Frage von Marsling, 35

Steuerfrage Baufällige Wohnung?

Hallo,

ich habe vor 2 Wochen eine Wohnung gekauft, welche stark renovierungsbedürftig ist. Also sie brincht nun nicht gleich zusammen, aber ich habe risse an den Wänden und den Decken, aus dem Fußboden ragen riesige Splitter heraus und sollte zumindest abgeschliffen und versiegelt werden.

Es ist eine Denkmalgeschützte Altbauwohnung mit undichten Fenstern und kaputten Nachtspeicheröfen. Dazu ein Minibadezimmer (ca 3,5 m²) Alles nicht wirklich schön, aber ich liebe diese Wohnung einfach.

Ich habe bereits einen Kostenvoranschlag für die Renovierung der Wohnung erstellen lassen. All Inklusiv sozusagen (streichen, schleifen, Heizungen austauschen, etc) Ergebnis: ca. 25-30Tausen Euro (mit Material)

Viel haben mir nun gesagt, dass ich die Revnovierungskosten von der Steuer absetzen kann, denn sollte ich nix an der Wohnung machen, wird sie früher oder später wirklich verfallen. Aber keiner kann mir genau sagen in welcher Anlage ich die Rechnungen eingeben kann und bis zu welcher höhe. Es wäre natürlich schon schön von dem Geld wieder etwas zu sehnen.

Nochmal, es sind hier nicht nur Schönheitsrenovierungen, sondern wirklich dringend nötige Renovierungen.

Nebendetail, ich lebe auch in dieser Wohnung, sie ist also nicht vermietet.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hefti15, 28

§35a(3) EStG
Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-,
Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ermäßigt sich die tarifliche
Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf
Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 1 200 Euro. 2Dies gilt nicht für
öffentlich geförderte Maßnahmen, für die zinsverbilligte Darlehen oder
steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden.


Wichtig auch (5)
.....Der Abzug von der tariflichen Einkommensteuer nach den Absätzen 2 und 3 gilt nur für Arbeitskosten. 3Voraussetzungfür die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach Absatz 2 oder für Handwerkerleistungen nach Absatz3 ist, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist.....

Als Tipp kann ich dir nur mit auf dem Weg geben, erstmals auszurechnen, wie viel der Kosten Arbeitskosten sind. Sagen wir mal, ca. 15.000 Euro.

Dann solltest du dir ev. überlegen, ob es möglich und sinnvoll ist, einen Teil dieser Arbeiten nächstes Jahr durchzuführen bzw. die Zahlung aufs nächste Jahr zu verschieben (der Abzug ist in dem Jahr vorzunehmen, in dem die Rechnung gezahlt wird und nicht wann die Arbeit ausgeführt wird).

Warum schreibe ich dies? 15.000 Euro Handwerkerdleistung, davon 20% = 3.000 Euro. Es gibt aber max. 1.200 Euro in einem Jahr.
Wenn man jetzt die Kosten auf zwei Jahre verteilen könnte, z.B. jedes Jahr 7.500 Euro, dann würde das bedeuten: 7.500 Euro, davon 20% = 1.500 Euro. Wieder aber max. 1.200 Euro. Aber im nächsten Jahr könnte man ja die restlichen 7.500 Euro wieder geltend machen. Also, nochmals 7.500... was wieder 1.200 Euro bedeuten würde.


Antwort
von Eulenhasser, 10

Geh zu einem Steuerberater und lass dir § 10f EStG (Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen) erklären. Möglicherweise liegen die Voraussetzungen vor. Das bringt dir mehr als die läppische Förderung nach § 35a EStG.



Antwort
von schleudermaxe, 16

Leider nicht, so lese ich die Spielregeln. Bedenke: Vieles gehört Dir vielleicht gar nicht, wie z.B. die Fenster, und somit lieber da Finger weglassen.

Die läppischen Pauschale (Bek. Schwarzarbeit) lasse ich mal weg. Wer zahlt heute noch Steuern und wenn, rd. 10% von 1. 200 EUR/Jahr ergeben vom Finanzamt 120,00 EUR.

Viel Glück.

Kommentar von Hefti15 ,

Bitte keine Tipps geben, wenn man keine Ahnung hat.

Wer zahlt heute noch Steuern? Also, i.d.R. alle Menschen die eine Arbeit haben, dazu die Unternehmer... Nur weil du offensichtlich vom Staat Hilfen bekommst somit keine Steuern zahlst, solltest du nicht von dir auf andere schließen.

Dein Expertenwissen blitzt ja auch bei deinem Beispiel auf. "
rd. 10% von 1. 200 EUR/Jahr ergeben vom Finanzamt 120,00 EUR.".

Es gibt 20% (!!!!) der entsprechenden Kosten (z.B. Arbeitslohn) und max. 1.200 Euro.

Kommentar von schleudermaxe ,

... nun mal nicht so kühn. Was denn jetzt, 20% oder 1.200 EUR?

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