Frage von xXYukioXx, 78

Steuern für Trading bezahlen (Schüler)?

Mir geht es darum, dass ich mich seit ca. einem Jahr intensiv mit Trading, Aktien, Forex etc. auseinandersetze und beschäftige. Und ich möchte jetzt bald anfangen, mit echtem Geld in Forex zu investieren. (Jetzt bitte keine Kommentare wie "hör bloß auf, das ist viel zu risikoreich" oder das ich das eh nicht schaffe. Ich bin mir dem Risiko bewusst.)

Mir geht es darum, dass man ja Steuern auf seine Einnahmen zahlen muss (auch bei Trading-Gewinnen - Danke Merkel! xD) Jedenfalls mache ich momentan mein Fachabitur und bin somit Schüler. Nun zu meiner Frage: Muss ich als Schüler (bzw. später als Azubi) auch Steuern auf meine Trading-Gewinne zahlen? Und genau so viel wie ein Berufstätiger? Und was ist mit den Verlusten, bekomme ich die dann angerechnet?

Ich hoffe es findet sich jemand, der in dem Steuer-Sektor Ahnung hat und mir einen kompetenten Rat geben kann. :)

Danke schonmal^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von herja, 45

Hi,

In Deutschland sind im Grunde alle Börsenerträge steuerpflichtig.

Machst Du in einem Jehr netto Verluste, dann kommst Du um eine Steuererklärung nicht herum. Die Verluste müssen festgestellt werden und können in den Folgejahren mit dann möglicherweise anfallenden Gewinnen verrechnet werden. Aber es geht nur eine Untereinander Verrrechnung von gleichen Einkunftsarten.

Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Günstigkeitsprüfung durch das Finanzamt. Wenn man Abgeltungssteuer bezahlt hat (26,375% inkl. Soli) und der persönliche Steuersatz darunter liegt, dann bekommt man was zurück. Das könnte bei jemandem mit kleinen oder keinen Erwerbseinkünften durchaus in Frage kommen.

Steuern als Trader | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1184215-1-10/steuern-trader

Antwort
von Herb3472, 40

Ob Du Schüler bist oder Azubi, oder voll berufstätig, oder Rentner, oder nebenbei nur in der Nase bohrst, spielt für die Versteuerung Deiner Trading-Einkünfte keine Rolle. Du musst sie so versteuern wie alle anderen Einkünfte auch. Und selbstverständlich kannst Du Deine Aufwände, die Du dafür tätigst, gegenrechnen.

Aber noch hast Du ja aus dem Trading-Geschäft vermutlich noch keinerlei Einkünfte lukriert. Also lass Dir Zeit mit den Gedanken an eine Versteuerung, denn höchstwahrscheinlich wirst Du zumindest am Anfang ohnehin nur Verluste bauen. Und bis Du - wenn überhaupt - einmal in die Gewinnzone kommen solltest, hast Du genügend Zeit, Dich mit Steuerrecht auseinander zu setzen.

Antwort
von juergen63225, 30

Du musst keine Steuererklärung machen, die Bank zieht die Kapitalertragsteuer ein und führt sie ans Finanzamt ab.

Auch wenn du mehr als Deinen Freibetrag einnimmst, MUSST du nichsts machen, aber dann kannst du eine Steuererklärung machen und bekommst wahrscheinlich alle Steuern zurück, wenn du sonst keine Einnahmen hast.

Kommentar von ReiInDerTube123 ,

Dies ist nicht bei jedem Broker der Fall. Es gibt auch Broker (Degiro) bei dem man sich selber um die Steuererklärung kümmern muss!

Kommentar von juergen63225 ,

Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, muss auch die Kapitalertragsteuern einbehalten.

Europäische Banken incl Schweiz unterliegen ähnlichen Vorschriften und kooperieren mit den deutschen Behörden.

Wenn man Geld nach Panama oder Cayman überweist, muss man selber die Einnahmen deklarieren ... und damit rechnen, dass die Überweisung auffällt

DEgiro scheint mir eine in Deutschland arbeitende Firma zu sein, die machen ja sogar Fernsehwerbung. Also werden die auch die deutschen Gesetze einhalten .. oder .. ich hab mal gegoogelt ..

die Webseite scheint mir eher dubios  ... kein Impressum verrät Sitz und Rechtsform ... selber schuld wer denen Geld anvertraut, Frankfurter Hotline Adresse, Büro in Amsterdam (9th floor) .. sagt natürlich nichts aus, ob die Gelder an Offshore Firmen weitervermitteln.

Kommentare in der Presse sagen dass die keine Banklizenz haben, also weniger Kontrolle, keine Einlagensicherung wie richtige Banken, also selber schuld wer denen Geld anvertraut.

Antwort
von ArminSchmitz, 21

Wenn Schüler keine Einkommensteuer zahlen müßten, dann ließe ich mich noch mal einschulen und bliebe in Klasse 1 so lange sitzen, bis ich tot vom Stühlchen falle.

Antwort
von Innovate, 12

Wie die Vorredner schon sagten, besteht eine Steuerpflicht. Alles weitere hängt von deinem Broker ab.

Kapitalerträge werden mit ca. 25% Abgeltungssteuer plus Soli und evtl. Kirchensteuer besteuert. Ein Freibetrag von 801€ bleibt in aller Regel steuerfrei.

Bist du bei einem deutschen Broker, führt er für dich automatisch alle Steuern ab (es sei denn, du gibst ihm an, dass du noch einen Freibetrag von x hast, dann werden nur die Ertrage, die den Freibetrag übersteigen automatisch abgeführt). Die meisten Broker führen die Abgeltungssteuer nach jedem Gewinntrade (Bruttogewinne) ab (hier ist die Steuerbelastung unterjährig höher, am Ende des Steuerjahres kann man jedoch zu viel bezahlte Steuern zurückfordern). Manche rechnen am Ende des Jahres Verluste mit Gewinnen auf und versteuern nur Nettogewinne (hier wird am Ende des Jahres gleich der richtige Steuerbetrag abgeführt, die bessere Variante).

Broker im Ausland führen meistens nichts für dich ab, hier ist eine Steuererklärung auf jeden Fall Pflicht!

Am Ende des Jahres kannst du (wie erwähnt) beim Finanzamt eine sog. "Günstigerprüfung" veranlassen.

Bitte beachte, dass du selbst bei einem Deutschen Broker u.U. verpflichtet bist, eine Steuererklärung einzureichen. Das hängt von deiner persönlichen Situation ab. Am besten redest du mal mit deinen Eltern drüber (solltest du eh machen, bevor du ein Tradingkonto eröffnest). Wenn sie nichts gegen das Traden haben, helfen sie dir sicher bei der ersten Steuererklärung ;)

Antwort
von Petz1900, 38

Schüler sind genau so Menschen wie Werkstudenten, Beamte, Arbeiter, Angestellte, Rentner, Arbeitslose, Babys.

Es gelten für alle die gleichen Gesetze.

Faszinierend, oder ?

Antwort
von Havenari, 32

Muss ich als Schüler (bzw. später als Azubi) auch Steuern auf meine
Trading-Gewinne zahlen?

Ja.

Und genau so viel wie ein Berufstätiger?

Ja.

Und was ist mit den Verlusten, bekomme ich die dann angerechnet?

Ja, auf Antrag, mit Nachweis und insbesondere nur dann, wenn es etwas gibt, worauf sie angerechnet werden können ^^

Antwort
von JNHLRT, 35

25% Kapitalertragssteuer (801€ Freibetrag). Das gilt für alle über 18.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

das gilt sogar fü alle unter 18 ...

Kommentar von JNHLRT ,

Nein, denn unter 18 darf man gar nicht handeln;)

Antwort
von AnnaStark, 29

natürlich gilt das Steuergesetz auch für Dich.

Denke, Du wirst dann bald 18, denn vorher darfst Du nicht traden !!!

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