisch etwas ganz gewaltig nicht. Seit dem Krebs, (der zum Glück geheilt ist)hat sie alle Familienmitglieder unter Kontrolle, nur ich spiele da nicht mit. Das ist mir zu widerlich. Weil es soviel es Menschen gibt, die nicht geheilt werden können und letztlich elendig daran sterben. Sie redet nur von ihrem Krebs und ihrer sei in der schlimmsten Form gewesen, hätten Ärzte gesagt. Es war Brustkrebs, sie hat beide Brüste noch. Jetzt schweife ich vom Thema ab, Sorry.

Kann das denn mit den Venen tatsächlich sein? Es ist halt schwierig ihr zu glauben.

Danke im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von oki11, 31

Hallo Mona,

ich habe selber einige Chemo`s hinter mir und einige Bestrahlungen ( Darmkrebs ) und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass nach der Chmeo die Venen verengt sind, aber nicht auf Dauer.

Ich gehe mal davon aus, dass Deine Mutter einen Port gelegt bekommen hat um die Chemo zu erhalten und an dieser Stelle wird später mit Sicherheit kein Blut abgenommen, da dieser oberhalb des Schlüsselbeins gesetzt wird!

Deine Mutter ist ein typischer Hypochonder und wenn ihr Euch nicht davon löst, wird sie über kurz oder lang Euer ganzes Leben bestimmen.

Expertenantwort
von beamer05, Community-Experte für Medizin, 21

Wenn die Chemotherapie über sog. periphere Venen, also die "Nadeln im Arm" (Handgelenk, Handrücken, Unterarm oder auch mal Ellenbeuge) verabreicht wurden, kommt es recht häufig zu Vernarbungen der Venen. Einmal wegen der wiederholten Einstiche mit vergleichsweise meist recht dicken Infusionsnadeln, ganz überwiegend aber durch die Reizwirkung der Medikamente an der Venenwand.

Das kann man dann tatsächlich häufig auch nach Jahren noch an harten (narbigen), teils auch thrombosierten (also verstopften) Venen merken, aus denen sich nur noch schlecht - oder gar nicht Blut abnehmen läßt. Solche Venen sind dann auch ungeeignet für die Applikation von z.B. Kontrastmitteln.

Um solche Folgen zu vermeiden, werden seit Jahren gerne sog. "zentrale Venenkatheter" (ZVK) angelegt oder -besser- venöse Portsysteme eingebaut, wobei die Katheterspitze jeweils in einem sehr volumniösen Blutgefäß (z.b. kurz vor dem Vorhof) endet, und damit die applizierten Medikamente sofort stark verdünnt werden und nicht mehr an der Venenwand reizend wirken.

Also zumindest die Geschichte mit der "Venenverengung" bei deiner Mutter KANN durchaus zutreffen und z.B. Blutabnahmen deutlich erschweren.

Macht - wenn man bei solchen Menschen "Zugänge" legen muss, nur wenig Freude!

Kommentar von Dickerchen123 ,

Ich kann Beamer nur zustimmen - aus eigenem Erleben. Meine Venen sind durch die erste Chemo vor 14 Jahren über die Venen kaputt. Blutabnahmen immer schwierig.

Antwort
von gschyd, 32

Ja, das kann effektiv der Fall sein - allerdings weiss ich nicht, ob permanent oder "nur" temporär (um u.a. dies zu vermeiden, werden heute Chemos oft über zentralvenöse Kathether / Ports direkt in die obere Hohlvene gegeben).

Nach 10 Jahren ist sie wirklich wieder gesund (aus med. Sicht schon nach 7 Jahren ohne Rückfall) - und sollte sich daran freuen und nach vorne schauen. Krebs gehabt zu haben ist prägend - aber das Leben geht auch weiter ... zum Glück :)

Antwort
von RobineHood, 8

Du solltest nicht so hart mit deiner Mutter ins Gericht gehen.

Krebs wirklich heilen geht nicht!

Selbst wenn man nach den diversen Behandlungen bei den Nachuntersuchungen im Moment nichts feststellen kann, liegt doch die Wiederkehr dieser bösen Krankheit wie ein Damoklesschwert über einem. Das ist eine größe psychische Belastung.

Deine Ma sollte Rücksicht nicht einfordern müssen, sie hat sie verdient. Wenn Ihr alle deiner Mutter ein wenig liebevoll entgegen kommt braucht sie sich auch keine Aufmerksamkeut auf anderem Weg holen.

Ich weiß wovon ich rede, habe selbst im April eine Brustkrebs OP gehabt. Mir geht es zeitweise psychisch RICHTIG Schlecht

Deine Ma wird aber vielleicht verstehen, dasss du, jung und gesund, das nicht verstehen kannst. Nimm sie einfach mal ab und zu in den Arm...vielleicht ist sie eines Tages plötzlich nicht mehr da und du bereust dein liebloses Verhalten.

Alles Liebe für eure Familie


Antwort
von Kuestenflieger, 26

Unfug , total . Frag doch mal euren Hausarzt nach ihren Märchen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community