Frage von smackz 31.10.2012

Steuern Aufwendung für Arbeitsmittel

Auszug Lohnsteuerermäßigungsantrag
Auszug Lohnsteuerermäßigungsantrag
  • Antwort von Zufaelliger 31.10.2012

    Hallo,

    die 110 € sind eine Nichtbeanstandungsgrenze, es besteht kein Rechtsanspruch. Hier wird meist nicht nachgefragt oder vom FA pauschal gekürzt. Fachliteratur kann enthalten oder gesondert angegeben sein. Man soll angeben, was sich hinter der Summe verbirgt, damit nicht doppelt erfasst wird. In der Regel ist hier Büromaterial, Kalender, Stifte, Papier, Hüllen, Batterien, Glühlampen für die Schreibtischlampe und was man sonst noch so braucht und wofür man keine Rechnungen hat untergebracht. Jeder entnimmt doch für seine Arbeit etwas aus dem Haushalt, was er nicht separat berechnen kann. Von Steuerhinterziehung kann hier keine Rede sein, nicht mal von leichtfertiger Verkürzung.

  • Antwort von smackz 31.10.2012

    Vielen Dank für die umfassenden und hilfreichen Antworten!

    Ich denke ich bin auf der sicheren Seite, wenn ich die 110€ rauslasse und rückwirkend für 2013 dann in der richtigen Steuererklärung angebe.

    Einen schönen Feiertag an alle!

  • Antwort von ghostwalker29 31.10.2012

    Außerdem wird ein Notebook niemals zu 90% als Werbungskosten anerkannt. Das FA geht im Regelfall davon aus, dass die Nutzung eines PCs mindestens zu 50% privat ist. Man könnte höchstens versuchen zu argumentieren, dass für den Privatgebrauch ein anderer PC vorhanden ist.

  • Antwort von siola55 31.10.2012

    Hallo,

    würd' ich auch so angeben, nur der Betrag vom Laptop stimmt nicht!

    Also Laptop-AfA: 1099,12 € - 10% Privatnutzung = 989,21 € / 3 Jahre Nutzungsdauer ergibt Anteil pro Jahr von 329,74 € !

    Was ist mit deinem Drucker???

    Gruß siola

  • Antwort von MenschMitPlan 31.10.2012

    Für die Eintragung des Freibetrages sind nicht zwingend Belege notwendig.

    jedoch möchte ich nicht zwingend jeden Kaufbeleg von Büromaterialien / Fachliteratur aufheben um ggf. die 110€ nachzuweisen

    Das würde ich dir aber unbedingt raten. Du musst ja durch die Eintragung der Freibeträge zwingend eine Steuererklärung abgeben, in der du natürlich mit Belegen nachweisen musst, dass die Höhe der Freibeträge berechtigt waren.

  • Antwort von grisu11290 31.10.2012

    Man kann alles, man sollte sich nur nicht erwischen lassen.

    Dass 110 € Aufwendungen für Arbeitsmittel grds. nicht beanstandet werden ist nicht gleichzusetzen mit einem Freibetrag! Auch wenn die Finanzämter bei der Höhe keine Belege anfordern, so ist ein Freibetrag gesetzlich hier nicht vorgesehen, da es bereits einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag i.H.v. 1.000 € gibt.

    Wenn du unter dem ArbN-Pb liegst, wird das Finanzamt nichts anfordern. Liegst du darüber, kann es sein, dass einzelne Beleg angefordert werden.

    Die 110 € fälschlicherweise als Aufwendungen für Fachliteratur zu "tarnen" ist ein gängiges Mittel, aber deshalb noch lange nicht legal. Auch das kann schon als Steuerhinterziehung nach §370 AO verstanden werden! Natürlich wird bei einem solchen Betrag keiner auf die Idee kommen, das so zu sehen. Im Zweifel kann man immernoch behaupten es wäre Fachliteratur und man hätte nur die Belege schon weggeworfen. Im schlimmsten Fall streicht dir das Finanzamt dann die "Fachliteratur" raus.

    Komisch, dass sich immer alle über die Steuerhinterzieher aufregen, aber geschätzte 99 % der Steuerpflichtigen (auch in kleinem Ausmaß) ebenfalls in ihrer ESt-Erklärung beschei*en.

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