Stimmt es, dass der Malariarisiko in Europa stark gestiegen ist?

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2 Antworten

Nein - es gibt zwar durch die Globale Erwärmung in Deutschland etwas mehr "Möglichkeiten" für Moskitos, es fehlt aber das Infektions-Reservoir, in dem die Moskitos die Erreger aufnehmen und dann weiterverbreiten könnten. Hier bei uns ist praktisch die Malaria noch lokal ausgerottet - und solange nuir wenige Menschen in D erkranken und schnlell behandelt werden, ändert sich das (hoffentlich) wohl nicht.

Maier: In den Medien wird das häufig so dargestellt, dass die Moskitos kommen und die Malaria mitbringen, wenn es warm genug ist. So einfach ist das aber nicht. Moskitos gibt es ja jetzt schon in Deutschland. Die Anopheles-Mücken, die wir hier haben, sind allerdings im Unterschied zu einigen ihrer Verwandten in den Tropen keine sehr guten Überträger.

Aber selbst wenn sich diese Moskitos aufgrund der Erderwärmung bis nach Deutschland ausbreiten, fehlt ihnen das notwendige Reservoir an Malaria-Erregern, wo sie sich selbst infizieren könnten, um die Krankheit zu verbreiten.

Mit anderen Worten, es gibt in Deutschland zu wenig Malaria-Patienten - und die etwa 1000, die es gibt, werden zu schnell behandelt - als dass genug Mücken die Erreger aufnehmen könnten.

http://www.sueddeutsche.de/leben/folgen-des-klimawandels-kehrt-die-malaria-nach-deutschland-zurueck-1.722415

Das ist im Augenblick also vergleichbar mit dem "Herdenschutz" durch Impfungen: zuwenig Fälle für eine Epedemie.

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Kommentar von realfacepalm
26.02.2016, 18:50

Danke für den Stern! :-)

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Nein, in Europa gibt es praktisch keine Malaria (außer extrem seltenen Fällen in Griechenland). Hier kann man aber nicht wirklich von Risiko sprechen.

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