Frage von Zischelmann, 131

Stimmt es das bei den Zeugen Jehovas man Gott NICHT Himmlischer Vater nennen darf?

Ich gehöre der Neuapostolischen Kirche an und dort ist die Anrede Himmlischer Vater für Gott stets präsent.

Dürfen Zeugen Jehovas Gott NICHT mit Himmlischer Vater anreden? Müssen sie immer Jehova sagen?

Antwort
von Roentgen101, 12

Wie @Apfelmacher bereits ausgeführt hat, ist uns der Begriff bekannt. Siehe Lied 56. Auf die Schnelle finde ich 1600 Suchergebnisse. 13 Davon in der Bibel (einzelne Worte). Interessant, weil alle nur in Matthäus vorkommen!

Aber wie gesagt, es ist nur eine Beschreibung Jesu für seinen Vater. In meinen Gebeten nutze ich diesen auch gerne. Aber es gibt an die 20 Beschreibungsformeln für Gott. Doch er hat nur einen Namen!

Wir Zeugen Jehovas benutzen Gottes Name deshalb auch mehr.

Offenbarung 22:4: Gottes Name ein Erkennungszeichen für sein treues Volk in der Zukunft!

Jesaja 43:10, 11: „Ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, dass ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner. 11 Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter." Als Zeugen für Gott und die Rechtfertigung seines Namen im Auftrag Jesu Christi sind wir Zeugen für Jehova Gott. Wahre Christen sind daran zu erkennen, dass sie Gottes Name tragen!

Siehe hierzu auch Matthäus 28:19, 20: Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge.“

Im Gegensatz zu Zeugen Jehovas hat sich die übrige Christenheit dazu entschieden Gottes Name zu verleugnen! Die Neuapostolische Kirche hat 2009 dem Dekret des Papstes zugestimmt, Gottes Name vollständig aus ihrem Gebrauch zu entfernen! 

Kommentar von Zischelmann ,

In der Chormappe der Neuapostolischen Kirche gibt es ein Lied in welchem der Name Jehova drin vorkommt: "Ich weiß eine Stadt von Jehova erbaut"  In einem anderen Lied kommt auch der Name Emmanuel vor

Kommentar von Roentgen101 ,

Noch ja. Bei der Katholischen Kirche hat es 43 Jahre gedauert, den Namen aus Liedern zu entfernen. Die Neuapostolische Kirche hat dem erst 2009 zugestimmt. In ein paar Jahren bekommt ihr dann neue Chormappen, neue Bibeln und dann war es das.

Ich selbst darf einen kostenlosen Bibelkurs mit einem älteren Ehepaar durchführen, die auch Neuapostolisch sind. Oft erzählen sie mir dazu Neuigkeiten.

Antwort
von Apfelwerfer, 78

Der Begriff "himmlischer Vater" ist bei Zeugen Jehovas ein bekannter und gebräuchlicher Begriff. So lautet die erste Zeile ihres Liedes Nr. 56 (Vater, hör mein Gebet): "Himmlischer Vater, neig dich zu mir".

So finden noch viele weitere Anreden auf Jehova Verwendung. Allerdings beziehen wir diese Anreden immer auf Jehova Gott. Ich könnte ihnen mal die Webseite jw.org empfehlen. Dort findet sich eine sehr ausführliche Abhandlung über den Gebrauch des Gottesnamens und wie Zeugen Jehovas zu ihrem Gott stehen.

Kommentar von Zischelmann ,

"Ihrem" Gott ist etwas seltsam formuliert-Gott gehört schließlich nicht einer Kirche/Glaubensgemeinschaft.

Gott ist für jeden Menschen da.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Die ZJ sehen sich selbst halt als einzige wahre christen auf Erden. Grund : Die US Führung der Zeugen ist der einzig mitteilungskanal Gottes. Da sind die Neuapostoliker allerdings auch nicht viel anders. 

Kommentar von kyseli ,

Ohh exohnekasse deine ewigen Hasstiraden gegen deine ehemalige Religion haben wir satt..klär doch mit denen warum sie dich rausgeworfen haben....

Kommentar von wayt0dawn ,

Also DAS müssen Sie mir mal erklären... Was hat denn dieser Beitrag mit Hass zu tun? 

Er stellt doch nur Fakten dar:
Die Zeugen Jehovas betrachten sich als allein wahre Christen... wie sonst könnte sich zB erklären, dass sie sich als in "der Wahrheit" betrachten? 

Und nun widersprechen Sie bitte der Aussage, dass sich die leitende Körperschaft als Führung der Glaubensgemeinschaft als Mitteilungskanal Gottes sieht und sie können mit zitaten aus der wachtturm-Literatur rechnen, die genau das beweisen.

Aber wie bereits erwähnt wurde... keine Sorge... andere Sondergemeinschaften agieren genauso... 

Kommentar von EXInkassoMA ,

@kyseli 

Gibt keinen Grund wütend zu sein.

Was war denn an meinem kommentar Deiner Meinung nicht richtig ? Und wieso Hasstiraden ? 

Ich war niemals bei den Zeugen. Also konnte man mich auch nicht rauswerfen.

Antwort
von nowka20, 19

der himmliche vater heißt bei denen eben jehova (über 6000 mal in deren bibel fälschlicherweise von ihnen erwähnt)

Antwort
von telemann2000, 47

Sie sprechen Gott auch mit 'himmlischer Vater' an. 

Allerdings lehnen die meisten Zeugen Jehovas die Sohnschaft die ihnen der Vater durch Jesus Christus schenkt strikt ab. 

Stattdessen bezeichnen sie sich lediglich als 'Freunde Gottes'. 

Damit führen sie die Anrede 'himmlischer Vater' ad absurdum. 

Kommentar von kyseli ,

defekte Ansicht...

Kommentar von telemann2000 ,

Wieso? 

Kommentar von Waldem ,

Warum sollte es denn nicht möglich in seinen Vater auch einen Freund zu sehen? Ich denke Gott ist beides. Abraham wird beispielsweise als ein Freund Gottes bezeichnet. 2. Chronika 20:7, Jesaja 41:8, Jakobus 2: 23.

Kommentar von telemann2000 ,

Hallo Waldem, 

Freilich ist beides möglich... 

Sohnschaft bedeutet aber viel mehr. Gemäß der Bibel ist ein Sohn erbberechtigt - ein Freund nicht.... 

Kommentar von stefanbluemchen ,

Auszug aus dem WT v. 01.08.2009

Was stellte Jesus allen anderen in Aussicht?
Die Menschen wurden für das Leben auf der Erde geschaffen, Jesus dagegen für das Leben im Himmel (Psalm 115:16). Deshalb konnte Jesus sagen: „Ihr seid von den unteren Bereichen; ich bin von den oberen Bereichen“ (Johannes 8:23). Jesus sprach davon, dass den Menschen eine herrliche Zukunft auf der Erde in Aussicht steht. Bei einer Gelegenheit sagte er: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5). Er bezog sich dabei auf einen Psalm aus Gottes Wort, in dem es heißt: „Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens. Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:11, 29).
Also können wir getrost Jehova, unseren Gott, auch himmlischer Vater nennen. Und genau wie Adam ein Sohn Gottes war, sind alle seine Nachkommen Söhne.

was die Annahme an Sohnes statt betrifft, ist das wieder ein anderes Kapitel.

Kommentar von stefanbluemchen ,

Hier eine Erklärung aus dem Buch: Einsichten über die heiligen Schriften, Band 1:

ANNAHME AN SOHNES STATT, ADOPTION
Die Aufnahme oder Anerkennung einer Person als Sohn (oder Tochter), die dies nicht aufgrund natürlicher Verwandtschaft ist. Das griechische Wort hyiothesía, das mit „Annahme an Sohnes Statt“ übersetzt wird, ist ein Begriff aus der Rechtssprache, der wörtlich „Sohnes-Setzung“ bedeutet. (Vgl. Rö 8:15, Fn.)
In den Hebräischen Schriften wird die Adoption nicht vom Standpunkt eines rechtlichen Verfahrens aus behandelt, aber der Grundgedanke kommt in mehreren Fällen zum Ausdruck. Anscheinend betrachtete Abraham seinen Sklaven Elieser vor der Geburt Ismaels und Isaaks zumindest als Anwärter auf eine Stellung, die der eines Adoptivsohnes glich, und als wahrscheinlichen Erben des Hauses Abrahams (1Mo 15:2-4). Die Annahme von Sklaven an Sohnes Statt ist schon lange ein üblicher orientalischer Brauch gewesen, und solche Sklaven hatten Erbrechte, wenn auch nicht mehr als die natürlichen Kinder des Vaters.
Rahel und Lea betrachteten die Kinder, die ihre Mägde dem Jakob geboren hatten, als ihre eigenen Söhne, als ‘auf ihren Knien geboren’ (1Mo 30:3-8, 12, 13, 24). Diese Kinder waren Erben wie die Kinder, die Jakobs rechtmäßige Frauen selbst gebaren. Sie waren natürliche Söhne des Vaters, und da die Sklavinnen das Eigentum der Ehefrauen waren, hatten Rahel und Lea Eigentumsrechte an diesen Kindern.
Moses wurde als Kind von Pharaos Tochter adoptiert (2Mo 2:5-10). Da Männer und Frauen unter dem ägyptischen Gesetz gleiche Rechte hatten, war Pharaos Tochter in der Lage, vom Adoptionsrecht Gebrauch zu machen.
Beim Volk Israel scheint das Adoptieren von Kindern nicht allgemein praktiziert worden zu sein. Durch das Gesetz über die Schwagerehe entfiel zweifellos ein Hauptgrund für die Adoption von Kindern: die Fortführung des Namens der Eltern (5Mo 25:5, 6).
Christliche Bedeutung. In den Christlichen Griechischen Schriften gebraucht der Apostel Paulus die Annahme an Sohnes Statt mehrmals als Sinnbild für den neuen Stand der von Gott Berufenen und Auserwählten. Als Nachkommen des unvollkommenen Adam waren sie der Sünde versklavt und waren nicht von Geburt Söhne Gottes. Doch dadurch, daß sie durch Christus Jesus losgekauft worden sind, empfangen sie die Annahme an Sohnes Statt und werden auch Miterben Christi, des einziggezeugten Sohnes Gottes (Gal 4:1-7; Rö 8:14-17). Sie haben diese Sohnschaft nicht von Natur aus, sondern durch Gottes Wahl und gemäß seinem Willen (Eph 1:5). Sie werden zwar von ihrer Geistzeugung an als Kinder oder Söhne Gottes anerkannt (1Jo 3:1; Joh 1:12, 13), doch die völlige Verwirklichung des Vorrechts, Geistsöhne Gottes zu sein, hängt von ihrer Treue bis zum Tod ab (Rö 8:17; Off 21:7). Paulus sagt von ihnen daher, sie würden ‘ernstlich auf die Annahme an Sohnes Statt, die Befreiung durch Lösegeld von ihrem Leib warten’ (Rö 8:23).
Durch diese Adoption werden sie von dem ‘Geist der Sklaverei, der Furcht erweckt’, frei und gewinnen statt dessen die Zuversicht von Söhnen und die Hoffnung auf ein himmlisches Erbe, das ihnen durch das Zeugnis des Geistes Gottes zugesichert wird. Gleichzeitig werden diese geistigen Söhne durch ihre Annahme an Sohnes Statt daran erinnert, daß sie diese Stellung durch Gottes unverdiente Güte und seine Wahl erhalten und nicht durch angestammtes Recht (Rö 8:15, 16; Gal 4:5-7).
In Römer 9:4 spricht Paulus von den natürlichen Israeliten und sagt, daß ihnen „die Annahme an Sohnes Statt gehört und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung“. Damit bezieht er sich offensichtlich auf die einzigartige Stellung, die der Nation Israel gewährt wurde, als sie noch Gottes Bundesvolk war. Gott bezeichnete Israel daher bei verschiedenen Gelegenheiten als „mein Sohn“ (2Mo 4:22, 23; 5Mo 14:1, 2; Jes 43:6; Jer 31:9; Hos 1:10; 11:1; vgl. Joh 8:41). Die eigentliche Sohnschaft jedoch wurde erst dadurch möglich, daß Christus Jesus das Loskaufsopfer erbrachte, und konnte nur Personen zuteil werden, die diese göttliche Vorkehrung anerkannten und daran glaubten (Joh 1:12, 13; Gal 4:4, 5; 2Ko 6:16-18).

Ich hoffe, dass ich weiter helfen konnte.

Kommentar von telemann2000 ,

Eigentlich sind keine ellenlangen Kommentare nötig um zu verstehen, dass die Sohnschaft sich auf all diejenigen bezieht, die sich zu Christus bekennen und ihr Leben entsprechend gestalten. Es reicht nur eine einzige Schriftstelle aus. 

Johannes Kapitel 1

All das dürfte sich interessanterweise auch auf dich beziehen. Ich hoffe, du akzeptierst die Sohnschaft.... 

Kommentar von Aabaab ,

Danke Stefan Blumchen für diese ausgezeichnete Erklärung. 

Kommentar von telemann2000 ,

Und genau wie Adam ein Sohn Gottes war, sind alle seine Nachkommen Söhne.

Da muss ich dir leider widersprechen. Adam verlor durch seine Sünde die Sohnschaft mit Gott. Folglich sind wir als seine Nachkommen 'Waisenkinder'.

Erst durch den Tod Christi war es möglich, dass der Vater wieder Kinder adoptieren konnte. Er machte die Adoption lediglich von einer Voraussetzung abhängig. Der Gläubige muss Jesus Christus als seinen Herrn anerkennen und sein Leben entsprechend gestalten. Diese Voraussetzung ist heute immer noch gültig, weil gemäß Römer 8 die Söhne Gottes noch nicht geoffenbart wurden. 


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