Frage von Hoertyyy, 67

Stiefvater und Friede im Haus?

Vorerst: meine alleinerziehende Mutter und ich waren früher sehr arm(und damit mein ich WIRKLICH arm). Wir mussten jeden Cent spaaren, damit wir so über die Runden kommen konnten, da meine Mutter nicht sehr gut verdiente. Sie lernte dann mal so einen Kerl kennen, der ein Haus hatte, in der Bank arbeitete und doch nen Batzen Geld. Meine Mutter hat ihn geheiratet und wir sind bei ihm eingezogen.

Das einzige Problem: Er ist ein ziemliches Aschlch. Das einzige was für ihn wichtig ist, ist die Arbeit, Kumpel und seine Zirhe(keine Ahnung wie man das schreibt aber ich denke ihr wisst was ich meine). Er kommt jeden Tag um 17 Uhr nach Hause und sein kleiner Sohn (4) erwartet ihn immer sehnlich. Doch was macht er? Er sitzt sich hin und spielt einfach auf seiner Zirhe und schenkt ihm kein Stück Zuneigung. Er ist meines Erachtens ein sehr herzoser, humorooser und rücksichtsoser Mensch. Mindestens 3 Tage die Woche MUSS er zum gegenüberliegenden Wirt gehen und sich mit "Kumpels" treffen(Er lädt oft Freunde ein, aber wenn ein paar Freundinen meiner Mutter kommen und er seinen Sohn ins Bett bringen muss stellt/regt er sich immer sosehr an/auf, dass sie sich aufregen muss und es selber macht) oder das neue Fußballspiel sehen. Dabei wieder keine Rücksicht auf seinen Sohn, der abends 30 min. im Bett liegt und heult und wirklich bemitleidenswert ist, da die richtige Vaterfigur einfach fehlt. Vielleicht liegt es daran, dass es mein Stiefvater ist, dass ich nur negatives an ihm finde, doch ich finde echt, dass er nicht so ein "normaler Stiefvater" ist sondern ein richtiger Asch. Und wenn er denn mal Humor zeigt oder die geringsten Anzeichen von Gefühlen, sind diese nicht echt, sonder nur gestellt, aus welchen Gründen auch immer(ich kann sowas wie Gefühle oä. an Menschen eigentlich sehr gut erkennen, ob die echt sind oder nur "gestellt"). Immer wenn ich ihm helfen soll, lässt er mich alles machen, damit man nicht sieht wie fal er auserhalb der Arbeit ist, geht er ums Haus herum und tut so als würde er aufräumen, obwohl da kein Teil liegt, weils Mutti schon aufgeräumt hat. Ich hasse ihn sehr, was an seiner Art liegt und daran, dass er mich aus dem schönen Bauerndorf geholt hat in dem ich eine doch sehr schöne Kindheit hatte. Und was bietet er dafür? Ablhnung, Egoi*mus, 0 Geduld,Streit ohne Ende(mit meiner Mutter streitet er auch oft, da er im Haushalt kein Stück mithilft und jedes mal jammert: "ich will doch auch mal meine Ruhe". Oder wenn er sich mal um meine Bruder kümmern muss, da meine Mutter nicht zurechtkommt und ich ihr auch nicht genug helfen kann). Ich bin immer gemein zu ihm und verwende so Sachen wie: "keine Zeit für Familie; nur Sauferei und Fußball" gegen ihn an in einem Konflikt. Meine Mutter meint immer wir sollen aufhören und manachmal weint sie dann und ist total fertig weil wir uns soch schlecht verstehen.

Ich würde gerne wissen, meiner Mutter zuliebe, wie ich es schaffe mit ihm zurechtzukommen, ohne das ich ihm gleich eine reinha*en will.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 2dave, 24

Kann das erstmal gut verstehen. Hab auch einen Stiefvater und hatte auch enorme Probleme mit ihm. Das ist aber relativ normal und ist meistens so. Man sieht Stiefeltern meistens negativ.

Ich glaube, das beste was Du tun kannst, ist versuchen, gut mit ihm auszukommen.
Ich weiß nicht, wie alt Du bist, vermute aber mal, dass Du noch nicht so bald die Möglichkeit hast, auszuziehen.
Also hast Du erstmal keine Wahl. Es ist nicht Deine Aufgabe, dafür zu Sorgen, dass Deine Mutter eine gute Beziehung hat. Die Verantwortung trägt sie alleine - und nicht Du.

Von daher, so albern das klingt: Versuch ihn positiv zu sehen und nicht alles an ihm zu kritisieren. Das sollst Du nicht machen, weil er so ein toller Kerl ist, sondern einfach weil das Dir (und Deiner Mom) das Leben erheblich leichter macht.

Deine Mutter hat ihn nunmal geheiratet und daran wirst Du nichts ändern können. Wenn Du gegen ihn kämpfst wird alles nur komplizierter und wir Deiner Mutter sehr weh tun.

Und ich weiß aus eigener Erfahrung... Im Nachherein war bei mir alles nicht soooo schlimm, wie sich das damals angefühlt hat. Meine Wahrnehmung war als Teenager da schon manchmal ziemlich verzerrt und ich bin heute dankbar für meinen Stiefvater (obwohl mein leiblicher Vater natürlich immer noch der beste ist, den es gibt ;-)

Antwort
von pingu72, 26

Wegen dir wird er sich nicht ändern. Rede mit deiner Mutter. Erkläre ihr ruhig und sachlich (nicht böse oder herablassend!) was dich stört, dass es dich verletzt wie er mit euch umgeht usw. Wenn sie nichts dagegen tut kannst du leider nichts machen...

Antwort
von FragendeWien, 24

Hm, so wie du ihn schilderst, ist er dir zu Recht unsympathisch und kein allzu toller Vater ist er offensichtlich auch. Du musst ihn nicht leiden können, sieh ihn als Partner deiner Mutter, die Titulierung Stiefvater muss ja nicht sein. Was gibt es Positives, seitdem der in eurem Leben ist, ist es finanzielle Sicherheit und dass ihr euch nun mehr leisten könnt? Dann nimm das als positiven Aspekt. Deine Mutter steht vor der Entscheidung, ob sie stattdessen lieber wieder allein leben würde und damit wieder finanzielle Not in Kauf nimmt oder aber einen anderen Partner findet, der besser als Familienvater und Partner taugt. Sollte deine Mutter aber ihn und keinen anderen wollen... dann wirst du ihn wohl leider ertragen müssen, bis du ausziehen kannst. Und bis dahin ist durch ihn zumindest mehr Geld verfügbar, immerhin etwas.

Kommentar von Hoertyyy ,

Ich gebe dir vollkommen recht! Doch gibt es nicht auch Kerle die finanziell Versichert sind UND nett sind?

Antwort
von kokomi, 36

indem du ihn in ruhe lässt, du bist nicht in der position ihn zu ändern oder ihm vorhaltungen zu machen!

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