Frage von Maserati9173, 109

Stimmt es, dass ausländische Prostituirte die in Deutschland arbeiten oft einen Zuhälter haben?

Ich kenne mich in diesem Bereich nicht aus, da ich noch nie in einem Bordell war oder Geld für Sex ausgegeben habe. Hab heute erfahren, dass ausländische Hrn (vor allem die aus Osteuropa) einen Zuhälter haben, der sie dazu zwingt. Wenn es so ist, dann darf man mit ihnen alles machen was man will oder? Sonst kriegen die ja ärger. Was passiert wenn die sich wehren?

Expertenantwort
von RFahren, Community-Experte für Liebe & Sex, 83

Aktuell stammt die Mehrzahl der Sexworkerinnen (in manchen Clubs 80%) aus Rumänien, danach kommt Bulgarien. Dabei handelt es sich meiner Erfahrung nach allerdings nicht um die häufig zitierten "Zwangs- und Armutsprostituierten", die angeblich ja "gar keine andere Wahl haben", sondern eher um Bequemlichkeitsprostituierte.

Der Durchschnitts-Monatslohn in Rumänien beträgt laut statistischem Bundesamt weniger als 400 Euro - da verdient eine Frau in einem FKK-Club an einem einzigen Tag meist mehr und Einige kommen durchaus auf ein 5stelliges Monatsgehalt, was in Rumänien ein kleines Vermögen darstellt. "Warum soll ich für 50 Euro pro Woche in Rumänien als Krankenschwester arbeiten, wenn ich das hier in einer halben Stunde verdienen kann?" habe ich mehr als einmal gehört...

Wenn ein solches Mädel beim Heimaturlaub dann mit Luxusauto, Markenklamotten, Designer-Schuhen, teurem Schmuck, iPhone und Laptop auftaucht, den Eltern ein Apartment kauft und Bilder vom letzten Luxusurlaub zeigt, wird die eine oder andere Freundin schnell neugierig und fragt, ob sie denn nicht auch in Deutschland arbeiten könnte. Die Mädels, die ich kennengelernt habe (und das sind ein paar hundert) wussten auch konkret, wie diese "Arbeit in Deutschland" aussieht - "glaubst Du wir sind doof in Rumänien und haben dort kein Internet?!" bekommt man auf Nachfrage schnell um die Ohren... .

Dabei braucht es auch keine Zuhälter und Menschenschmuggler, denn als EU-Bürger brauchen sie keinen Schleuser und dürfen hier einreisen und arbeiten. Ihre Arbeit ist in Deutschland (und anderen EU-Ländern) legal und darf beworben werden, daher brauchen sie auch keinen "Beschützer" oder jemand der sie "versteckt" und "Kunden besorgt". Gefährlicher sind da die sog. "Loverboys", die einem Mädel die große Liebe vorgaukeln, aber "leider" einen "Berg Schulden" haben, die sie helfen soll abzutragen, damit man endlich heiraten kann... . Wenn solchen Typen ein Mädel mal ein paar Jahre ihr Geld anvertraut hat, lässt dieser sie fallen und sucht sich das nächste Opfer...

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Selbst wenn ein Girl einem zwielichten Typen hörig ist und dieser sie mit Erpressung und Schlägen zum Anschaffen zwingt, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass Du "machen kannst, was Du willst" - im Gegenteil! Wenn Du z.B. grob wirst, dann bekommst Du zusätzlich mit ihrem "Beschützer" Ärger - und das könnt schmerzhaft und teuer werden...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Kommentar von Maserati9173 ,

Und wie kann man erkennen, ob ein girl dazu gezwungen wird? Irgendwie ist das sinnlos. Wenn ich ihr "Beschützer" wäre und sie nicht das macht, was die Kunden wollen, würde ich sie bestrafen, weil sie ihren Job schlecht macht.

Kommentar von RFahren ,

Das Erkennen von Zwangsprostituierten ist schwierig, denn wenn man in ein offizielles Bordell, wie einen FKK-Club geht, dann sind das ja keine Verliese, wo die Frauen eingesperrt oder angekettet sind. Die Mädels können kommen und gehen, wie sie wollen, haben ihren Pass immer dabei und (oft das neueste) Smartphone im Handtäschen und die teuersten Autos auf dem Parkplatz gehören vielfach den Mädels.

Wie es hinter den Kulissen aussieht - ob das Fahrzeug am Ende doch auf den "Freund" zugelassen ist und ob und wie freiwillig sie ihr Salär einem "Manager" abliefert, ist kaum herauszufinden. Selbst Geschichten über "böse Zuhälter", von denen sich Mädels "freikaufen" müssen und ihre Gäste daher um ein "Darlehen" angraben, haben sich schon als Betrugsmasche herausgestellt. Ich bin daher jederzeit bereit mit einem Mädel zur Polizei zu gehen, Unterkunft zu geben und sonstwie behilflich zu sein - nur Geld würde ich keines rausrücken. Bisher hat mich auch noch nie eine Frau um Hilfe gebeten. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich nicht auf dem Drogenstrich oder anderen Randbereichen des Paysex verkehre...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Kommentar von Maserati9173 ,

Achso, dann sollte ich also offizielle Bordelle meiden und lieber auf dem Strich suchen gehen... Danke für die Antwort. Du bist der einzige hier, der was sinnvolles zu diesem Thema geschrieben hat.

Kommentar von Ontario ,

Es gibt immer noch genug Frauen und Mädchen die ihr Geld Tag für Tag beim Zuhälter abliefern müssen. Schläge bekommen, wenn sie nicht genug "angeschafft" haben. Für mich sind solche Frauen und Mädchen tragische Figuren, die ihren Körper verkaufen müssen, um etwas zum leben zu haben. Jede ein sozialer Fall für sich. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als bei uns US Gi`s stationiert waren..Im nahegelegenen Waldstück, entlang einer Bundesstrasse hatten die ihre Decken ausgebreitet und warteten dort auf die Freier.Wenn dann einige GI`s vorbeikamen hoben manche der Frauen ihren Rock hoch und zeigten sich darunter blank. Das war ganztags zu beobachten. Abends kamen dann die Zuhälter, meist in teuren Schlitten und kassierten bei den Frauen ab. Oder wie war es, als man in die Tschechoslowakei fuhr. Am Strassenrand jede Menge Prostituierte die selbst im strengsten Winter im Mini dastanden und auf Freier warteten. Ich hätte mich, mal abgesehen von der Möglichkeit sich anzustecken,  niemals dafür entscheiden können, mich mit so einer Frau einzulassen. Sie taten mir allesamt leid. Manche haben vielleicht Kinder zuhause und müssen auf den Strich gehen, um für die Kinder sorgen zu können, weil sie sonst keine Einnahmen haben. Wie schlimm muss es für eine Frau sein, sich fast jedem hingeben zu müssen, nur des Molochs Geld wegen. Viele machen das jahrelang und haben am Ende doch kein Geld, vorallem dann, wenn sie von Zuhältern "betreut" werden. 

Kommentar von RFahren ,

Der "klassische" Zuhälter, der mit Nötigung und Gewalt ein paar "Pferdchen" laufen hat, spielt in Deutschland kaum eine Rolle. Seit der Überarbeitung des Prostitutionsgesetzes und der Erweiterung der EU braucht es keine Zuhälter und Menschenschmuggler, denn als EU-Bürger brauchen die Frauen keinen Schleuser und dürfen hier arbeiten.

Ihre Arbeit ist in Deutschland (und anderen EU-Ländern) legal und darf beworben werden, daher brauchen sie auch keinen "Beschützer" oder jemand der sie "versteckt" und "Kunden besorgt".

Gefährlicher sind da die sog. "Loverboys", die einem Mädel die große Liebe vorgaukeln, aber "leider" einen "Berg Schulden" haben, die sie helfen soll abzutragen damit man endlich heiraten kann... . Wenn solchen Typen ein Mädel mal ein paar Jahre ihr Geld anvertraut hat, lässt dieser sie fallen und sucht sich das nächste Opfer... Diesen Subjekten ist allerdings schwer beizukommen, den meist wissen nicht einmal die Frauen selbst, dass ihr "Geliebter" eigentlich ihr Zuhälter ist... .

Es ist ein Klischee, dass die meisten Frauen gezwungen werden als Prostituierte zu arbeiten. Allerdings behaupten einige Frauenrechtlerinnen bereits die Notwendigkeit Geld verdienen zu müssen sei "Zwang" - dann bin ich allerdings auch "Zwangsarbeiter", denn ich gehe nicht ins Büro, weil mir langweilig ist!

Die meisten Dienstleisterinnen stammen aktuell aus Rumänien und Bulgarien, wo der Durchschnitts-Monatsverdienst unter 400€ liegt. Die "Generation Party" dieser Länder steht oft auf dem Standpunkt "ich bin jung - ich will mir JETZT etwas leisten können" - da kommt ein Job in Germany, wo man in einer Nacht mehr verdienen kann als eine Krankenschwester in der Heimat im ganzen Monat, gerade recht! Die allermeisten Männer gehen mit den Damen auch zärtlich und respektvoll um, weshalb diese ihre Tätigkeit auch z.B. der einer Krankenschwester usw. vorziehen, da Schwestern einen unangenehmen Patienten beim nächsten Mal nicht einfach ablehnen können! 

Den von Zuhältern kontrollierten Strassen- und Drogenstrich sollte man mit einem modernen FKK-Club, wo Frauen sicher, hygienisch einwandfrei und selbstbestimmt arbeiten können, sollte man nicht in einen Topf werfen. Im Osten habe ich auch schon dubiose Hinterhofwerkstätten gesehen, wo an teuren Nobelkarossen mit zweifelhafter Herkunft geschraubt wurde - sollte man deswegen nun den kompletten Autohandel verdammen?!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Kommentar von RFahren ,

Wenn Deine Äusserungen witzig gemeint sein sollten, dann ist das nicht lustig. Wenn Du wissentlich zu einer Zwangsprostituierten gehst, dann macht Du Dich zurecht strafbar. Guten Sex gibt's nicht mit Zwang!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Kommentar von Maserati9173 ,

Wenn ich vorher nicht nachfrage, dann weiß ich das auch nicht, also mache ich mich da auch nicht strafbar. Ich würde so was aber auch niemals fragen. Aber wenn ich 100%ig weiß, dass sie gezwungen wird, dann würde ich ihre Dienstleistung natürlich nicht in Anspruch nehmen ;-)


Antwort
von Prinzenbad, 109

Nicht alle haben einen Zuhälter aber eine menge. Die kommen ja nicht ohne Hilfe nach deutschland. Einige werden von zuhalten übers Kreuz gehauen und denken die werden.hier ein schönes leben haben und werden am Ende gezwungen. Andere machen das jedoch freiwillig. Ein Kumpel von mir ist bordellbesitzer und da kommen täglich neue Frauen und fragen ob sie in einem Zimmer arbeiten durfen. Ist am Ende des Tages ja auch ein lukratives Geschäft.

Antwort
von Peppi26, 107

Du bist einfach nur widerlich! Du darfst nicht alles machen was du willst! Nur was die Damen auch wollen! Außerdem wenn du weist das sie Zwangsprostitution machen machst du dich mit strafbar!

Kommentar von Maserati9173 ,

Denkst du ernsthaft, dass jemand dahin geht und vorher fragt, ob sie das freiwillig machen?

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