Frage von GXleif, 108

Stimmen Vorurteile gegenueber Osteuropaeische Staaten ( Polen, Ukraine etc. )?

Der Europaeische Osten ist eine wachsende Wirtschaft, egal in welchem Bereich und ob ausserhalb der EU noch innerhalb, Ukraine, Polen, Rumaenien und Tschechien sind z.b sehr gute Beispiele fuer niedrige Arbeitslosenquoten die der Deutschlands Konkurrenz machen koennen. Zudem sinken diese Quoten immer weiter, egal ob eine Krise dazwischen kommt ( Donbass).

Soweit so gut, meine Frage ist nun: Ist das alles nur Show? Werden diesse Quoten alle gefaelscht und der Osten "deindustrialisiert" ( obwohl er eigentlich nie wirklich Industrialisiert wurde im Vergleich zu Westeuropa... ) Arbeitet der Grossteil der Menschen dort fuer uns als Putzfrauen oder im Call Center? Oder sieht es doch nicht so dramatisch dort aus und haben die meisten Leute dort ganz normale Jobs wie wir auch, sowie aehnliche Chancen auf einen guten Job?

Von Loehnen und sowas will ich garnichts wissen, mir ist klar das die dort niedriger sind. Zudem sind mir auch die Tasachen egal das sich Tschechien und Polen geographisch nicht in Osteuropa befinden, bevor irgend so n Klugsch...ser kommt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DobraVoda56, 35

In den osteuropäischen Ländern gibt es ein starkes Gefälle, die Unterschiede zwischen Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn auf der einen und z. B. Rumänien und Bulgarien auf der anderen Seite sind immens.

Beispiel Tschechien:

Die Arbeitlosigkeit ist ziemlich niedrig, die Industrie recht weit entwickelt, Tschechien steht wirtschaftlich keinesfalls schlecht da. Man muss natürlich auch erwähnen, dass die meisten Betriebe nicht mehr in tschechischen Händen sind. Manchmal wird Tschechien spöttisch als die "Montagehalle des Westens" bezeichnet. (Es wird zum Beispiel von vielen Tschechen kritisiert, dass Skoda an VW verkauft wurde. Sicherlich wäre es, patriotisch gesehen, besser, wenn Skoda tschechisch bliebe. Ob aber die Firma Skoda in dem Fall heute noch konkurenzfähig wäre, überhaupt noch existieren würde oder von der Konkurenz längst platt gemacht worden wäre, darüber kann man heute nur spekulieren)

"Oder sieht es doch nicht so dramatisch dort aus und haben die meisten
Leute dort ganz normale Jobs wie wir auch, sowie aehnliche Chancen auf
einen guten Job?"

Es sieht nicht so dramatisch aus. So viel anders als in Deutschland lebt man da gar nicht, abgesehen natürlich von der geringeren Kaufkraft der meisten.

Das Studium ist nach wie vor gebührenfrei, es gibt in Tschechien viele sehr gut ausgebildete Fachkräfte und Wissenschaftler. Aber leider verlassen nicht wenige das Land (Ärzte, Krankenschwestern, Informatiker und viele andere), weil sie im Ausland viel mehr verdienen

Antwort
von JBEZorg, 27

Du scheisst alles auf einen Haufen: Politik, Propaganda und dem Kontext entrissene Wirtschaftsdaten.

Alles was du schreibst ist gelinde gesagt Unfug.

Der Europaeische Osten ist eine wachsende Wirtschaft

Einfach nur Unfug. Der europäische Osten ist auch Ukraine, Baltische Staaten usw.

Ukraine, Polen, Rumaenien und Tschechien sind z.b sehr gute Beispiele fuer niedrige Arbeitslosenquoten die der Deutschlands Konkurrenz machen koennen. 

Und waswllst du mit den Arbeitslosenquoten? Wenn in Deutschland 100 Leute Fabrikarbeter und 100 Büroangestellte  und in Polen 200 Ernthelfer, dann sind sie alle nicht arbeitslos. Und? Ukraine? Ernsthaft? Nicht in diesem Universum.

Zudem sinken diese Quoten immer weiter, egal ob eine Krise dazwischen kommt ( Donbass).

Lach, gerade im Donbass gibt es Vollbeschäftigung.

Werden diesse Quoten alle gefaelscht

Natürlich, in jedem Land aus anderen Gründen und anders. Frage mal die Deutschland-Experten und sie erzählen dir wie es in Deutschland gemacht wird über die Behörden und (Wirtschafts-)Politik.

und der Osten "deindustrialisiert"

Er ist schon lange deindustrialisiert. Nun wird von der Propagandajede Errungenscaft als grosser Sprung nach vorn verkauft obwohl man eigtl. nie hätte zerstören sollen um jetzt weniger aufbauen zu müssen.

obwohl er eigentlich nie wirklich Industrialisiert wurde im Vergleich zu Westeuropa..

Wer hat denn dieses Märchen verzapft? Der Osten Europas hat sehr viel eigene Industrie gehabt. Im Ostblock galt nicht die amerikanische Politik der Deindustrialisierung der Kolonien(mit Ausnahme der priviligierten und daher streng politisch kontrollierten Kolonien). Ostblockländer haten alle eine recht entwickelte Industrie. Frage hier die ex-DDR-Bürger. Sie werden dir viel erzählen können darüber was die kleine DDR alles hergestellt hat.

Arbeitet der Grossteil der Menschen dort fuer uns als Putzfrauen oder im Call Center?

Das sind diffuse Beispiele. Putzfrauen müssen etwas zu putzen haben. Call-Center ist ein moderner Geschäftszweig, der per Definition sich dort ansiedelt wo man den Leuten am wenigsten bezahlen muss. Aber es ist ein besoderes Geschäft und kein Indikator für die Wirtschaft. Die Frage ist viel eher in unserer Zeit über elche Technologien eine Volkswirtschaft verfügt und welche reelen Güter sie herstellt. Damit sieht es im Osten schlecht aus.

Und auch wieder jedes Land ist anders. Polen lebt nur euf EU-Pump. Es werden Abermilliarden in Polen gepumpt von Deutschland um daraus eine Vorzeigekolonie zu machen so wie Deutschland eine für die USA war. Polen ist in der EU-Nettoempfänger von etwa 15 Milliarden Euro jährlch. Das ist EU-Spitze. Im Verglech dazu Rumänien aus deiner Liste kriegt 4,5. Hängt aber auch an der EU-Pumpe.

Da hast du deine Politik, Propaganda und echte Wirtschaft. Der "Wohlstand" Polens würde schnell verblassen wenn die EU-Gelder plötzlich nicht fliessen.

Und das Land 404-Ukraine kannst du damit garnicht vergleichen. Sie haben ihren Wachstum unter dem Präsidenten gehabt, den vom Westen bezahlte Putschisten wegrevolutioniert haben. Jetzt stürzen sie ab.

Und selbst im relativ "reichen" Polen sieht es nur an Paar Ecken und Enden gut aus. Auf dem Lande sind die Aussischten eher trist nachwievor. Unter anderem weil Polen sich den EU-Richtlinien unterwerfen muss und deindutrialisiert wurde.

Kommentar von GXleif ,

Du bist so oder so immer gegen alles was der westen macht, die neue Regierung der Ukraine wurde demokratisch gewählt und stürtzt bei weitem nicht ab sondern stagniert eher, ab und zu mal wächst sie wieder.

Kommentar von JBEZorg ,

Du bist so oder so immer gegen alles was der westen macht,

Ich bin gegen meine Feinde. Feinde von mir persönlich. 

Captain Obvious.

Regierung der Ukraine wurde demokratisch gewählt

Ja sicher doch ist alles demokratisch wenn man de Hälfte der Leute von der Opposition  einfach tötet, drangsaliert und wegsperrt und ein grosser Teil des Landes nicht wählt. Glaubst du diesen Mist?

und stürtzt bei weitem nicht ab sondern stagniert eher, ab und zu mal wächst sie wieder.

Gehe zu einer x-beliebigen Quelle von Wirtschaftsdaten und überzeuge dich von der Irrwitzigkeit deiner Behauptung.

Antwort
von voayager, 35

Der Beitritt zur EU hat den meisten Menschen der osteuropäischen Staaten keinen nutzen gebracht, ja ein Teil der Leute ist dadurch ärmer als zuvor geworden. Naturzerstörungen kommen noch hinzu, da das Kleinbauertum von der EU verdrängt wird.


Kommentar von GXleif ,

Hast du dafuer irgendwelche Belege? Ich habe naemlich nur Belege das vor dem EU- Beitritt die Menschen dort komplett pleite waren und die EU es ein bisschen besser gerueckt hat.

Kommentar von voayager ,

Hier mal ein indirekter Beweis. Es leben hier in Deutschland, sicherlich auch in Österreich usw. zahlreiche Bulgaren und Rumänen, die gar obdachlso sind. Die wollen aber lieber hier in Deutschland oder anderen EU-Staaten mit einem gewissen Standard bleiben, als zurück in ihre Heimat, wo offensichtlich das elend noch größer ist als hier die Obdachlosigkeit. Aus einem solchen Umstand heraus, kann man dann schon eine Ableitung vornehmen.

Kommentar von Gugu77 ,

Für Polen gilt das nicht uneeingeschränkt. Es werden sehr viele EU- Subventionen genutzt. Nahezu jede neu gebaute Strasse und Wasseranlage  ist EU- finanziert. Von 2007 bis 2013 sind 70 Milliarden nach Polen von Brüssel gegangen. Das SAPARD- Programm hat nicht unwesentliche Vorteile für die poln. Landwirtschaft zur Folge gehabt. Ein von Dir erwähnter Nachteil ist  sicherlich der schnelle Anstieg der Presie bei gleichzeitiger Stagnation der Löhne und die Abwanderung der Fachkräfte.

Kommentar von voayager ,

Allzu vorteilhaft kann der EU-Beitritt für Polen ja doch nicht gewesen sein, denn warum sonst sind so viele Polen nach Deutschland migriert und die Zuwanderung hält noch immer an, also klemmt es doch dort im Land.

Kommentar von GXleif ,

Im gegenzug dazu wandern auch viele Deutsche die in z.b der Uckermark leben nach Polen aus!

Zudem sind hier die Löhne noch höher als in Polen obwohl diese dort stetig steigen.

Kommentar von voayager ,

Nun nimmst du mit der Uckermark das Aemenhaus Deutschlands, das ist nicht repräsentativ für das gesamte Land. Dann isses auch so, dass die umgekehrten Migrationen sehr viel geringer sind als umgekehrt. Bei Polen fällt mir zudem ein, dass seit dem EU-Beitritt immer mehr Natur zu Grunde geht.

Kommentar von Gugu77 ,

Voyager: Ich habe eine anderes Fazit gezogen.

Die Abwanderung ist aktuelll tatsächlich bildungsschicht- und regionalabhängig. Viele Polen sind noch vor dem EU-Beitritt ausgewandert. Diejenigen, die aktuell kommen, sind eher diejenigen aus den schwach ausgebildeten Gebieten mit niedrigem Bildungsstatus.  Es ist aber auch festzustellen, dass diese Migrationswelle eine temporäre Auswänderung ist in die 24- Stunden Pflege oder Bauwesen. Die Familie bleibt zu Hause, das Kindergeld und der Lohn werden nach Hause geschickt. Ein Unterschied zu den Aussiedlern der 90er Jahre.

Es ist aber  auch wahr, dass  auch Akademiker in PL.je nach Branche schlechte vertragliche Bedingungen vorfinden (friss oder stirb auf Honorarbasis, schlechte soziale Absicherung.). Sie erhoffen sich hier oder in GB (wohl nicht mehr lange bessere Chancen.

Meines  Erachtens nach, ist der Beitritt der EU dennoch v.a. hinsichtlich der Entwicklund der Infrastruktur voteillhaft gewesen. Dazu gibt es auch Zahlen. Subjektiv ist es auch an einer Stadt wie Warschau zu bemerken.

Ich möchte diesen Kommentar nun wirklich nicht noch mehr ausweiten. Entschuldige, dass ich keine Quellenbelege genannt habe. Es würde ausarten.

Im Übrigen muss man aber beobachten, wie Polens Wirtschaft auf die politischern Änderungen nach dem Antritt der neuen Regierung reagiert...

Gruß, Gugu

Kommentar von voayager ,

und was iss mit all den Frauen, die auf den Strich gehen, aus Polen kommend? Darunter allerlei Akademikerinnen, die sich so ihr Dasein in Deutschland fristen müssen, um einen gewissen Lebensstandard zu halten. du wirst mir doch nicht erklären wollen, dass das segensreich sei, oder etwa doch?

Antwort
von Shae69, 39

Du kannst auf jeden Fall mal davon ausgehen, dass in jeder Statistik etc. gemogelt wird, yep.

Kommentar von OlliBjoern ,

Und was ist der Grund, dass man "in jedem Fall" mal davon ausgehen sollte, dass in "jeder" Statistik etwas gefälscht sein sollte?

Ist es mehr als der Drang, eine einfache Patentlösung anzubieten?

Antwort
von vitus64, 39

Wie kommst du darauf, dass die Statistiken gefälscht sind?

Bei unterentwickelten Volkswirtschaften (nach Ende des Ostblocks) ist natürlich ein großes Entwicklungspotential da.

Völlig normal.

Antwort
von ThommyGunn, 27

Ich denke man kann die aufgeführten Länder nicht vergleichen, die Ukraine ist ein Bürgerkriegsland, Tschechien würde ich als technologisch fortschrittlicheres Land als Spanien oder Portugal einschätzen, etwa auf Augenhöhe mit Österreich, Polen auch eher in dieser Tendenz, Rumänien eher wieder als rückschrittliches Agrarland vll. vergleichbar mit Griechenland.

Kommentar von GXleif ,

Beste Antwort bisher, die Ukraine ist trotzdem kein Buergerkriegsland, es gibt nur im Osten der Ukraine einen Stellvertreterkrieg ;) ( den aber beide Seiten verschweigen )

Antwort
von WirWeinen, 16

Oststaaten werden nie das Niveau von Deutschland oder Frankreich erreichen. Die Ost-Staaten haben eine niedrige Arbeitslosenquote weil sehr viele (Billig)-Arbeitnehmer nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kommen um zu arbeiten.

Auch wenn sie nicht arbeiten sind sie bei uns angemeldet und bekommen Arbeitslosengeld von uns!Leben tun sie natürlich in ihrer Heimat!

Das führt bei uns leider zu einem Lohndumping in Deutschland!

Es mag sein, dass Ost-Europa auch EU ist, aber kein Großkonzern investiert gerne in Rumänien bzw Polen. Da man nie weiß was mit denen passiert. Maximal Slowakei, Ungarn oder Tschechien!

Polen und Ungarn sind dabei sich von den europäischen Grundwerten zu entfernen. Das Gericht wurde in Polen schon von den Rechten entmachtet!

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