Frage von DFGG98, 7

Stilpluralität nach dem Barock?

Ich frage mich das schon seit längerem und bin nie auf eine schlüssige Idee gekommen, geschweige denn etwas im Internet gefunden. Mir fiel auf, dass es bis zum Barock, vielleicht sogar bis zum Klassizismus immer eine dominierende Stilrichtung gab, deren Gebäude sich in den meisten Gestaltungselementen sehr ähnelten. Nun ist es ja so, dass durch den Historismus eine große Rückbesinnung stattgefunden hat und danach plötzlich eine regelrechte Explosion der verschiedenen Architekturstile auftrat. Kann man heute noch von dem EINEN Architekturstil sprechen und gibt es Gründe, warum sich das so entwickelt hat?

Antwort
von wikingbulwai, 7

Die Entwicklung einer jeweiligen Epoche hang meistens von den technischen Vorraussetzungen sowie den gesellschaftlichen, religiösen und auch kulturellen Sehnsuchten/Erfordernissen ab. Mit dem Zeitalter der Industriealisierung haben wir einerseits vom technischen her einen Riesen Sprung gemacht, aber auch die Prozesse und technischen Entwicklungen verläuft in der Moderne immer schneller. Während damals Stile Jahrhunderte anhielten, verlaufen die Entwicklungen und Sprünge heute immer schneller. Der Informationsaustausch durch das Internet verläuft nahezu im Sekundentakt. Die Globalisierung, der Austausch mit anderen Kontinenten und vieles mehr haben gleichzeitig viele Stile ineinander zusammenfließen lassen. Oftmals wird heute auch von der Induvidualität, jeder will sich selbst verwirklichen/anders sein gesprochen und meist oder vor allem in seinem Eigenheim spiegelt sich das dann auch wieder.

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