Steuerschulden, kann das Finanzamt noch ans Haus obwohl es nicht mehr im Eigenbesitz ist?

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6 Antworten

Schenkungen unter nahen Angehörigen können nach dem Anfechtungsgesetz angefochten werden. Das heißt, dass das Finanzamt an das Haus rankommen kann. Ob die sich wegen 5.000 Euro die Mühe machen ist ne andere Frage...

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Die Schenkung liegt gerade mal eben zwei Jahre zurück.

Zwar kenne ich mich nicht so genau im Bereich Steuerschulden aus, allerdings ist mir bekannt, dass Sozialämter bei Schenkungen die letzten zehn Jahre heranziehen und verlangen, diese Schenkungen rückgängig zu machen, um danach - sofern die Wertsachen (noch) von Wert sind - zu verkaufen.

Hat die gute Frau noch ein pfändbares Einkommen? Vermutlich wird sich bei wenigen tausende Euro das Finanzamt eher daran gütlich tun.

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Kommentar von Schlafstrumpf
02.12.2015, 14:03

sie bekommt minimale rente, hat um stundung gebeten, diese wurde allerdings abgelehnt und es hiess 'umgehende begleichung' ... nun schüttelt man sich diesen betrag sicherlich nicht aus dem ärmel ....

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Die Schenkung ist erst 2 Jahre her, davor hat es der Mutter gehört, die Steuerschulden sind wahrscheinlich noch etwas älter. Das FA hat Zugriff auf das Gebäude und wird notfalls eine Zwangshypothek eintragen lassen. Erst nach 10 Jahren wäre das meines Wissens nach nicht mehr möglich.

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Kommentar von Schlafstrumpf
02.12.2015, 14:00

soweit ich weiß , sind die steuerschulden erst nach der schenkung entstanden. könnte das relevant sein?

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Sie können auf alle Fälle verlangen, dass die Mutter ein Darlehen aufnimmt, um die Steuerschulden zu bezahlen. Für den Rest bräuchte man mehr Details.

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Kommentar von mepeisen
02.12.2015, 13:57

Nein, das können sie ausgerechnet nicht verlangen. Niemand kann gezwungen werden, Darlehen irgendwo aufzunehmen.

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Die Schenkung ist noch keine 10 Jahre her und daher kann das Finanzamt auf das Haus noch zurück greifen.

Alternativ könnte die beschenkte Tochter natürlich auch einfach (mit dem Haus als Sicherheit) einen weiteren Kredit in Höhe der 5000 Euro aufnehmen und die Finanzamt-Schulden der Mutter bezahlen.

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Kommt darauf an. Erst einmal ist eine Zwangsversteigerung im Grundsatz nicht mehr durchführbar, da sie keine Eigentümerin mehr ist. Das Finanzamt könnte die Schenkung aber anfechten. Innerhalb welches Zeitraums und ob überhaupt, kommt auf die näheren Umstände an.

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