Frage von andre123, 44

Stimmen eigentlich folgende Aussagen zum Motorbau also ich meine vom grundlegenden Prinzip her. Mir ist klar, daß man einige bauartbedingte Nachteile mit ?

diversen technischen Kniffen überspielen kann. Ich meine die Aussagen daher vom Grundprinzip der Konstruktion her gesehen. Dazu noch ein paar andere Fragen

  1. ein langhubiger Motor ist elastischer, ein kurzhubiger dafür drehfreudiger (Vorausgesetzt immer gleicher Hubraum, gleiche PS Zahl)

  2. ein langhubiger Motor ist auch langlebiger, verträgt aber keine hohen Dauergeschwindigkeiten/ hohe Drehzahlen

3 ein langhubiger Motor hat einen gleichmäßigeren Drehmomentverlauf

  1. Sind Stirnräder als Ventilsteuerung haltbarer als Riemen oder Ketten

5 Warum werden sie nicht mehr verwendet

6 Droht bei einem Defekt ebenfalls ein kapitaler Motorschaden

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 21

1. Ja. Grund: bei einem langhubigen Motor wird mehr "Volumen" bezogen auf die Kolbenfläche verbrannt. Das bringt Drehmoment von unten raus.
Dafür kann der Kurzhuber höher drehen, weil die Kolbengeschwindigkeit bei gleicher Drehzahl deutlich niedriger ist. Daher sind Rennmotoren grundsätzlich Kurzhuber. Außerdem hat man beim Kurzhuber mehr Fläche im Zylinderkopf für mehr oder größere Ventile, was ebenfalls die Leistung steigert.

2. Das stimmt nicht. Es gibt kein konstruktives Prinzip, dass bei gleichem Materialaufwand der Langhuber länger hält. Wenn der länger hält, ist das konstruktiv so vorgesehen, weil die Kunden das erwarten. Dafür sind die dann aber auch schwerer. Wenn man das selbe Leistungsgewicht und die selbe mittlere Kolbengeschwindigkeit hat, tut sich das mit der Lebensdauer nicht viel. In der Regel kann man Kurzhuber sogar etwas leichter bauen als Langhuber.

3. Das stimmt. Der Langhuber hat schon untenrum relativ viel Moment, während der Kurzhuber schwach anfängt, dann aber extrem steil ansteigt.

4. Stirnräder sind das haltbarste, was es gibt, die gehen praktisch nie kaputt.

5. Die sind einfach zu teuer und zu schwer.

6. Da gibt es keinen Defekt. 

Kommentar von Hamburger02 ,

Danke fürn Stern.

Antwort
von Papassohnnemann, 17

Ein lang oder kurzhuber kann man so eigentlich nicht vergleichen. Bei prinzipiell gleich aufgebauten Motorren wird der langhuber weniger Leistung haben weil die Kolbenfläche kleiner ist. Auch kann man so nicht die Kolben Geschwindigkeit der beiden bauformen vergleichen da ein langhuber eher mit niedrigen Drehzahlen arbeitet. Wenn dann hat ein langhuber bei gleicher Drehzahl eine höhere Kolben Geschwindigkeit da der Kolben in gleicher Zeit eine längere Strecke zurück legen muss.

Stirnräder machen geräusche haben spiel und sind teuer. Es wurde auch von Stirnrädern abgegangenen weil moderne Motoren oben liegende Nockenwellen haben und die Umsetzung mehr als ein Zahnradpaar bedarf, allein wegen der Entfernung und des Zahnräder spiels.

Bei einem defekt wer der schaden gleich wie bei anderen Nockenwellen Antriebe.

Antwort
von checkpointarea, 13

Langhubern sagt man nach, dass diese aufgrund der besseren Hebelwirkung ein besseres Drehmoment untenherum haben. Ich halte dies aber für nicht zu Ende gedact, denn: Ein Kurzhuber, der den gleichen Hubraum hat, hat zwar kürzere Kurbelwangen (und somit eine schlechtere Hebelwirkung), dafür jedoch mehr Kolbenfläche, auf denen der Druck im Brennraum wirken kann. Wahrscheinlich gibt es am Ende keinen Sieger. Ich bevorzuge Kurzhuber, weil diese sehr drehfreudig sind. Außerdem sind Kurzhuber drehzahlfester, haben tendenziell weniger Vibrationen und man kann sie im Hochlastbereich weniger fett abstimmen. Mein BMW M52 - Motor ist ein Kurzhuber (75 mm Hub bei 84 mm Bohrung), er hat 2,5 Liter Hubraum, welche sich auf 6 Zylinder verteilen, und verbraucht im Schnitt bei sehr sparsamer Fahrweise (Autobahn max. 120 km/h, relativ wenig Stadt und Kaltstarts) im Sommer gerade mal nachgerechnete 7,5 Liter E10 auf 100 km - in einem 1,6 - Tonnen - Fahrzeug. Das ist für einen konstruktiv 22 Jahre alten Motor ein sehr guter Wert. Bei alledem ist er enorm drehfreudig und wahnsinnig laufruhig.

Antwort
von AlderMoo, 20

1. Ja

2. Ja (Geringere Ko9lbengeschwindigkeit)

3. Ja (Kraftentfaltung in einem geringeren Drehzahlband)

1. Nein.

5. Wegen des Verschleißes, durch den sich die Steuerzeiten verändern.

6. Kein Unterschied zu anderen Nockenwellenantrieben.

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