Steuern zahlen Mini/Nebenjob?

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3 Antworten

Ist die Lohnsummer zweier oder mehr Minijobs größer als 450,- € im Monat, hören ALLE Jobs auf Minijobs zu sein und werden steuer- und sozialversicherungspflichtig (folgt u.a. aus § 8 SGB IV).

Der Arbeitgeber hat also insoweit Recht.

Da nun 700,- € Brutto vorliegen, gibt es keine Minijobs mehr und auch die Minijobzentrale ist außen vor.

Arbeitgeber #1 (Bäcker) führt den Job in Steuerklasse I, wobei aufgrund der Höhe keine Steuerabzüge anfallen. Jedoch müssen Beiträge zur

  • Renten-,
  • Kranken-,
  • Pflege- und
  • Arbeitslosenversicherung

bezahlt werden. Die Beiträge teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer etwa zu Hälfte (Ausnahme: kassenabh. Zusatzbeitrag, evtl. kinderlosen Zuschlag in der PV).

Arbeitgeber #2 (Tanke) führt den Job in Steuerklasse VI mit den höchstmöglichen Abzügen. Auch Sozialversicherungsbeiträge werden voll fällig, wie beim ersten Job.

Beiden Arbeitgebern ist vorzulegen:

  • Steuer-ID (sonst geht auch der erste Job in die Klasse VI und das wäre der Gipfel der Idiotie).
  • Mitgliedbescheinigung der Krankenkasse
  • SV-Nummer

Es handelt sich NICHT um Steuerhinterziehung! Auch eine Barauszahlung von Lohn ist nicht verboten!

Wenn es das Ziel des Arbeitnehmers war möglichst viel Nettoentgelt zu gewinnen, hat er dafür den dümmsten Weg gewählt!

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Ich glaube das wird zusammen gezählt beide Jobs! Alles was über 400€ verdient wird ist versicherungspflichtig! Ansonsten könnte man ja drei Jobs haben und keine Steuern zahlen!

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Kommentar von kevin1905
01.09.2016, 23:56

450,- €

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Wenn man mit einem oder mehreren Minijobs die 450 € Grenze überschreitet, ist man voll sozialversicherungspflichtig (ArbG und ArbN zahlen Beiträge). Steuerlich ist das i. d. R. für den Arbeitnehmer nicht von Bedeutung, sofern er keine anderen steuerpflichtigen Einkünfte hat.

Wenn ein Teil des Geldes "schwarz" ausgezahlt wird (damit man nicht offiziell über die 450 €-Grenze rutscht), dann machen sich sowohl der ArbG als auch der ArbN strafbar.

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