Frage von RezaPahlavi, 98

STEUERFREIBETRAG ALS FREIBERUFLER?

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, werde aus dem vielen verschiedenen Artikeln hier im Internet nicht schlau.

Ich möchte in einem Betrieb auf Rechnungsbasis arbeiten, dass heißt dass ich für meine geleisteten Stunden mit dem vereinbarten Stundenlohn, das am Ende in Rechnung stellen möchte.

Ich habe von mehreren Leuten gehört, dass man so in 1 Jahr einen Betrag von ca. 8000€ verdienen kann, ohne steuern abgeben zu müssen.

Meine Fragen sind:

  1. Werden gar keine Steuern abgezogen, wenn ich unter dem Freibetrag liege?

  2. Oder zahle ich provisorisch Steuern für jede Rechnung und bekomme bei der Steuererklärung die Steuern zurück? (falls unter Freibetrag)

Oder zahle ich erst dann Steuern wenn bei der Steuererklärung festgestellt wird, dass ich über dem Freibetrag bin?

Vielen Dank für die Hilfe schonmal

Antwort
von kevin1905, 58

Der Grundfreibetrag beträgt 8.652,- € für jeden Ledigen.

Werden gar keine Steuern abgezogen, wenn ich unter dem Freibetrag liege?

Du hast entweder Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit, also bist du für das Erklären und Abführen der Steuern und Sozialabgaben alleine verantwortlich.

Oder zahle ich provisorisch Steuern für jede Rechnung und bekomme bei
der Steuererklärung die Steuern zurück? (falls unter Freibetrag)

Es hängt ein bisschen davon ab, was du in den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung schreibst (Kleinunternehmer ja oder nein, Umsatzprognose, Gewinnerwartung).

Ansonsten gilt natürlich § 37 EStG.

Anmerkungen:

  1. Den Betrag auf der Rechnung, den du erhälst ist ein Umsatz, kein Gewinn. Den Gewinn musst du selber ermitteln nach Abzug deiner Betriebsausgaben
  2. Wenn du nur mit vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmern zusammen arbeitest, solltest du auf die Kleinunternehmerregelung verzichten.
  3. Wenn du für einen Auftraggeber arbeitest, bist du zumindest mal rentenversicherungspflichtig, als Selbständiger mit einem Auftraggeber. Dass deine Krankenversicherung bestenfalls 250,- € im Monat kostet, lasse ich auch mal außen vor.
  4. Ggf. stuft dich die Clearingstelle der DRV auch als scheinselbständig ein, wenn gewisse Kriterien darauf hindeuten, dass du im Grunde nur ein Arbeitnehmer bist, bei dem der Chef versucht sich um die Abgaben zu drücken.
Antwort
von herja, 61

Hi,

dazu müsste ersteinmal geklärt werden, ob du überhaupt als "Freiberufler" arbeiten darfst, oder ob du ein Gewerbe anmelden musst.

Die Steuervorauszahlungen werden dann vom Finanzamt festgelegt und mit den Steuererklärungen abgerechnet.

Kommentar von RezaPahlavi ,

Ich habe leider gar keine Kenntnisse in der Hinsicht.

Woran wird ausgemacht ob ich Freiberuflich oder gewerblich arbeite?

Ich denke ich würde als Freiberufler arbeiten, da ich gelesen hab dass man gewerblich ab einer bestimmt hohen Summe arbeitet, die ich aufjedenfall nicht überschreiten werde 

Danke

Kommentar von herja ,

Leider funktioniert das so nicht.

Mach dich doch mal schlau, einfach ein bisschen lesen, verstehen und staunen: https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/unternehmen-anmelden/fr...

Antwort
von HMilch1988, 45

Hi...

soo, erst einmal die Sache mit dem Freibetrag klären. Einen steuerfreien Betrag aus Einkünften aus selbstständiger Arbeit von 8.000,00 € gibt es nicht. Es gibt einen Grundfreibetrag von 8.652 € (Stand 01/16), vielleicht hast Du da was verwechselt.

Dann ein paar Fragen, um dir eine bessere Antwort zu geben:

1) Hast du ausschließlich Einkünfte aus der Selbstständigkeit Arbeit, oder gehst du auch einer Angestelltentätigkeit nach?

2) Tendierst du zum Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer), oder ist die Steuerpflicht (mit Ausweis der Umsatzsteuer) gewünscht?

3) Welche Art von Tätigkeit übst du aus? Je nachdem gibt es in der Tat einen Freibetrag (glaube 2.400 € muss ich mal nachgucken).

Kommentar von RezaPahlavi ,

Genau, ich meinte den Grundfreibetrag.

1. Nur Einkünfte durch die selbständige Arbeit

2. Das ist auch eine offene Frage, so wie es steuerrechtlich für mich am besten ist. Ich würde ca. Auf 1400€ im Monat mit der selbständigen Arbeit kommen.

3. Ich bin Servicekraft in der Gastronomie

Erstmal danke für deine Hilfe 

Antwort
von Throner, 31

Böse Falle: freiberufliche Servicekraft? Das bezweifele ich, Ich denke, dass Du damit scheinselbstständig bist. Dein "Auftraggeber" eigentlich aber Arbeitgeber bestimmt mit Sicherheit Deine Arbeitszeit (oder kannst Du arbeiten, wann Du willst z.B. von 02:00 h bis 10:00 h morgens). Ich vermute mal nicht. Damit bist Du ein Arbeitnehmer, der dem Direktionsrecht des Arbeitgebers unterliegt. Ich vermute, dass das Dein Arbeitgeber dieses Konstrukt gerne haben möchte, um die Sozialabgaben zu sparen.

Schon daran gedacht, dass Du auch selbst die Krankenversicherung allein bezahlst. Wie gesagt: Böse Falle

Antwort
von Novos, 44

Wenn Du nur für einen Betrieb freiberuflich tätig bist, hast Du das Problem der Scheinselbständigkeit "am Hals".

Kommentar von RezaPahlavi ,

Wie genau sieht das Problem aus? Will es so machen dass ich Steuer mäßig am besten wegkomme aber trotzdem ,,ordnungsgemäß,,

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