Stimmt es, dass den Böden Nährstoffe entzogen werden?

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6 Antworten

Hängt davon ab, was Du pflanzen willst. Der Nährstoffbedarf ist unterschiedlich bei Pflanzen. Düngen ist das erste was einem einfällt.

Wenn man etwas auf einem Boden anbaut, gehen Stoffe in die Pflanzen über. Z. Bsp. Stickstoffverbindungen oder Schwefelverbindungen. Wenn die abgestorbenen Pflanzen auf dem Boden bleiben, gehen deren Nährstoffe beim Verrotten wieder in den Boden über. Wenn die Pflanzen geerntet werden, nimmt man diese Stoffe mit weg und muß sie eben per Dünger neu neu zuführen, damit der Boden nicht schlechter wird.

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Ich habe vor einigen Monaten einen Bericht über Bauern in Indien gesehen auf deren Feldern durch Monokulturen, zu viel Dünger und versalzen nichts mehr wuchs, die Böden waren ganz grau und tot.

Um dort wieder etwas pflanzen zu können wurden zuerst "Unkräuter" angesiedelt die in diesen Beinahe-Wüsten gedeihen können. Durch diese Pflanzen wurde der Boden wieder aufgelockert und zugleich vor Erosion geschützt, erste Insekten sind eingewandert.

Nach einigen Monaten siedelten sich von ganz allein mehrere Arten von Gras und Wildkräutern an, brachten genug Schatten das sich die Feuchtigkeit hielt und lockten noch mehr Kleintiere an.

Etwa 3 Jahre nach den allerersten Pflanzen wurden zwischen den bestehenden Pflanzen einige Nutzpflanzen ausgebracht. Jeweils nur wenige von einer Sorte aber dafür viele Arten die unterschiedliche Wuchshöhen und Bedürfnisse hatten. Letztendlich wuchsen auf einem Feld so ziemlich alle benötigten Gemüse, ein paar Obstsorten und etwas Getreide bunt gemischt. Irgendwann kann man dort vielleicht wieder Bäume pflanzen und anspruchsvollere Pflanzen aber das dauert Jahre wenn nicht Jahrzehnte.

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Man kann den Boden düngen. Und damit so etwas gar nicht erst passiert, darf man nicht mehrmals die gleiche Pflanze (z.B. Mais) auf einem Feld pflanzen, weil verschiedene Pflanzen verschiedene Nährstoffe aufnehmen.

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Kommentar von DBKai
27.08.2016, 00:40

Ok... also pflanze ich ein Jahr lang Mais an und im nächsten Jahr Getreide... und im übernächsten dann Gerste oder so was...

Wie ist es mit Beerensträuchern und Obstbäumen? Wenn man die mal angepflanzt hat und der Boden gut ist, dann bringen die doch Früchte hervor?

Wenn der Boden schlecht ist aber nicht?? 

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Rollen wir die Sachlage mal auf.

Ein Boden ist an sich nährstoffreich. Wächst darauf etwas, werden durch die Pflanzen Nährstoffe entzogen.

Auf Nutzböden heute wird mehr entzogen, als wieder eingebracht, die Differenz wird mit künstlichen Düngern ausgeglichen. Das ist eher schlecht. Früher verblieb einfach mehr restliches Pflanzenmaterial auf den Äckern, so daß es keiner künstlichen Düngung benötigte.

Früher gab es auch auf jeder Nutzfläche Brachejahre, also Jahre der Nichtnutzung. Damit konnten die Böden regenerieren.

In deinem Garten kannst du jedoch über Jahre verschiedene Nutzpflanzen ansetzen, wenn du es nicht übertreibst, ohne den Boden auszulaugen. Wenn du nach der Ernte kleingehäckselte Restpflanzen einarbeitest, gibst du dem Boden reichlich zurück. Im Frühjahr etwas Kompost einzuarbeiten ist wie Düngung, der Boden wird reicher, potenter und wieder völlig leistungsfähig, was das Pflanzenwachstum betrifft.

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Dann kann man düngen. Oder Warten,bis er sich von selbst wieder mit Nährstoffen angereichert hat. Bis sich wieder eine Humusschicht gebildet hat das kann je nach Umständen ein paar Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern, oder es klappt nie, oder erst wieder, wenn die Kontinente sich wieder zusammengeschoben haben.

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Düngen - zB mit Mist, Kompost/Humus, Mineraldünger... Je nachdem was man für Ziele hat eignen sich verschiedene Vorgehensweisen.

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