Frage von Hanso112, 114

Steurliche Frage?

Hallo, unswar habe ich eine Frage wenn man jetzt ein Kleingewerbe angemeldet hat wo man keine Steuern zahlen muss weil man nichr so viel verdient. Aber nun teure Sacen für seine "Firma " kauft kann man das steurlich absetzen und Geld bekommen obwohl man keine Steuern zahlt ?

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Antwort
von PatrickLassan, 54

Aber nun teure Sachen für seine "Firma " kauft kann man das steurlich
absetzen

Das sind dann Betriebsausgaben.

und Geld bekommen obwohl man keine Steuern zahlt ?

Nein.

Antwort
von Hardware02, 25

Du musst hier zwei Sachen unterscheiden. Und zwar die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer.

Jemand mit einem "richtigen" Gewerbe verlangt auf seine Leistungen Umsatzsteuer. Umgekehrt kann er auch selber die "Vorsteuer" abziehen. Das bedeutet: Wenn er etwas für das Gewerbe kauft, z.B. einen Laptop, dann zahlt er dafür keine Umsatzsteuer. Und das macht bei einem Umsatzsteuersatz von 19% schon einen Unterschied. 

Aber dieser Kleingewerbetreibende verlangt selber keine Umsatzsteuer und darf im Gegenzug auch keine Vorsteuer abziehen. Er zahlt also für den Laptop den normalen Verkaufspreis inkl. Umsatzsteuer. 

Von der Einkommenssteuer darf er diesen Laptop aber selbstverständlich absetzen. (Und zwar muss er ihn neuerdings über fünf Jahre abschreiben - früher über drei Jahre - aber das nur am Rande). 

Er bekommt aber nicht das Geld "wieder". Wenn man etwas von der Steuer absetzt, ist es so, als hätte man in diesem Jahr um so viel weniger verdient. 

Beispiel: Der Kleingewerbetreibende verdient pro Jahr EUR 15.000,-. Jetzt kauft er einen Laptop für EUR 500,-. Diesen Laptop muss er über fünf Jahre abschreiben. Und zwar kauft er den Laptop im Juli 2016.

Also schreibt er ihn nach Monaten ab: 2016 ein Zehntel des Kaufpreises, 2017 bis 2020 jeweils ein Fünftel des Kaufpreises, und 2021 noch einmal ein Zehntel, dann ist der Laptop abgeschrieben. 

Ein Zehntel des Kaufpreises, das sind EUR 50,-. Es ist nun also so, als hätte er 2016 nur noch EUR 14.450,- verdient. Und so funktioniert das auch mit allen anderen Sachen, die man von der Steuer absetzen kann. Das wäre z.B. ein Firmenwagen (falls vorhanden) oder, ganz wichtig (da teuer) die eigene Krankenversicherung.

Tipp: Kauf dir mal das Buch "1000 ganz legale Steuertricks", und zwar das rote (es gibt auch noch ein gelbes). Ich glaube, das wäre hilfreich für dich.

Antwort
von Deepdiver, 66

Kleingewerbetreibende, deren Jahresumsatz (= Summe der umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen) 17.500 Euro pro Jahr nicht übersteigt,
gelten als Kleinunternehmer. Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder andere Unternehmenssteuern müssen sie nicht zahlen. Auf ihre „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“
zahlen sie gemäß § 15 EStG Einkommensteuer. Grundlage ist die jährliche (private) Einkommensteuererklärung, wie sie
auch von Arbeitnehmern eingereicht wird.

http://www.kleingewerbe.de/steuerpflichten.htm

Somit zahlt er auch Steuern auf sein normales Einkommen, wenn vorhanden. Außerdem der Gewinn aus dem Kleingewerbe wird versteuert.

Dadurch kann er auch die Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

Kommentar von Hanso112 ,

Hay,

heißt das ich muss  trotzdem Steuern zahlen obwohl ich ein Kleingewerbe habe ?

Gehen wir davon aus man hat monatlich ein gewinn von 100 euro muss man das versteuen?

Kommentar von Deepdiver ,
Kommentar von PatrickLassan ,

Gehen wir davon aus man hat monatlich ein gewinn von 100 euro muss man das versteuen?

Von 100 € im Monat kann man nicht leben, es muss also noch andere Einkünfte geben. Sofern diese steuerpflichtig sind und sofern das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag von derzeit 8652 € jährlich übersteigt, wird Einkommmensteuer fällig.

PS: Ein 'Kleingewerbe' gibt es übrigens nicht, man kann nur ein Gewerbe anmelden.

Kommentar von Bitterkraut ,

Wenn du 100 Euro Gewinn machst, muß du darauf allein keine Steuern zahlen, Aber die 100 Euro werden deinem sonstigen Einkommen zugeschlagen. Und du mußt das Einkommen jährlich beim Finanzamt erklären.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Auch "normale" Gewerbetreibende, die keine "Klein"gewerbetreibende (was immer das sein soll) sind, können Kleinunternehmer sein!!!

Antwort
von kevin1905, 34

Kleingewerbe gibt es nicht, also meldet man keine an.

Du meinst den Kleinunternehmer nach § 19 UStG?

Kleinunternehmer sind nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, können also die beim Wareneinkauf ausgelegte Umsatzsteuer nicht erstattet bekommen und dürfen selbst keine Umsatzsteuer ausweisen.

Einen Einfluss aus die Absetzbarkeit von Betriebsausgaben hat das aber nicht (§ 4 Abs. 4 EStG).

Antwort
von Bitterkraut, 13

Nein, da bkommst du kein Geld zurück. Von wemauch? Von den anderen Steuerzahlern?

Von der Steuer absetzen bedeutet, daß die Anschaffung dein Einkommen mindert und daß du somit weniger Einkommensteuer zahlst. Liegt dein Einkommen unter der Besteuerungsgrenze (und das hat gar nix mit Kleingewerbe zu tun, weil es sowas wie Kleingewerbe gar nicht gibt), kannst du auch nix mindern. Du zahlst ja dann so oder so keine Steuern.

Kleingewrbe gibt es nicht, es gibt nur die Kleinunternehmerregelung, die du mit dem Finanzamt vereinbaren mußt (das Gewerbeamt aht damit nix zu tun), dann bist du bis zu einem gewissen Jahresumsatz umsatzsteuerbefreit. Das macht aber nicht immer Sinn, weil du dann auch nicht vorsteuerabzugsberechtig bist.

Bitte wende dich an einen Steuerberater und laß dich mal schlau machen, offenbar weißt du nix über Gewerbe und Steuern.

Antwort
von sr710815, 24

Also da bringst Du wohl Einiges durcheinander. Es gibt einen Kleinunternehmerstatus nach § 19,1 USTG bis 17.500 € /p.a.

Aus Eingangsrechnungen darfst Du demnach keine "Vorsteuern" ziehen. Schreibst dann "umsatzsteuerbefreit nach § 19,1 USTG Kleinunternehmer

Natürlich muß man eine EÜR machen & Gewinne auch versteuern

Kosten gibt es natürlich trotzdem.

Hast Du Umsatzerlöse, buchst Du dann Kasse 1000 an UE 8401 -. 100 €

Kosten der Klasse 0,3,4 an Bank z. B. 0490 sonst Inventar an Bank 1200 50 € für Anschaffungen etc.

Somit enfallen wie Vor-UST Konten.

In der Buchhaltung extrahiert man dann mit Programmen dann die Differenz, eine EÜR wird erstellt, & daraus resultieren dann Gewinn oder Verlust

Schaffst Du das nicht, am besten einen Steuerberater zu Rate ziehen

Antwort
von SirKermit, 43

Das Thema "Von der Steuer absetzen" ist ja wohl der Verständnisproblem-Dauerbrenner. Viele unbedarfte Menschen scheinen immer noch zu glauben, dass absetzen "Geld vom Staat zurück" heißt und "zahlt ja doch die Firma" bedeutet *grusel* Oder eine Kombination davon, jedenfalls höre ich das in der Form gelegentlich: "du bist Unternehmer und kannst ja alles absetzen". So nach dem Motto: du darfst was kaufen, bekommst das Geld aber vom Staat geschenkt. Die Big Player nehme ich mal bewusst raus aus meiner Betrachtung, das ist eine andere Baustelle.

Machst du Gewinne, zahlst du Steuern, machst du weniger Gewinn, zahlst du weniger Steuern. Pauschal und grob, aber zunächst sollte das reichen. "Absetzen", besser gesagt "Absetzung für Abnutzung" heißt nur, dass die angeschafften Dinge weniger Wert werden (weil man sie nutzt -> "abnutzt") und somit eine Art von Verlust darstellen. Der vermindert den Gewinn und somit zahlt man weniger Steuern.

Konkret ist ein wenig komplizierter, es ging mir um das grobe Prinzip.

Antwort
von Lumpy782, 31

Dies geht leider nicht. Das Finanzamt ist ja kein Sozialamt.

Antwort
von SickGuy, 43

ja, die kannst du gewinnmindernd einbringen

wenn du aber eh keine steuern bezahlst, bringts dir nix, richtig

aber du könntest dann das jahr mehr verdienen und bezahlst trotzdem keine

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