Stimmt es das klügere menschen (die auch viel nachdenken) eher zu Depressionen neigen?

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8 Antworten

Meiner Meinung nach haben Depressionen nichts mit Intelligenz zu tun...;-) Es mag stimmen, dass sich klügere Menschen vielleicht mehr Gedanken um den Zustand der Welt machen und - da der ja bekanntlich nicht der allerbeste ist - darüber schon mal schlechte Laune bekommen.

Depressionen haben aber eher mit der persönlichen Resilienz zu tun, sprich: wie gut komme ich mit Krisen, schlechten Zu- und Umständen oder auch Anfeindungen klar? Wie ist meine Psyche gestrickt? Ganz platt gesagt: wieviel und was ist mir zuzumuten, bevor ich eine persönliche Krise bekommen?

Die Gedanken depressiver Menschen kreisen allerdings meistens nicht um Weltereignisse, Politik oder sozialwissenschaftliche Gegebenheiten, sondern um sich selbst. Achtung: das ist jetzt keine Wertung!!!

Ich habe eine Freundin, die an Depressionen leidet, daher habe ich mich mit dem Thema sehr auseinandergesetzt. Deppressive Menschen leiden meistens unter ihrer eigenen Gefühlswelt, unter dem, was andere Menschen ihnen tatsächlich oder vermeintlich antun und darum, wie sie von anderen wahrgenommen werden.

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Ich weiß es nicht genau. Aber es klingt einleuchtend. Es gibt da Leute, die sehr, sehr sehr viel nachdenken..

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Hallo Haschproblem,

also erstens stimmt es nicht, dass klügere Menschen mehr nachdenken. Wieviel man denkt hat ja nichts damit zu tun wie klug oder dumm man ist. Vielleicht denkt man über unteschiedliche Themen nach, aber nicht mehr oder weniger.

Dann denk Du mal nach...

Wer hat wohl ein höheres Risiko depressiv zu werden...

Ein Mensch mit gutem Schulabschluss, der seinen Lieblingsberuf wählen kann, zu den sogenannten Besserverdienern gehört, in einem Haus mit Garten leben kann, schön in Urlaub fahren und sein Leben gestalten.

Oder ein Mensch der keinen oder einen niedrigen Abschluss hat und froh sein kann, wenn er überhaupt eine Arbeit findet in irgendeinem schlecht bezahlten Job und unter unangenehmen Arbeitsbedingungen und dann abends nach Hause geht in die kleine Mietwohnung und kein Geld hat für Urlaub und Lebensgestaltung.

Abgesehen davon wird ein kluger Mensch wichtige Entscheidungen auch klüger treffen als ein unkluger.

Außerdem sind viele Risikofaktoren für Depression (übermäßiger Alkoholgebrauch, Drogenkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung negative Kindheitserlebnisse) auch in unklugen als in klugen Familien häufiger zu finden.

LG, Hourriyah

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Kommentar von jilli122
16.04.2016, 21:22

Ich denke nicht, dass jemand nur weil er z.B einen guten Schulabschluss etc hat keine Depressionen bekommen kann. Es brauch nur ein Todesfall kommen und eventuell ist das schon der Auslöser. Ich kenne viele Leute, die Depressionen haben und eigentlich gute Chancen haben zu lernen etc. (unter anderem ich), weil sie vom IQ her ziemlich intelligent sind, aber die Depression kann sowas alles zerstören. Ich kann es selbst bezeugen und kenne auch welche, die an Depressionen leiden, bei denen es ähnlich ist. Also ich denke es kann bei jedem Mensch zu Depressionen kommen nur wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen.

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Kommentar von extrapilot350
17.04.2016, 19:46

Als Diplompsychologe muss ich Dir leider mitteilen, dass Deine Antwort ziemlich weit daneben liegt. Niemand egal ob reich oder arm, dumm oder intelligent kann eine Erkrankung an einer Depressionen ausschließen. Eine Depression entsteht durch Ereignisse die von den Betroffenen nicht verarbeitet werden können oder wurden. Sie schleppen diese unverarbeiteten Ereignisse mit sich über Jahre. Es entsteht ein sogenanntes traumatisches Erlebnis. Dazu gehören z.B. eintretende Arbeitslosigkeit, Verlust eines Partners, Verlust eines Kindes, finanzielle Probleme, die bei allen Menschen egal welchen Genres eintreten können. Manchmal langt dann nur noch ein Mahnbescheid und aus einer Depression kann sogar eine latente Suizidalität werden. Denke einmal an den Multimillionär Gunter Sachs der sich aus Depressionen erschossen hat weil er die Diagnose Anfangsstadium einer Demenz nicht verarbeiten konnte. Hier sind Psychologen gefragt wieder die Handlungsfähigkeit herzustellen bevor es zum Suizid kommt. Danke für Dein Kompliment und die Unterstellung mangelnder Kompetenz. Übrigens 30 % der deutschen Bevölkerung leiden unter Depressionen.

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Nein. Man kommt durch Nachdenken nicht automatisch auf depressive Gedanken.

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Kommentar von MultiRageLP
16.04.2016, 18:50

Aber das nachdenken kann auch manchmal der Auslöser für Depressionen sein. Zumindest war es bei mir so.

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Wenn man den Statistiken glaubt, dann ist das tatsächlich so.

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Logisch gesehen ja - aber wie will man das den belegen oder überhaupt prüfen? Aber 'Klugheit' ist kein Aspekt für eine Depressionen.

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nein, da besteht kein Zusammenhang

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Ich geb dir ein Beispiel.
Dumm: Oh, danke für dieses Duschgel.
Schlau: Warum hast du mir ein Duschgel geschenkt? Stinke ich etwa? Sonst achte ich doch immer auf meine Hygiene. Was hab ich in letzter Zeit gemacht? Ich hab gestern Sport gemacht, ja...aber hab ich diese Person auch getroffen? Oh nein, was, wenn ich diese Person angefasst habe, als ich voller Schweiß war. Diese Person ist jetzt sicher angeekelt von mir. Wie konnte ich sowas tun? Ich bin so eine widerliche Person

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Kommentar von Mondhexe
16.04.2016, 18:38

An sich ein sehr schönes Beispiel, aber ob man "dumm" und "schlau" davorsetzen kann?... Wie wär's mit "realistisch" und "paranoid"? Könnte auch passen...;-) Kommt darauf an, mit welcher Intention das Duschgel tatsächlich verschenkt wurde...

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