Frage von Quitti, 151

Steuerhinterziehung gerechtfertight?

Hallo, heute in der Schule sollten wir mal recherchieren ob wir unsere Wünsche, welche wir uns in userem Leben erfüllen wollen, überhaupt finanzieren können. Wir sind alle einheitlich zu dem Entschluss gekommen, dass es theoretisch möglich wäre. Jedoch haben wir auch festgestellt, dass mehr als die Hälfte unseres zukünftigen Gehalts als Steuern vom Staat weggenommen werden. Im Großen und Ganzen bin ich mit Steuern einverstanden, da logischerweise von Nichts nichts kommt, aber was ich nicht verstehe ist, warum ich für etwas zahle soll was ich nicht in Anspruch nehme und es auch nie in Anspruch nehmen werde.

Meine Frage ist nun, ist es legitim Steuern zu hinterziehen, da ich nicht dazu bereit bin für etwas zu Bezahlen was mich nicht betrifft. Außerdem was kann ich dafür, dass ich hier in Deutschland geboren bin?

Für mich gibt es im Moment nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder ich hinterziehe Steuern und genieße mein Leben oder ich kann direkt vor einen Zug springen, da ich mit Sicherheit sagenkann, dass ich meine Ziele sowieso nicht erreichen werde.

Also, ich würde mich freuen, wenn ich zu dieser Frage viele Antworten bekommen würde, da ich seit heute morgen so ziemlich meine Lebensmotivation verloren habe und es eventuell doch noch eine dritte Möglichkeit gibt.

schon einmal vielen Dank im Voraus!

Antwort
von kevin1905, 58

aber was ich nicht verstehe ist, warum ich für etwas zahle soll was ich
nicht in Anspruch nehme und es auch nie in Anspruch nehmen werde.

Also besuchst du eine private Schule und keine durch einen öffentlichen (städtichen oder kirchlichen) Träger? Diese sind nämlich steuerfinanziert. Studieren fällt auch flach, Hochschulen werden ebenfalls mehrheitlich durch Steuern getragen.

Die Straße darfst du von nun auch nich mehr benutzen weder zu Fuß, noch mit einem fahrbahren Untersatz.

Ferner solltest du dich hüten jemals die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen zu müssen, denn auch die erhalten ihr Geld aus Steuern.

ALG II darfst du ebenfalls niemals beziehen, oder Grundsicherung im Alter. Darüber hinaus ebenfalls keine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung o.A. Sozialversicherungen. Denn diese sind auch teilweise steuergestützt.

Meine Frage ist nun, ist es legitim Steuern zu hinterziehen, da ich
nicht dazu bereit bin für etwas zu Bezahlen was mich nicht betrifft.

Nein. Es ist eine Straftat und zwar immer.

Auch hast du als Arbeitnehmer quasi keine Möglichkeit Steuern zu hinterziehen, da der Arbeitgeber dir die Steuern direkt vom Lohn abzieht und abführt.

Du lebst in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen, also hast du diesen Menschen gegenüber Rechte und Pflichten. Eine Pflicht davon ist, abhängig von deiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, einen Beitrag zum Allgemeinwohl zu leisten.

Entweder ich hinterziehe Steuern und genieße mein Leben oder ich kann
direkt vor einen Zug springen, da ich mit Sicherheit sagenkann, dass ich
meine Ziele sowieso nicht erreichen werde.

Also bist du ein Versager und gedenkst dies für den Rest deines Lebens auch zu bleiben? Mit der Einstellung wärst du karrieretechnisch prädetiniert für den Hartzer des Jahres. Ach, geht ja nicht, du willst ja keine Leistungen aus Steuern in Anspruch nehmen.

Ich bin seit ich 28 war (demnächst 32) finanziell unabhängig und ich habe nach meiner Ausbildung nicht eine Sekunde als Angestellter gearbeitet.

Dass es neben dem Dasein als Lohnsklave noch 6 andere legale Arten gibt in Deutschland sein Einkommen zu verdienen und das tw. auch steuerlich sehr viel sinnvoller und überhaupt viel erfüllender ist, als von 8 bis 5 schuften zu gehen, ist dir nicht in den Sinn gekommen bzw. wurde in der Schule gar nicht behandelt?

Also anstatt 40 Jahre oder länger für die Ziele anderer zu arbeiten, reiß dir lieber 5-10 Jahre den Hintern auf und erschaffe was, das dich überlebt und das dir Geld bringt ohne, dass du dafür arbeiten musst. Passives Einkommen heißt das Stichwort. Gerade heute in Zeiten des Internets gibt es so viele Möglichkeiten!

Kommentar von wfwbinder ,

Top.

Kommentar von Hefti15 ,

Ich gehe mal nur auf die letzten zwei Absätze ein. Legale Arbeiten und die Einkunftsarten im Einkommensteuergesetz würde ich nicht gleichsetzten.

Weiterhin scheint mir bei dir das Problem zu sein, dass du nichts "anständiges gelernt" hast. Wer z.B. eine sehr gute Ausbildung bzw. ein gutes Studium hat, der würde seine Arbeit niemals als "Lohnsklave" bezeichnen. Nehme einfach mal zur Kenntnis, dass sehr vielen Menschen ihre Arbeit Spaß macht und das sie dabei sehr viel Geld verdienen.

Dein letzter Absatz ist vollkommen realitätsfern (und ein typisches Internetmärchen wird dem folgen).

Zu behaupten, man müsste sich "nur 10 Jahre den Hinter aufreißen und schon gibt es Geld für das man nicht arbeiten muss" ist an Naivität nicht mehr zu überbieten.

Fakt ist, ein absoluter großer Teil der Menschen die sich selbstständig machen, scheitert. Ein ebenfalls großer Teil, schafft den Sprung und verdient im Grunde nicht viel mehr, als ein Angestellter.

Nur ganz wenige schaffen es, mittelfristig ein Unternehmen zu schaffen, dass Gewinne erwirtschaftet, dass die persönliche Arbeitszeit bzw. das persönliche Risiko (Haftung z.B.) rechtfertigt.

Und ein absoluter Bruchteil der Unternehmer, schafft es, innerhalb von 10 Jahre so viel Geld zu erwirtschaften, dass man nicht mehr dafür arbeiten muss (Passives Einkommen).

Also, deine Vorstellung von der Realität in unserer Wirtschaft ist sehr hoch. Auch dir sollte klar sein, dass der Markt umkämpft ist und das es unzählige Wettbewerber gibt. Und die sind alle hochmotivert. Den Hintern aufreißen ist einfach nur eine hole Phrase. Weil das im Grunde jeder Unternehmer macht.

Und schreibe mir jetzt bitte nicht, du hättest es in 10 Jahren geschafft bzw. du hättest noch x Geschäftsideen, wie das auch andere schaffen könnten.

Ernsthaft, wäre es so einfach und du hättest da die "Erleuchtung", du könntest mit deinen (banalen) Tricks doch Millionen verdienen... 10 Jahre Hinter aufreizen und dann nur noch passives Einkommen....

PS: Nur zur Klarstellung: Ich habe mir mal Gedanken gemacht und würde behaupten, im meinem Berufsleben habe ich schon Einblick in tausende von Firmen (Neugründungen, neue Unternehmen, alte Unternehmen...) gehabt. Und deshalb behaupte ich, deine naive Darstellung hat nichts mit der Realität zu tun.

Kommentar von kevin1905 ,

Nehme einfach mal zur Kenntnis, dass sehr vielen Menschen ihre Arbeit Spaß macht und das sie dabei sehr viel Geld verdienen.

Das sind nicht die Erfahrungen die ich mehrheitlich gemacht habe, zumindest nicht bei den meisten Angestellten im mittleren Einkommenssegment.

Da herrscht leider oft Frustration ob der Arbeitsbedingungen, des Betriebsklimas oder auch weil man der Meinung ist für die Arbeit, die man macht nicht ausreichend entlohnt zu werden. Das ist sicher subjektiv und nicht auf alle anwendbar, aber es ist ein Tenor der durchdringt. Etwa die Hälfte meiner Kunden stammt aus diesen Einkommenssphären und daher gebe ich im Grunde nur deren Erfahrung wieder.

Zu behaupten, man müsste sich "nur 10 Jahre den Hinter aufreißen und schon gibt es Geld für das man nicht arbeiten muss" ist an Naivität nicht mehr zu überbieten.

Hier spreche ich primär aus persönlicher Lebenserfahrung und den Schilderungen meines engsten Umfelds, sei es meinen Geschäftspartnern oder Freunden, die auch mehrheitlich Unternehmer sind und eben diesen Weg gegangen sind. Die Kernaussage dessen war und ist, dass nichts großes und langfristiges geschaffen werden kann, ohne dass man sich dafür aufopfert, ganz besonders in der Anfangszeit.

Die 10 Jahre sind ein Richtwert. Manche brauchen weniger, andere länger. Manche scheitern und nicht jeder ist für ein Leben als Unternehmer geschaffen, gar keine Frage. Mein Beitrag sollte dem Fragesteller einen Denkanstoß geben, vielleicht mal etwas weiter über den Tellerrand zu schauen als sich nur die Frage zu stellen, in welchem Job er das meiste Geld verdienen könne. Es gibt schließlich andere Dinge, als einen Job um Geld zu verdienen.

Fakt ist, ein absoluter großer Teil der Menschen die sich selbstständig machen, scheitert. Ein ebenfalls großer Teil, schafft den Sprung und verdient im Grunde nicht viel mehr, als ein Angestellter.

100% Zustimmung. Warum diese Leute scheitern, könnte man sich natürlich jeweils im einzelnen ansehen, Statistiken auftstellen, ein Buch drüber Schreiben, was man als Unternehmer tun und lassen sollte und dennoch würden immer noch Leute scheitern.

Und schreibe mir jetzt bitte nicht, du hättest es in 10 Jahren geschafft
bzw. du hättest noch x Geschäftsideen, wie das auch andere schaffen könnten.

Geschäftsideen zur Optimierung meiner Arbeit entwickel ich laufend. Manche sind gut, andere nicht. Man probiert eben etwas aus um erfolgreicher zu werden.

Selbständig (nebenberuflich) habe ich mich im Herbst 2004 mit 20 Jahren gemacht, damals war ich hauptberuflich noch Azubi. Nach meiner Ausbildung 2007 wurde es dann zur Hauptberuflichkeit. Finanziell unabhängig bin ich seit 2012, da war ich 28 und ich behaupte nicht, ich hätte dies alleine nur durch meinen unternehmerischen Fleiß geschafft. Da waren auch kluge Investments bei und natürlich auch eine Portion Glück! =)

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 24

Nach den Top Antworten von @kevin1905 und @Gullup bleibt mir nur eine Ergänzung:

Wer Steuern zahlt, hat auch das Recht Steuern zu sparen.

Es ist also legitim die Möglichkeiten der Steuergesetze im rechtlich zulässigen Rahmen auszunutzen. Einschließlich Wohnsitzwechsel, wenn es etwas bringt, oder auch Auslandsgesellschaften.

Antwort
von herakles3000, 44

Nein das ist nichgt gerechtfertieg den wie soll den alles finaziert werden zb deine Schuhel,Öffentliche Verkersmittel,die Müllabfuhr ,theater oder andere kultureles oder einfach nur die instandhaltung von straßemn und ö n Gebäude und vovon meinst du wird zb ein Krankenhaus ein Altenheim ein Pflegeheim und zb  Öffentliche Parks bezahlt, außerdem ist das nicht die hälfte was abgeht an steuern und versicherungen das kommt erst vor wen du extrem super gut verdinst dun deine Ehefrau auch das du dan zb in der Steuerklasse 4+5 bist.anfangen tust du mit Steuerklasse eins und als ehepar habt ihr dan 2.

Stadt sich auf auf sowas dummes einzulasen wäre es besser sich mal mit der  steuer zu beschäftiegn den Sogar als azubi kanst du eine menge geld vom finanzamt wider bekommen zb alle monatsfahrtkosten wen man mit dem Öventlichen nahverkerh fährt bekomst man es voll wider auch alle andere Absetzbar Kosten du hast schon eine ganze lange zeit von den steuern Profitiertzb kiki/kindergarten /grundschule usw.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 32

Der Neo-Liberalismus hat bei Eurer Generation so zugegriffen, dass einem das kalte Grausen kommt.

Nur wer hat der hat. Solidarität nur wenn es einem gut tut. Jeder selbst für sich.

Diese Sicht wurde schon vor Jahrhunderten als großer Misthaufen erkannt. Was Ihr da als Träume für erreichenswert formuliert habt ist nichts mehr wert, wenn nur noch die Armut ausgebreitet wird.

Wer privat seine Lebensrisiken bezahlen will, der findet auch die Wege dazu. Genau darum kann man den Unfug auch ziemlich deutlich machen.

Leute die reich sind, und das ist man nicht mit zwei oder drei Millionen Euro Vermögen, die sind soweit möglich in einer der gesetzlichen Krankenkassen Mitglied und zahlen dort den Höchstbeitrag.

Warum? Weil es für sich wirtschaftlicher ist. Denen ist auch klar, so lange die kleinen Einkommen an der Finanzierung des Staates beteiligt sind, ist es für sie alle mal besser.

In diesem Punkt allerdings auch für die mit den kleineren Einkommen.

Ein Bekannter von mir, hat nach dem Studium einige Jahre im süd-ost-asiatischen Teil der Welt gelebt. Immer wieder war er genervt durch Meldewesen und Steuern und Versicherungen.

Aber das sein individueller Reichtum nur so möglich ist, dass hat er hoffentlich inzwischen verstanden.

Keine Ahnung wie klug oder dumm Ihr seid. 50% unserer Bevölkerung gehört nichts. Sie haben kein Vermögen. Vor Jahren hatten sie von etwa 2% des gesamten Vermögens.

Der Reichtum im Sinne von Vermögen liegt bei dem 1% oben. Da wird nur niemand von Euch dazu gehören. In diesen Kreis kommt man nur, wenn die Familie schon immer reich war.

Es ist eine Frage für Eure Zukunft: Wie wird Vermögen gerecht verteilt. Jemand der viel gearbeitet hat und an Burnout erkrankt, dass ist gar nicht schlimm als Krankheit. Kann dadurch auf der Straße landen. Ist das i.O.?

Guckt Euch um in Eurer Klasse. Der oder die sozial Unverträglichste von allen arbeitet wie wild und landet auf der Straße. Ist es okay oder nicht?

Jemand wird bei einem Autounfall schwer verletzt. Was sind die Folgen in einem Land wie hier? Was sind die Folgen in Ländern wo der Staat noch schwächer ist?

Unsere Demokratie geht nicht weit genug. Allerdings braucht Demokratie auch Leute, die sich mit Dingen auskennen. Was wollt Ihr für Eure Kinder: Ein Land wo man sagen was man politisch denkt oder wo es dafür nicht nur in Gefängnisse geht. Sondern in Umerziehungslager?

Länder in denen weniger Steuern bezahlt werden... Wie werden dort öffentliche Ausgaben bezahlt? In der Schweiz ist alles unheimlich teuer. Wer in Grenznähe zur Schweiz lebt, der kann jeden Tag sehen, wie viele Schweizer nach Deutschland kommen um hier beim Discounter einkaufen zu gehen.

Obwohl deren Schokolade viel besser ist, da kaufen die die billige hier. Warum?

EURE TRÄUME:

Wieso habt Ihr da nicht Dinge drauf stehen, wie soziale Gerechtigkeit? Demokratie? Glück für alle? Arbeiten so viel man braucht? Arbeit ohne Ausbeutung?

Da liegen die Dinge, die Euch Eure Zukunft nehmen. Nicht in einer Steuerbelastung.

Übrigens beginnt die Steuerbelastung bei 0% und endet bei 42%. Der größte Einkommensmillionär bezahlt für seine ersten knapp 9.000 Euro Einkommen keine Steuern. Wie Azubis auch nicht.

Bei Ledigen wird die Spitzensteuer auch nur für Einkommen über 125.000 Euro fällig.

Beide Beträge sind so ca. Beträge.

Wenn der mit den 125.000 Euro eine Lohnerhöhung bekommt. 1.000 Euro mehr im Monat. Wieso soll der nicht 420 Euro mehr Steuern zahlen? In einem anderen Land hätte er vermutlich die Möglichkeit für so ein Einkommen nicht bekommen... Ist übrigens nicht nur eine Vermutung, kann man im Vergleich der Einkommen verschiedener Länder ganz leicht sehen.

Kommentar von wfwbinder ,

top

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Gute Worte

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Danke!

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Danke!

Antwort
von emib5, 58

Schon mal darüber nachgedacht, dass Du momentan durch Deine Schulbildung schon Steuergelder nutzt? Oder was glaubst Du, womit Schulen und Lehrer bezahlt werden?

Also nichts mit "...nie in Anspruch nehmen werde...?"

Und 50 % Steuern wirst Du wahrscheinlich nie zahlen. 

Kommentar von Quitti ,

Ich habe ja auch geschrieben, dass ich Steuern für notwendig halte. Aber halt nicht für Sachen, welche ich nicht in anspruch nehme.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Das kannst Du aber.... raube eine Bank aus, dann darfst Du auch mal eine steuerfinanzierte JVA in Anspruch nehmen. Oder freu Dich einfach darüber dass es die JVA s gibt und dadurch die Straßen von vielen bösen Jungs freigehalten werden

Kommentar von Quitti ,

Ich erkenne da den Zusammenhang zwar nicht wirklich. Aber OK hab's zur Kenntnis genommen.

Antwort
von Rolf42, 61

Jedoch haben wir auch festgestellt, dass mehr als die Hälfte unseres
zukünftigen Gehalts als Steuern vom Staat weggenommen werden.

Mehr als die Hälfte? Das kann nicht sein. Der Spitzensteuersatz liegt in Deutschland unter 50 Prozent, ein Durchschnittsverdiener kommt auf einen Durchschnittssteuersatz von etwa 20 Prozent.

Antwort
von Hefti15, 4

"aber was ich nicht verstehe ist, warum ich für etwas zahle soll was ich
nicht in Anspruch nehme und es auch nie in Anspruch nehmen werde"

Dieser Teil ist ein wenig komisch. Steuern sind per Definition nicht zweckgebunden. Anders als z.B. Gebühren.

Wir leben auf der anderen Seite in einer Gemeinschaft. Wir haben uns als Rechtsstaat organisiert. Durch Wahlen bestimmen wir die Politiker, die dann unseren gewünschten Rechtsstaat gestalten.

Wenn du jetzt fragst, warum die Steuern für etwas zahlst, was du nie in Anspruch nimmst, dann ist dies schon wegen der nicht gegebenen Zweckgebundenheit der Steuer falsch.

Aber auch anders, frage ich mich, wie du dir das vorstellst. Die Einkommensteuer wird ja auf Bund, Land und Gemeinden verteilt. Sollen die jetzt jeder Personen vom Bund, Land bzw. seiner Gemeinde einen Haushaltsplan schicken und du machst bei jeder Ausgabe die du finanzieren möchtest ein Kreuz? Und dann rechnet man es entsprechend aus? Person x möchte y Anteile an den Kosten nicht bezahlen, also muss er nur z Prozent Steuern zahlen? Und das macht man mit Millionen von Steuerzahlern?

Und dann machen wir es auch bei anderen Sachen so? Krankenversicherung? Du rauchst nicht, du fährst kein Motorrad, kein Ski... also wird dein Beitrag entsprechend gekürzt?

Wie gesagt, deine Idee ist erstmals nicht praktisch umsetzbar und steht dann noch im Widerspruch zu unserem Rechtssystem.

Wenn du denkst, es gibt Sachen, die der Staat nicht machen sollte, dann hast du nicht die Möglichkeit selbstherrlich und illegal deine Steuern zu kürzen, sondern müsstest u.a. so vorgehen:

Entweder setzt du dich für die Abschaffung einer Sache ein (z.B. Bundeswehr muss aufgelöst werden) oder du setzt dich dafür ein, dass ev. dafür eine Gebühr erhoben wird (Schulen sind teuer, du hast keine Kinder, also sollte man "Schulgeld" einführen - Achtung! Nur ein Beispiel. Es geht nicht darum, ob das gerechtfertigt ist bzw. rechtlich möglich).

Antwort
von pblaw, 7

Kein Mensch in Deutschland zahlt mehr als 50 % Steuern. Nur die extrem gut Verdienenden sind mit 40-45 % dabei. Neben den Steuern werden aber auch Krankenkasse und Sozialversicherung abgezogen.  Bei den Abzügen musst du differenzieren.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 15

Sich vor den Zug zu werfen ist verantwortungslos! Ich will hier keine Einzelheiten schildern. Genug Lokführer sind nach dem Anblick und ein Leben genommen zu haben traumatisiert.

Antwort
von Becca22, 44

Bevor du vor einen Zug springst Wander doch in ein 'steuerfreundlicheres' Land aus…

Kommentar von Quitti ,

Was gäb es denn da für Länder?

Kommentar von Becca22 ,

Ja das musst schon du recherchieren du willst ja keine Steuern zahlen… ich halte dich lediglich davon ab vor einen Zug zu springen ich mache nicht deine Arbeit:D

Kommentar von Quitti ,

Ok, aber trotzdem danke :D

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