Frage von NicoMichelle, 37

Stimmt das jobcenter bei Auszugswunsch bzw umzugswunsch wegen morddrohungen zu?

Hallo

folgendes Problem wir sind am 01.07.2015 von zuhause ausgezogen bzw haben das ganze vom job Center genehmigt bekommen. Es gab erstausstattungsgeld, alg2, und die miete wird gezahlt. Nun haben wir gestern von meinem freund den bruder mit dem wir kontakt abbrachen aufgrund schläge auf mein freund mit der gesamten familie. Anzeige wurde gemacht. die ganze zeit hatten wir ruhe und gestern hat der bruder angefangen zu drohen, er ist uns nachgefahren, hat eine vollbremsung vor uns gemacht und sagte wortwörtlich: wenn ihr die anzeige nicht zurücknimmt bringe ich euch um und schlitze euch auf. Passt auf wenn ich euch nochmal sehe. Zu meinem freund sagte er dann noch: w* ich schlag dir den schädel ein. Und zu mir hat er gesagt: du h*** ich schlitz dich auf!

wir riefen die polizei und er ist abgehauen! anzeige haben wir erneut gemacht gegen ihn und waren auch heute auf dem familiengericht und haben eine einstwillige verfügung beantragt.

mit ihm ist garkeines falls zu sparen und er wohnt im gleichen ort wie wir. Nicht sehr weit. Er fährt oft in der umgebung rum und man sieht ihn oft.

wir fühlen uns hier nicht mehr sicher und würden gerne ausziehen und uns eine neue wohnung suchen. Genehmigt dies das jobcenter? Glaubt ihr die zahlen weiter miete?

mittlerweile haben wir einen 400€ job und bekommen an alg2 nur noch 20€ . Vorläufig jedenfalls immer jetzt bis juni 16.

Wir haben angst vor die tür zu gehen.. wenn er hier einmal ist und rausfindet wo wir wohnen sind wir hilflos und wir wollen uns nicht verstecken und immer angst haben. Wir haben überlegt in einen anderen ort zu ziehen wo wir auf jeden fall wissen dass er da nicht rum fährt. Wir kennen ihn.

bitte um hilfe und antwort auf meine oben genannten fragen ps: klar wird das stress mit dem auszug aber besser als angst zu haben dass er plötzlich da steht...

mfg

Antwort
von pino77, 14

Am Besten macht Ihr einen Termin beim Jobcenter und tragt das mal dort vor. 

In Eurem Fall solltet Ihr vielleicht gleich in ein anderes Bundesland ziehen. Im Idealfall findet man dort einen Job, dann übernimmt das Jobcenter wohl auch die Umzugskosten und hat auch sonst keine Einwände.

Nehmt Euren ganzen Papierkram von den Anzeigen und der Einstweiligen Verfügung mit, um Eurer Bitte Nachdruck verleihen zu können.

Das Jobcenter lehnt Umzüge gerne mal ab, weil sie dann eventuell für die Kosten aufkommen müssen obwohl die jetzige Wohnung den Vorgaben an Größe und Preis entspricht, allerdings ist bei einem Umzug in eine anderes Bundesland ja sowieso ein anderes JC zuständig an welches dann ein neuer Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt werden muss.

Der Beste und einfachste Weg wäre aber in meinen Augen eine Arbeitsstelle für einen von Euch am neuen Wohnort. 

Wenn der Bruder nicht auf den Kopf gefallen ist, kann er über das Einwohnermeldeamt die Adresse in Erfahrung bringen, da vielleicht mal erkundigen wie man das umgehen kann.

Kommentar von NicoMichelle ,

danke für die antwort. aber die arbeit haben wir erst seit 3 wochen und mit ausbildungsübernahme. is ja auch doof.:/

Antwort
von Dea2010, 14

Durch den Umzug löst ihr das Problem nicht.

Besagter "Bruder" hat ein Auto und würde in absehbarer Zeit auch am neuen Wohnsitz auftauchen.

Geht datentechnisch auf Tauchstation!

Lasst den Eintrag im Telefonbuch löschen, dabei die Zusatzoption "auch bei Rückwärtssuche nicht anzeigen" nicht vergessen.

In sämtlichen Profilen (Fratzenbuch etc) als Wohnort nur "Planet Erde" eintragen, wenn eine Angabe erforderlich ist, ansonsten löschen.

Handys auf Nummernunterdrückung einstellen, Handynummern wechseln, Rufnummer im Festnetz wechseln, Mailadresse wechseln.

Generell zum Umzug mit JC:

Wenn die neue Wohnung nicht teurer ist als die alte und im selben JC-Bereich liegt, also angemessen ist, UND ihr Umzug, Kaution etc selber finanziert, genügt die lapidare Mitteilung der neuen Adresse und die Vorlage des neuen Mietvertrages in Kopie.

Tipp: Bei nur 20€ Aufstockung würde ich versuchen, Wohngeld zu beantragen anstelle von ALG2. WoG wird für 12 Monate statt für nur 6 Monate bewilligt, man muss nicht permanent antanzen und die geforderten unterlagen sind auch deutlich weniger.

Allerdings muss die Sozialversicherung sichergestellt sein...sonst rutscht man wegen der Krankenkassenbeiträge doch wieder in die Hilfsbedürftigkeit.

Kommentar von pino77 ,

Habe privat schön öfter von Fällen gehört, bei denen das JC den Umzug in eine günstigere Wohnung untersagt hat. Da hat nur geholfen trotzdem umziehen und dann beim neuen JC vorstellig werden. Kosten muss man dann natürlich alleine tragen.

Kommentar von Dea2010 ,

Das JC kann einen Umzug per se nicht verbieten, das widerspricht dem GG! Sehr wohl aber kann es erst mal jede Kostenzusage verweigern... da muss man dann den dornigen Weg von Widerspruch und Klage einschlagen.

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