Frage von Ukuleli, 133

Stimmt es das Zuchttiere eine kürzere Lebenserwartung haben als Mischlinge?

Also wenn man jetzt ein reinrassigen Schäferhund oder einen reinrassigen husky kauft, stimmt es dann, dass diese eine kleinere Lebenserwartung haben und öfters krank werden als irgend welche Mischlinge? Hab mal gehört, dass das so wäre als wenn Geschwister Kinder machen wenn man reinrassige Tiere züchtet.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von shark1940, Community-Experte für Hund, 22

Ein Mischling, wo auch die Eltern, Großeltern etc, Mixe sind, sind meist robuster. Aber Mischlinge aus zwei Rassen sind nicht robuster und können sogar kranker sein.

Nehmen wir zb einen Mix aus Dogge und Schäferhund. Beide haben Problematiken im Bereich HD (Hüfte). Doggen haben zusätzlich auch noch die Problematik Herz. Nun habe ich einen Mischling aus diesen zwei und beide Eltern hatten/haben diese Problematiken - da kann der Nachkomme alles haben und extrem krank sein.

Aber auch Rassehunde können extrem krank sein, wenn sie zb nicht aus einer bedachten und kontrollierten Zucht kommen sondern aus Vermehrung und keiner auf die Krankheiten der Eltern geachtet hat.

Man kann also nicht sagen - Rassehunde sind besser oder Mischlinge sind besser. Es kommt auf sehr viele Dinge an.

Hinzu kommt, dass man einen eigentlich gesunden Welpen krank machen kann, in dem er eben nicht gut aufwächst, sondern mit Müll gefüttert wird, Würmer hat und und und ....

Es kann also so oder so schlecht laufen.

Daher sollte man wissen, woher der Hund kommt. Ist es ein Rassehund sollte er Papiere haben, bei einem seriösen guten Züchter aufwachsen. In dem Fall wurde auf Inzucht, Erbkrankheiten etc geachtet. Wobei natürlich Moderassen wie Labi und Co. leider oft schon kaputt gezüchtet wurden.

Ich habe mir daher eine Rasse ausgesucht, die absolut unbekannt ist. Die nie in Mode war und wo der Mensch nicht aus optischen Gründen irgendwas geändert hat (zb Schäferhund hinten runtergezüchtet oder Mops ein runderes Gesicht ohne Nase etc.). Desweiteren habe ich mir einen Züchter gesucht, der sehr auf Gesundheit, die richtige Verpaarung achtet, der sehr gut prägt und sozialisiert und der roh füttert. Ich kenne sowohl die Eltern als auch die Großeltern, Tanten und älteren Halbgeschwister meiner Hunde - habe ich vorher alle schon gekannt bevor ich meine Hunde als Welpen holte. Mein Rüde ist jetzt 5,5 Jahre, meine Hündin 20 Monate und noch nie war einer krank. Auch ihre Eltern und Großeltern sind gesund. Der Großopa meiner Hündin ist jetzt 14 Jahre alt und immer noch gesund.

Dennoch habe auch ich keine Sicherheit, da es immer mal zu Krankheiten kommen kann, die zb daran liegen, dass ich Fehler mache oder an der Umwelt etc. Aber ich habe eine robuste Rasse und das ist schon viel wert.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 28

Nein das stimmt nicht.

Bei einem Mischling kommen ja zwei oder mehrere Rassen zusammen, wenn dein Mischi alle neg. Gene von den Eltern aufgesammelt hat, dann kann es sich bei deinem Mischling sogar um einen sehr kranken Hund handeln.

Bei einer ordentlichen Zucht kommt keine Inzucht vor - eine direkte schon mal auf keinen Fall.

Es gibt aber Rassen, die auch als Zuchthund schon mit Schwachstellen und zuchtbedingten Krankheiten geboren werden - solche Zuchten sollte man unterbinden, indem man keine Tiere dieser Rassen kauft.

Ein Mischling ist entgegen der landläufigen Meinung kein gesünderer Hund als ein reinrassiger Hund. Die Lebenserwartung wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Rasse, Haltung, Fütterung, Vorsorge, Bewegung und soziales Umfeld, und bei manchen davon kann man aktiv was tun um die Lebenserwartung des Hundes zu verbessern.

Antwort
von Repwf, 68

Kommt immer drauf an ob gezüchtet oder vermehrt wird!

Ein richtiger Züchter der mit Stammbaum etc arbeitet wird keine inzuchten haben! Allerdings kosten diese Tiere auch mehrere hundert Euro 

Antwort
von dogmama, 43

Hab mal gehört

was man so hört soll, kann, muß man nicht immer glauben!

Mischlinge können in jungen Jahren krank werden und sterben, ebenso auch Rassehunde. Andererseits gibt es Mischlinge und Rassehunde die uralt werden. Ist so wie bei allen anderen Lebewesen auch.

Expertenantwort
von Bitterkraut, Community-Experte für Tiere, 56

Nein, das stimmt nicht generell. Auch ein Mischling kann eine ungünstige Anlage om Rasseelternteil erben. Allerdings gibt es Qualzuchten, die aufgrund ihres krankgezüchteten Organismus (zu groß, zu klein, keine Nase, kein Platz fürs Gehirn im Kopf usw.) eine durchschnittlich deutlich geringere Lebenserwartung haben.

Die durchschnittlich höchste Lebenserwartung haben mittelgroße Hunde solide gezüchteter Rassen mit Hundekopf, Hundegebiß usw.  oder Mischlinge von diesen oder Mischlinge, deren Vorfahren noch nie einen Rassestandard hatten. 

Antwort
von Georg63, 43

Bei den Rassen gibt es Unterschiede.

Rasselinien, die auf Leistung  gezüchtet werden, wie bei Hüte-, Schutz- und Jagdhunden sind robust und langlebig.

Die Rassen, die nur auf Aussehen getrimmt werden, oder gar Qualzuchten darstellen, wie Minihunde oder Plattnasen, haben schlechte Aussichten.

Bei Mischlingen ist es reine Glücksache, da die Eltern genauso ihre jeweils schlechteren Merkmale vererben können.

Also beantworte ich dene Frage mit Nein.

Antwort
von wotan0000, 34

Nein, Hundezucht ist nicht mit Inzucht zu vergleichen. Es werden keine verwandten Tiere verpaart.

Hunde vom Züchter können durchaus Erbkrankheiten haben, obwohl nur zuchttaugliche Hunde zur Zucht genommen werden.

Mischlinge können jedoch die Erbkrankheiten jeder am Wurf beteiligten Rasse (über Generationen) haben.

Jeder Hund hat heute die Chance auf ein langes Leben dank der medizinischen Versorgung.

Antwort
von James131, 36

NEIN

weder generalisiert noch im einzelfall.

Zum einen mal in erinnerung was zucht ist: Zuchtist dien gezielte vermehrung von tieren zur erfuellung einer aufgabe in einer spezifischen umgebung sowie der herstellung oder erhaltung gemeinsamer aeusserer merkmale.

Die sogenannten mischlinge sind selten geziehlt vermehrt, gschweige denn, dass eine kontrolle der zuchttiereund der welpen erfolgt. Die einfache mendelsche Lehre zeigt bereits, dass ein so vermehrter hund sehr wohl und sehr wahrscheinlich nicht die guten und gewuenschten eigenschaften aufweisen muss und wird, sondern moeglicher weise alle schlechten.

Inzucvht bei hundenkommt vor, insb3esondere bei seltenen rassen, wird aber  grundsaetzlich vermieden. Im uebrigensind faktisch alle Rassehunde mischlinge.

Richtig ist dagegen, dass eine gute rassezucht das auftreten von erblich bedingten krankheiten und verhaltensfehlern eher ausschliesst. Denn dort wird die vermehrung konrolliert und dort kann die verwandschaft der zuchttiere nachgewiesen werden.

Richtig ist auch, dass einige zuchtziele und einige zuechter den jeweiligen rassen nicht gerade gut bekommen, diese fehlentwicklungen koennen dannzu nachteilen fuer die jeweilige rasse fuehren. Das zu generalisieren ist bei aller kritik der zuchtverbaende jedoch unangebracht.

Antwort
von Snake34, 61

Ich denke reinrassige Hunde haben sicherlich oft Probleme. Kann man aberwirklich nicht pauschal sagen. Viele behaupten Mischlinge sind robuster, auch das stimmt nicht unbedingt. Ich habe nur aus dem einen Grund einen Mischling..... Weil es Liebe auf den ersten Blick war. Mein Stinker kommt aus einer Tötung und ist so was von toll. Es war halt einfach der Eine

Kommentar von wotan0000 ,

Hätte (was nicht so ist) mein reinrassiger Chihuahua ein vergrössertes Herz, dann würde es heissen: "typisch, Qualzucht, Erbfehler".

Hätte die Mixhündin (Uppswurf) aus der Nachbarschaft ein vergrössertes Herz, würde es nur heissen: "oh, das arme Tier. Wovon kommt das den bloss".

Das ist der einzige Unterschied.

Antwort
von Canteya, 49

Solange keine Inzucht unter den reinrassigen Tieren besteht

Antwort
von MiraAnui, 38

Nein... Ein Mischling ist nicht gesünder als ein Rassehund.

Antwort
von viomio82, 48

Ich finde Mischlinge einfach robuster....Diese ganzen Qualzuchten von Hunden wo Atemprobleme vorprogrammiert sind gehören für mich abgeschafft. Die Tierheime sind voll und andere verdienen Geld mit Zucht. Halte davon absolut nichts!! Alles auf Kosten der Tiere, aber der Mensch kann es ja machen😠

Kommentar von wotan0000 ,

Es ist mir neu, dass jeder gezüchtete Hund Atemprobleme hat.

Antwort
von Detena, 43

Ja natürlich muss man davon ausgehen dass Mischlinge eine längere Lebenserwartung haben als Reinrassige. Klar kann man sagen dass es Ausnahmen gibt aber das ist schon so dass Reinrassige einfach anfälliger sind.

Kommentar von James131 ,

Hmm .. ein mischling kann durch die wahl der elterntiere sehr wohl alles erben, was die lebenserwartung deutlich reduziert. Wer hat das denn kontrolliert? Die generelle aussage ist nachweislich falsch, damit auch der ausgangspunkt

Reinrassige hunde sind nicht anfaelliger fuer krankheiten auch nicht fuer erblich bedingte, nur dort wird eine statistik erhoben, was bei den wilden vermehrungen und zufaelligen unfaellen eben nicht der fall ist.

Kommentar von wotan0000 ,

**Ja natürlich muss man davon ausgehen dass Mischlinge eine längere Lebenserwartung haben als Reinrassige.**

Warum muss man davon ausgehen?

Kommentar von Detena ,

Weil es ganz einfach nachgewiesen wurde deshalb ihr könnt hier jetzt wochenlang weiter schreiben von den möglichen Ausnahmen etc pp aber man sagt ganz klar dass Mischlinge eine höhere Lebenserwartung haben als reinrassige.

Kommentar von James131 ,

Durch welche auch nur ansatzweise wissenschaftliche studie?

Wenn sowas behauptest, belege es auch.

Wenn wert darauf legst, belege ich Dir das gegenteil, dass bei vermehrungen ohne plan durchaus weit kraenkere Tiere entstehen als durch zucht oder natuerliche auslese. Diese studien sind wissenschaftlich fundiert und unbestritten ...... gibt es im allgemeinen und im speziellen fuer Haushunde und wurden immer wieder bestaetigt.

Kommentar von wotan0000 ,

@Detena

Stell bitte einen wissenschaftlichen Link ein, der das belegt.

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