Frage von Chris19921, 83

Stiefvater seit 4 Monaten im Krankenhaus, nun plötzliche Verlegung?

Huhu, mein Stiefvater hatte im Dezember einen Herzinfarkt und wurde in ein Krankenhaus ca. 50KM vom Wohnort gebracht. Dort wurde zudem Darmkrebs und "irgendwas" mit der Lunge diagnostiziert, wenn nich sogar auch Lungenkrebs. Er wurde mehrmals operiert und lag dann knappe 6 Wochen im Koma weil er auf dem OP Tisch erneut Herzversagen hatte. Ihm wurde ein künstlicher Darmausgang gelegt und zwischendurch wurde er mit einem schlauch durch den Hals künstlich beatmet. Ständig gab es Probleme weil die wunden geeitert haben. Nun geht es ihm den UMSTÄNDEN entsprechend wieder "gut". Seine Nieren hingegen versagen ständig. Nun soll er in eine "Geriatrie" verlegt werden, die auch noch viel weiter entfernt vom aktuellen Ort ist. (kommen nochmal ca. 30KM drauf) da eine Verlegung in die Heimat nicht absehbar ist / die keinen Platz haben.

Nun ist das problem, das er eigentlich nur noch meine Mutter und die "Enkelkinder" hat, die auch 2-3x die Woche mit der Bahn insgesamt knapp 4 Stunden pro Besuch unterwegs ist. Wenn er nun verlegt wird, ist es nicht nur doppelt so teuer für sie, sondern sie braucht dann alleine 4 Stunden reine Fahrtzeit. Natürlich soll er die best mögliche Behandlung bekommen, und die Ärzte sollten wissen was das beste ist, allerdings habe selbst ich meine totalen bedenken das es schon der richtige Zeitpunkt dafür ist. Er ist gerade mal seit Zwei Wochen aus dem langen Koma und hat alles noch nicht wirklich verarbeitet. Von seinen Nieren mal ganz zu schweigen. Ich bezweifle das er das in seiner jetzigen Verfassung übersteht und besonders nicht wenn dann meine Mutter kaum noch zu besuch kommen kann. Weil das Finanziell (wären 40€ pro Besuch) und Zeitlich zu viel des guten wäre.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Kann man auf eine Verlegung Heimatnah bestehen ? Er soll schon Montag verlegt werden ohne absprachen mit meiner Mutter (die Gerichtlich als, mir fällt das richtige Wort nicht ein, Vormund entschieden wurde) ... Seine Krankenkasse sagte nur "Dann ist das halt so" - also auch nicht wirklich Hilfreich.

Danke schon mal für eure Antworten!

Antwort
von user8787, 47

Eine schwierige Situation, weil die Versicherungen sind auch stets darauf aus kostengünstig zu wirtschaften. Leider auch oft auf Kosten der Patienten. Bietet ein anderes Haus eine günstigere Versorung an wird das vorgezogen.  Schrecklich, leider aber heute üblich. 

Das KH in dem dein Stiefvater mom. noch liegt hat doch sicher einen sozialen Dienst. Versucht Kontakt aufzunehmen, evtl. kann man euch unterstützen. 

Deine Mutter hat die Vorsorgevollmacht, sie sollte ein Gespräch suchen. 

Alles Gute euch. 

Antwort
von Elfi96, 42

Man kann es versuchen, aber ob die Krankenkasse mitspielt,  steht auf einem anderen Blatt Papier.

Mein Pa (75) lag im Dezember auch im KH. Das lag 15km vom Heimatort entfernt. Meistens fuhr mein Bruder (der im gleichen Ort wohnt) meine  Ma zum KH. Mein Pa wurde dann verlegt, Fahrtzeit eine Stunde. War auch was mit den Nieren, aber brauchte keine OP. Einmal pro Woche fuhr ich 1,25h  zu meiner Ma, fuhr dann zum KH, brachte meine  Ma nach dem Besuch  wieder zurück und fuhr selbst wieder nach Haus. In der Zeit  hatte meine  Ma meinen Pa dann nur alle 2 Tage besucht.

Hat dein Stiefpa nur die Enkel und dich?  Könnt ihr nicht auch abwechselnd die Fahrt zum KH machen? LG und deinem Stiefpa eine gute Besserung 

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