Stimmt es das in Afrika täglich Flugzeuge (auch große) abstürzen und die Medien nicht reagieren?

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6 Antworten

Selbst in Afrika, einem Kontinent mit vielen Hundert Fluggesellschaften, fallen die Flugzeuge nicht wie tote Vögel vom Himmel. 

OK, die meisten größeren Gesellschaften haben ein Einflugverbot in die EU, und kleinere Maschinen könnten in den Wüsten und Urwäldern erst einmal für lange Zeit unbemerkt verschwinden, aber ... 

... selbst im Kongo oder in Äquatorial-Guinea gibt es mindestens einen Menschen, der ein funktionierendes Handy besitzt und über Freunde, Bekannte, Verwandte informiert wird und diese Info weitergibt. 

Aufgrund schlechter Leitungen, schlechter Ausstattung und vielleicht aktuellerer Probleme wird es u. U. länger dauern, bis die westlichen Presseagenturen von einem Unglück erfahren und die Meldung dann an ihre Kunden weitergeben können. 

Natürlich spielt auch die schiere Größe des afrikanischen Kontinents und die schlechte technische Ausstattung der Flughäfen und Flugsicherungen eine Rolle, ob und wie schnell eine Meldung die Runde macht. 

Dazu kommt ein kleiner, aber feiner Unterschied zur EU: Bei uns gibt es Airlines, die mit vielen Hundert Flugzeugen täglich viele Tausend Flugstunden auf völlig unterschiedlichen Strecken absolvieren; in Afrika gibt zwar viele Gesellschaften, aber vielleicht jede mit drei, vier Flugzeugen, die u. U. an drei Tagen in der Woche herumstehen. Da ist die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls auf beiden Kontinenten ist. 

Aber dass täglich Flugzeuge abstürzen, ist mal wieder so eine Mär aus den üblichen, schlecht informierten Internetforen. In der Luftfahrt gilt immer der Grundsatz: "Stick on the facts!" Und daran sollten sich auch die Verbreiter solchen Bullshits halten - oder die Fakten offenlegen (Datum, Uhrzeit, Airline, Flugzeugtyp, Absturzort, Zahl der Toten und Verletzten). 

Trotzdem würde ich nicht unbedingt mit einer der Airlines fliegen wollen, die auf der EU-Liste stehen, weil in vielen Fällen das Betreiberzertifikat (AOC) nicht verifiziert ist und zugeordnet werden kann. Das spricht nicht für vertrauensbildenden Maßnahmen seitens der Afrikaner, hat aber mit der Meldung über tägliche Abstürze nichts zu tun. 

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Ein Flugzeug das verschwindet wird ja auf dem Zielflughafen erwartet. Und wenn es da nicht ankommt ist relativ klar, dass es abgestürzt ist.

Das bekommen dann natürlich auch die Medien mit und berichten.

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Nein, das würde ja sonst irgendwie rauskommen... Vorallem die lotsen mit denen die Piloten Kontakt haben MÜSSEN es aufklären wenn einer Maschine dort abstürzt... außerdem warum sollen da täglich Flugzeuge abstürzen? :)

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Wie kommst Du auf den Trichter?

Nein, tun sie nicht. Weder stürzen tagtäglich Flugzeuge ab, noch berichten die Medien nicht darüber.

Das ist auch ganz logisch, denn:

1. werden auch die Maschinen dort unten überprüft und
2. wird es die Hersteller wohl interessieren, was mit ihren Maschinen ist.

Auch die Angehörigen der Opfer wollen informiert werden und ich denke nicht, dass tausende von verschwundenen Menschen (in Deinem Fall müsste man von diesen ausgehen, wenn jeden Tag ein Flugzeug abstürzt - egal welches Muster! - ) nicht auffallen würden.

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Nein, da es zumindest Hersteller und die ICAO interessieren würde. Der letzte als "Crash" eingestufte Absturz eines zivilen Verkehrsflugzeugs in Afrika war der Absturz einer AN-12 im Südsudan am 4.11.2015. Ist also schon ein Weilchen her.

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Dann gäbe es nach wenigen Wochen keine Flugzeuge mehr.

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