Frage von Mondsteinfee, 35

Steuererklärung Getrenntveranlagung?

Hallo Mein Exmann (Scheidung 2016, Trennung 2015) möchte gerne die Steuererklärung für 2014 getrennt veranlagen. Ich hatte Anfang der Jahres Steuerklasse 3 und habe im Oktober 2014 in die Steuerklasse 5 gewechselt. Weiter habe ich eine Schwerbehinderung von 80 % und daher auch den entsprechenden Steuerfreibetrag. Wir haben zwei minderjährige schulpflichtige Kinder. Mein Ex Arbeiter bei einem österreichischen Arbeitgeber und zahlt Steuern in Österreich und zur Steuererklärung dann auch in Deutschland.versicherungen liefen bis zur Trennung alle auf seinen Namen. Nun möchte er die Steuer schon für 2014 getrennt veranlagen. Ich nehme an, dass er dadurch nur noch in Österreich Steuern zahlen muss. Er ist seit der Trennung auch un einem anderen Finanzamtsbezirk. Macht es für mich Sinn, seiner Bitte nachzugeben? Muss ich mit einer Nachzahlung rechnen?

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Antwort
von wfwbinder, 8

So einfach geht das nicht.

Wenn insgesamt die Zusammenveranlagung günstiger ist als die Einzelveranlagung (getrennte gibt es nciht mehr), dann kann man die Zusammenveranlagung sogar einklagen.

Nehmen wir mal an bei Zusammenveranlagung wäre eure Gesamtsteuerschuld 6.000,- Euro.

Bei Einzelveranlagung für einen 2.800,- udn für den anderen 3.500,-, also insgesamt 6.300,-, dann kann man die Zusammenveranlaugung erzwingen udn man muss sich nur über die Verteilung unterhalten.

Antwort
von TomRichter, 9

Nimm ein preiswertes Steuerprogramm und gib' Deine Daten ein. Dann siehst Du ganz schnell, ob Dir eine Nachzahlung droht (hängt davon ab, wieviel Du in Klasse 3 und wieviel in Klasse 5 verdient hast, wieviele Kinder dabei berücksichtigt wurden und wem die Kinderfreibeträge tatsächlich zustehen)

Ich denke, dass für ihn die Einzelveranlagung und für Dich die Zusammenveranlagung günstiger wäre. Jetzt gibt es zwei Wege:

a) Ihr setzt Euch zusammen, rechnet beide Varianten durch, entscheidet Euch für die, bei der das Finanzamt am wenigsten bekommt, und teilt Euch die Differenz redlich.

b) Ihr brüllt Euch an, er entscheidet sich für Einzelveranlagung (dafür braucht er Deine Zustimmung gar nicht), Du verklagst ihn auf Zustimmung zur gemeinsamen Veranlagung - hinterher hat das Finanzamt weniger, aber Ihr auch, denn das Geld ist dann bei den Anwälten.

Kommentar von Bevarian ,

;)))

Antwort
von Omikron6, 19

Das hat nichts mit einer "Bitte" zu tun! Wenn ein Ehegatte die getrennte Veranlagung/Einzelveranlagung will, dann werden die Ehegatten getrennt/einzeln veranlagt! Da muss der andere Ehegatte NICHT zustimmen, er kann es sogar gar nicht! Es reicht aus, wenn einer es will... 

Kommentar von Mondsteinfee ,

Geht das nicht nur mit Zustimmung? Würde uns letztes Jahr so gesagt

Kommentar von Omikron6 ,

Deine "Zustimmung" ist nicht erforderlich. Wenn einer getrennt/einzeln veranlagt werden will, wird es so sein. Da wurde euch letztes Jahr etwas falsches gesagt! Ich bin seit 1975 beim Finanzamt und kenne mich hinsichtlich dieser Punkte aus!!!

Kommentar von TomRichter ,

Formal falsch, aber inhaltlich doch weitgehend korrekt, da der mit der Einzelveranlagung nicht einverstandene Partner auf zivilrechtlichem Weg die Zustimmung zur gemeinsamen Erklärung erzwingen kann.

Natürlich nur, wenn es insgesamt vorteilhaft ist und er dem anderen die entstehenden Nachteile ausgleicht.

Antwort
von noname68, 15

das wimmelt ja gereadezu von steuerlichen besonderheiten. das solte am besten ein lohnsteuer-hilfeverein regeln.

Kommentar von Mondsteinfee ,

Wir waren bisher bei der Lohi, nur ist der Steuerberater dieses Jahr verstorben. Letztes Jahr machten wir die Erklärung für 2013 und da hieß es, es geht nur mit Einwilligung des Ehepartners.

Für 2013 hätte ich sogar etwas rausbekommen, wohingegen er nachzahlen hätte müssen. Da war ich aber in der Klasse 3. wir haben dann gemeinsam veranlagt, wobei die Zahlung ans Finanzamt etwas geringer war und mein Ex mir dann den Betrag den ich bekommen hätte bei einer gemeinsamen Veranlagung, erstattet hat.

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