Frage von KittyLove18, 55

Stimmt es das Italien nach dem 2en Weltkrieg an Macht verloren hat...?

Stimmt das denn? Ich lese es nämlich immer wieder...Und frage mich woran es liegt und ob es überhaupt stimmt. Oder zb das Nord und Süditalien sich "hassen"...Ich habe das nie wirklich mitbekommen aber höre wie viele es sagen-stimmt das denn auch? Und gibt es Bücher über die Geschichte von Italien usw? Danke sehr für die Antworten.

Antwort
von Askomat, 26

Also ich machs mal kurz: Italien war eine Kolonialmacht vor dem zweiten Weltkrieg, danach nicht mehr. Mit der Kapitulation war die Aufgabe der Überseegebiete (Afrika) verbunden. Sie haben genauso wie die deutschen die Hoheit im eigenen Land an die Alliierten abgegeben, die auch das Militär begrenzt haben.
Zum Nord - Süd Konflikt: Genauso wie Deutschland bestand Italien Jahrhunderte lang aus Kleinstaaten (Königreich Sizilien beispielsweise) die dann gewaltsam geeint wurden, durch das Königreich Piermont (im Norden) und einen Herren Garibaldi mit hilfe der Franzosen. Das ist einige Jahrhunderte früher als die deutsche Einigung zum Kaiserreich gewesen. Der mächtige Süden verlor dabei seine Eigenständigkeit. Heute bestehen große Unterschiede in den Einkommen und der Lebensqualität zwischen Nord und Süd. Der Norden dominiert wirtschaftlich und politisch. In jeder Buchhandlung wirst du Bücher zur Geschichte Italiens finden. Viel Spaß beim lesen.

Antwort
von JBEZorg, 14

Natürlich werden Länder, die den Krieg verlieren schwächer. Italien hat 1947 auf alle Kolonien verzichtet(und hätte daraus einen Vorteil schlagen können, denn anderen europäische Kolonialstaaten stand noch der Kampf der Dekolonisiserung bevor, der nis in die 70er hiein dauerte). 

Nord- und Süditalien hassen sich nicht. Norditalien ist einfach viel wohlhabender historisch. Das erschafft ein Gefälle im Land und natürlich auch gewisse Wahrnehmungen bei der Bevölkerung aber keinen Hass. Menschen aus Süditalien träumen oft davon im Norden eine gute Arbeit zu finden um wegzukommen was bei der allgemeinen Arbeitslosigkeit auch im Norden nicht einfach ist. Die ganzen berüchtigten kriminellen Vereinigungen gibt es auch entsprechend ab Neapel südwärts hauptsächlich. Eben auch weil man leichter Leute auf die kriminelle Schiene lenkt wenn sie arm sind.

Kommentar von Ruenbezahl ,

Dass Norditalien wohlhabender ist als Süditalien, ist nicht historisch, sondern eine Folge der Eroberung und der dann folgenden Ausplünderung Süditaliens durch die norditalienischen Piemontesen. Das haben viele Süditaliener bis heute nicht vergessen. Es gibt wohl keinen Hass, aber eine gegenseitige Verachtung.

Kommentar von JBEZorg ,

Dass Norditalien wohlhabender ist als Süditalien, ist nicht historisch, sondern eine Folge der Eroberung und der dann folgenden Ausplünderung Süditaliens durch die norditalienischen Piemontesen

Genau das nennt sich historisch.

Das haben viele Süditaliener bis heute nicht vergessen

Bayern und Preussen? Gibt es in vielen Ländern. Aber das kann man kaum Hass nennen.

Antwort
von voayager, 12

Viel Macht verlor es nicht, denn Italien war nie mächtig gewesen.

Kommentar von KittyLove18 ,

Und was ist mit den Römern? Sie waren doch auch 'Italiener'

Kommentar von voayager ,

Nein, die kann man nicht als Italiener bezeichnen. Die Römer waren ein multikulturelles Volk. Nach deren Untergang war das Gebiet des heutigen Italiens jahrhundertelang der Spiel europäische Mächte, das heutige Italien entstand werst gegen 1860 rum. Auch die italienische Sprache ist nicht viel ähnlicher mit dem Latein, als dies auch Französisch und Spanisch der Fall ist.

Antwort
von ollesgemuese, 24

Nach dem 2ten WK haben generell alle europäischen Staaten einiges von ihrer (vor allem militärischen) Macht eingebüßt und die Achsenmächte ganz besonders. Man kann bestimmt einiges dazu finden, wie gern der etwas reichere Norden sich abtrennen würde vom Süden. Google?

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