Steuernachzahlung nach Kirchenaustritt?

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5 Antworten

Mein Mann bekam in 2015 kein Urlaubs- und auch kein Weihnachtsgeld.

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Ohne den Steuerbescheid gesehen zu haben, kann man die Frage nicht konkret beantworten. Es kann sich um einen Fehler beim Finanzamt handeln, es kann aber auch eine andere Ursache haben. So ist es ja so, dass, wenn von Ehegatten nur eine Person der Kirche angehört, und diese Person im Vergleich zum nicht der Kirche angehörenden Ehegatten relativ wenig verdient, das sog. besondere Kirchgeld als Kirchensteuer angesetzt wird. Hintergrund ist, dass man davon ausgeht, dass sich die Ehegatten das gemeinsame Einkommen teilen (Zusammenveranlagung), und von daher das Kirchenmitglied im Grunde mehr zur Verfügung hat als das eigene Einkommen. Oder anders: Es soll vermieden werden, dass man kirchliche Leistungen in Anspruch nimmt, ohne dafür den Beitrag zu leisten, den andere mit vergleichbaren finanziellen Möglichkeiten geben.

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Kommentar von LiLaLauneBar66
06.06.2016, 12:58

Danke für die Antworten.

Wir waren heute beim Finanzamt, es war ein Fehler von denen - die haben den Austritt meines Mannes nicht berücksichtigt und daher die laut Zahlen zu "wenig" gezahlte Kirchensteuer verrechnet.

Wir erhalten die zuviel einbehaltenen Steuern zurück.

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Da müsste man sich die Kirchensteuerberechnung im Detail mal ansehen. Wie soll man bei einer in den Raum geworfenen Zahl beurteilen, ob die zu Grunde liegende Berechnung stimmt?!

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Kommentar von LiLaLauneBar66
25.05.2016, 12:33

Mal grob, Einkommenssteuer 30.000€, davon zu zahlende Kirchensteuer 2500€.

Tatsächlich gezahlte Kirchensteuer 1900€ (weil Ehemann nur 7 Monate Kirchensteuer zahlen musste).

Die Differenz 2500€ zu zahlen - 1900€ tatsächlich gezahlt= 600€ wird mit der Steuererstattung verrechnet und die Gutschrift somit reduziert.

Ich verstehe halt nicht, warum man im Endeffekt doch 2500€ Kirchensteuer gezahlt hat, obwohl man aus der Kirche ausgetreten ist.

Wir haben den Austrittsbeleg nicht noch einmal für die Steuererklärung eingereicht, weil ja eigentlich aus der Lohnsteuerbescheinigung ersichtlich.

Ist hier dem Finanzamt einfach ein Fehler unterlaufen?

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Im Steuerbescheid sollte stehen, dass für den Mann nur für x Monate Kirchensteuer berechnet wird, jedenfalls dann, wenn man nicht in Bayern wohnt...

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Kirchensteuer wird (auch bei monatlichen Abzug) auf das Jahreseinkommen berechnet.

Erst ab 2016 kommt die Kirchensteuer nicht mehr in die Steuerberechnung.

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Kommentar von wurzlsepp668
25.05.2016, 11:57

die Kirchensteuer wird sehr wohl anteilig umgerechnet ......

der Ehemann hat defacto nur Kichrensteuer bis Juli 2015 zu zahlen. allerdings hebt ein erhaltenes Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld die Bemessungsgrundlage für diese 7 Monate

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