Frage von crunxi, 115

Stimmt es, dass das Arbeitsamt den Sohn zur Kasse bitten kann, wenn ein Elternteil Harz IV bekommt?

Meine Mutter hat finanzielle Probleme, und bekommt Harz IV. Ich habe mittlerweile meine Berufsausbildung abgeschlossen und trage finanziell auch einen Teil zum Haushalt bei.

Jetzt zu meiner Frage:

Ist es wahr, dass ich unter Umständen zusätzlich zahlen muss? Und wenn ja: wie viel? Und vor allem: Was ist mit meinen Kosten werden die da auch berücksichtigt?

Vielen Dank im Vorraus

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Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt & Hartz IV, 56

Im SGB - ll,also wenn man ALG - 2 oder auch Hartz lV bekommt sind die Kinder ihren Eltern nicht zum Unterhalt verpflichtet !

Wenn du weiterhin bei deiner Mutter wohnst,dann zahlst du nur deinen Anteil an der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),deinen Anteil für den Abschlag für Haushaltsstrom und gibst deiner Mutter Kostgeld ab oder verpflegst dich selber,der Rest gehört dir.

Es sei denn sie bekommt noch Kindergeld für dich,wenn du z.B. nicht übernommen wurdest und ALG - 1 bekommst,dann stünde dir bzw. deiner Mutter weiter Kindergeld zu,wenn du zwischen 18 - 21 bist und als Arbeit suchend / arbeitslos bei der Agentur für Arbeit gemeldet wärst.

Dann könnte dein nicht mehr benötigtes Kindergeld auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet werden.

Hast du also Erwerbseinkommen und wohnst mit deiner Mutter zusammen,dann kommt es darauf an was du an Brutto und Nettoeinkommen hast,wie hoch die KDU - ist und was an Abschlag für den Haushaltsstrom gezahlt werden müsste.

Hast du nämlich soviel anrechenbares Nettoeinkommen,dass du deinen Bedarf selber decken kannst,dann bist du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) mit deiner Mutter raus,mit 25 Jahren dann eh,weil du dann auch ohne Einkommen deine eigene BG - bilden würdest.

Bist du also min. 18 aber unter 25,dann steht dir min. dein Regelsatz von 324 € zu und dazu dann dein Kopfanteil der KDU - also dann 50 % der Warmmiete,wenn du mit deiner Mutter alleine wohnst,dass ergibt dann deinen Bedarf.

Nun wird aus deinem Bruttoeinkommen deine Freibeträge nach § 11 b SGB - ll berechnet,dass sind zunächst deine 100 € Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese werden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen und ergibt dann das anrechenbare Einkommen,dass dann auf deinen Bedarf angerechnet würde.

Angenommen die KDU - würde 500 € betragen,dann läge dein Kopfanteil bei 250 € + 324 € Regelsatz = min. 574 € Bedarf.

Hättest du jetzt 1200 € Brutto und 920 € Netto,dann stünden dir auf das Brutto 300 € Freibetrag zu,abzüglich von deinem Netto würden dann ca. 620 € anrechenbares Einkommen bleiben,somit würdest du aus der BG - raus sein und müsstest deine Anteile selber aus deinem Einkommen deiner Mutter geben.

Würdest du aber jetzt nur 800 € Brutto und 650 € Netto haben,dann stünden dir nur 240 € Freibetrag zu,abzüglich vom Netto blieben dann nur ca. 410 € anrechenbares Einkommen,weil dein Bedarf im Beispiel aber bei min. 574 € liegen würde,stünde dir noch eine Aufstockung von min. 164 € zu und du würdest unter 25 noch zur BG - deiner Mutter gehören.

Antwort
von Akka2323, 80

Wenn Du noch zu Haus wohnst, mußt Du Deinen Anteil an Miete, Nebenkosten und Lebensunterhalt selbst tragen, wenn Du verdienst. Deine Mutter bekommt dann nur den auf sie entfallenden Anteil.

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