Stimmt es, dass Bauern ihr Saatgut jedes Jahr kaufen müssen , weil es Gentechnsch mit Absicht so verändert wurde, das es nicht erneut keimt?

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4 Antworten

Nein, das gibt es nicht. Die Möglichkeit für sog. "Terminator-Saatgut" ist technologisch Vorhanden, wird aber nicht eingesetzt.

Dieses Gerücht hält sich aber, weil es viele mit den Hybriden verwechseln. Hybride sind durch ihre natürliche genetische Struktur so, dass das verkaufe Saatgut besonders gute Eigenschaften aufweist, wie z.B. besonders gute Wurzelbildung und hohes Ertragspotenzial, das geht auf den "Heterosiseffekt" zurück. Die Nachkommen der Hybride, also z.B. das Erntegut von Getreidearten, welches als Saatgut verwendet werden könnte, ist aber genetisch nicht identisch mit dem ursprünglichen Saatgut. Es findet eine Aufspaltung der Gene statt und damit hat jeder Nachkomme unterschiedliche Eigenschaften, es würden also alle Pflanzen ungleichmäßig wachsen und hätten nicht vorhersagbare Ertrags- und Qualitätseigenschaften. Es ist also möglich TEile der Ernte bei Hybride als Saatgut zu behalten, aber es wird nicht gemacht, da man dann extrem schlechtes Saatgut erhält, das ist aber keine besondere Technik von Züchtern, sondern der natürlichen Genetik verschuldet.

Der Vorteil für Landwirte bei Hybriden ist i.d.R. so groß, dass es sich locker für den Landwirt lohnt jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen. Besonders beim Mais sind die enormen Sprünge in der Ertragssteigerung aus den letzten Jahrzehnten auf Hybridsorten zurückzuführen. Hybride bringen aber bisher auch nicht bei allen Pflanzen so große Vorteile, das kommt immer darauf an, wie sich die Pflanzen vermehren. So sind z.B. bei Mais oder Roggen große Vorteile bei Hybriden, bei Weizen oder Gerste hat man da bisher nur wenig Fortschritt machen können.

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Nein. Du hast da wohl was falsch aufgeschnappt.

Die Saatguthersteller haben juristisch durchgesetzt, dass sie eine Art Urheberrecht an dem Saatgut haben. Wenn der Bauer nun einen Teil seiner Ernte im Folgejahr wieder als Saatgut einsetzt - was seit Jahrhunderten gängige Praxis ist - , muss er dafür eine Gebühr an den Saatguthersteller berappen.

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Kommentar von jerkfun
10.10.2016, 12:04

Was man aber durchaus diskutieren kann ,inwieweit und in welchem Umfang es gerechtfertigt erscheint.()

1

Nein, nicht alle Bauern, aber leider zu viele auf der Welt.

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gut erkannt

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