zaunkoenig am 20.06.2008 um 20:18 Uhr
Außer mir scheint es keinen zu stören, dass (bei den Privatsendern) der Ton bei Werbung massiv lauter wird, und zwar schlagartig - leider habe ich kein Lärmmessgerät bei der Hand und stehe mit meiner Meinng (meinen Ohren) alleine da - irre ich mich denn so?

Lies mal hier: http://www.t-online.ch/c/13/33/96/88/13339688.html

Damit du in der Pause aufwachst und dir die Werbung anschaust! Doch ist mir auch schon aufgefallen!
zaunkoenig am 20. Juni 2008 20:25 Witzig - mein Verdacht hat sich bestätigt :O))

Wenn du zu Fernsehschlaf neigst, ist diese Unart dazu da, dass Du wenigstens die Werbung mitbekommst
Den Sendern ist es ziemlich egal,ob du ihr Programm schaust,am Kopfkissen horchst,Zeitung liest oder sonstwas machst,solange du nur bei der Werbung aufmerksam bist...denn nur damit verdienen sie Geld. Also drehen sie dann die Lautstärke hoch,damit auch der letzte Zuschauer aufwacht und die Werbung anschaut. Offiziell ist es natürlich nicht so...laut Auskunft der Sender ist die Werbung nicht wirklich lauter,sondern sie kommt einem nur durch eine andere Abmischung so vor (hab ich mal von RTL2 als Antwort gekriegt). Fragt sich nur,wieso die Lautstärkeanzeige meiner Dolby-Anlage dann in der Werbung fast abbricht,während sie während der Sendung irgendwo in der Mitte rumdümpelt. Oder anders gesagt:Vielleicht lässt sich der Mensch mit solchen Aussagen der Sender abspeisen,ein technisches Gerät zur Lautstärkemessung entlarvt aber die Aussagen als Blödsinn.

Ja, das stimmt und soll der Werbung besser in unsere Hirne verfrachten!

am schlimmsten ist es bei rtl2. warum? weil es aufmerksamkeit erregt.
Wenn man sich genau die Worte eiz ist eil einmal anhört, dann fällt einem auf, daß das "s" fast wie ein Lispel-s verzerrt ist. So stark wird das dann komprimiert, daß die "Umkehrung" des Spitzenpegels geradezu penetrant wirkt. Hier kann man auch leicht selbst experimentieren mit einem WAV-Editor und im Computer Attack-Delay-Sustain-Release wie beim Synthesizer so justieren, daß der Pegel bei 20 dB steht, auch wenn der "natürliche" Dynamikumfang mindestens 60 dB betragen würde. Insgesamt wirkt das Ganze dadurch eindrücklicher.Auch Atemgeräusche würden dadurch in "Lufthol-Pausen" normalerweise stark überakzentuiert, hier wird dann ein Signalprozessor eingesetzt, der das rausfiltert. So wird das total unnatürlich. Auch wird die Sprachmodulation oft durch die unterlegte Begleitmusik moduliert und umgekehrt, was durch eine "Prioritäts"-Schaltung/Filterung eine ganz unnatürliche Spektrumsverteilung ergibt.
Was mich besonders nervt, sind die seit -glaube ich- 2006 verwendeten neuen Jingles vom Deutschlandfunk. Hier habe ich mal diese synthetischen Töne in einem Wav-Editor analysiert. Ergebnis: Es sind teilweise nur Halbwellen, wie von einer Gleichrichter-Diodenschaltung herrührend, deren Oberwellenanteil kontinuierlich zu- bzw. abnimmt. Man gewinnt den Eindruck, es sind "grafische" Entwürfe, gemalte Wellenzüge, die dann als Töne umgesetzt werden. Besonders das Auseinanderdröseln von Grundwellen und Oberwellen, die nachklappern, ist total unnatürlich. Vom Musikalischen Standpunkt her nur Oktave Quinte und Quarte und ein ganz komischer Rhythmustakt erzeuger. Dann beim Zeitzeichen noch ein Verziehen der Tonhöhe nach unten um ca. 5 Hertz bei gleichzeitigem Pegelreduzieren. Alles Dinge, die mit einer "natürlichen" Klangerzeugung nichts mehr zu tun haben und dadurch das Gehör total "verbilden". Das geht mir so gegen den "musikalischen" Strich, daß ich zeitweise das Radio ausschalte, wenn diese total blödsinnigen Jingles gesendet werden. Glücklicherweise hat man seit einiger Zeit dieses verrauschte Oberwellen-Echo-Knallen am Schluß etwas im Pegel reduziert. Daß gerade der Deutschlandfunk solche musikalischen "Vexacions" nötig hat, finde ich "unerhört".
Das nur nebenbei.
Das hört sich so an, als ob jemand einen leeren Joghurtbecher umgestülpt in eine mit Spülwasser gefüllte Küchenspüle titscht und das dann noch elektronisch "verechot".
Noch nerviger aber der Jingle - meistens kurz vor den 19-Uhr-Nachrichten: Ein Rhythmus-Tappen, das ein Millisekunden-Delay hat, so daß ein Quasi-Doppelschlag entsteht, der geradesoeben gehörmäßig so noch erfaßt werden kann, kurz vor der Wahrnehmungsverschmelzung steht. Das ist total tierisch und nervt einen total ab.
Solche Kindereien muß man sich doch nicht anhören? Gelle? Was haben die "Deutschlandfunker" sich dabei wohl gedacht?
>From: "Hoererservice, DRadio" <Hoererservice@dradio.de> >Subject: AW: Neue_Jingles >Date: Mon, 10 Apr 2006 12:44:31 +0200 > >Sehr geehrter Herr B., > >vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Programm und Ihre Zuschrift. > >Sie liegen vollkommen richtig. Mit unserer Programmreform zu Beginn des >Jahres 2006 haben wir sowohl Programmneuerungen, wie die akustische >Zeichensetzung vor den Nachrichten und die eingestreuten Lyrikelemente, als >auch inhaltliche Änderungen vorgenommen. > >Ihren Jingle leiten wir gerne an die Verantwortlichen im Programm weiter. >
Hier noch "Mein_Jingle.mp3", das ich der obigen Mail angehängt hatte, bislang aber noch nicht vom DLF gesendet worden ist. Wenn schon etwas "Abartiges", dann aber bitteschön noch ein wenig Musikalität reinbringen. OK. Kritisieren kann man immer, aber besser machen. OK. Es hat mich so gereizt, auch mal was zu produzieren. Mit Wav-Table-Soundkarten-MIDI-Synthi ein bißchen was Knallig-orchestermäßiges dann noch ein völlig entkoppelter Rhythmusgenerator - eine alte Bastelei aus den 80-er Jahren, ursprünglich ein "Induktivitätsmeßgerät", das Impulsüberschwinger von Rinkerndrosseln mißt, aber akustisch dann sich so anhört. Der sollte das Ganze augenzwinkernd "veräppeln". Wurde wohl so auch aufgefaßt.
Hier der Link dazu:
Das hört sich so an, als ob jemand einen leeren Joghurtbecher umgestülpt in eine mit Spülwasser gefüllte Küchenspüle titscht und das dann noch elektronisch "verechot".
Noch nerviger aber der Jingle - meistens kurz vor den 19-Uhr-Nachrichten: Ein Rhythmus-Tappen, das ein Millisekunden-Delay hat, so daß ein Quasi-Doppelschlag entsteht, der geradesoeben gehörmäßig so noch erfaßt werden kann, kurz vor der Wahrnehmungsverschmelzung steht. Das ist total tierisch und nervt einen total ab.
Solche Kindereien muß man sich doch nicht anhören? Gelle? Was haben die "Deutschlandfunker" sich dabei wohl gedacht?

das ist mir leider auch schon aufgefallen!!! meistens tun einem echt die ohren weh!!! pro sieben ist auch meisterhaft da drin!

es gibt sogar schon kleine sensoren, die den fernseher automatisch leiser stellen, wenn es unerwartet zu laut wird. die klemmt man an den fernseher an.

Es ist meist so, und zwar wenn der Auftraggeber mehr zahlt, zahlt er nicht dafür, wird es auch nicht lauter!!!
Danke das ist ja super und informativ. Na dann hab ich eine Frage weniger und anscheinend doch kein Ohrenproblem
Hier gibts auch noch was dazu: http://www.welt.de/fernsehen/article888537/WarumistdieWerbungimmersolaut.html
Geht dir also sicherlich nicht allein so :) Allerdings wird die Penetranz der Werbung auch allgemein immer schlimmer.
Zitat aus dem Link: "Volumen wird nicht aufgedreht....Der Ton von Werbebotschaften wird oft komprimiert; das heisst, die Lautstärke der eigentlich leiseren Töne wird angehoben.". Das widerspricht sich doch:Sicherlich mag der Spitzenpegel zwischen Werbung und Film gleich sein,aber wenn die leiseren Töne in der angehoben werden,wird das Signal doch wohl subjektiv lauter,oder ?
Das widerspricht sich ja auch nicht. Im Link wird vielmehr erklärt, warum die Werbung lauter klingt, ohne dass die Sender an der Lautstärke rumspielen.