Frage von Chrismatic, 84

Steuererklärung für nicht angemeldetes 2 monatiges "Gewerbe"?

Liebe Gemeinde,

wie würdet ihr im folgenden Fall vorgehen? Jemand hat für ca. 8 Wochen einmal wöchentlich für einige Stunden selbstständig gearbeitet in einer Tätigkeit die als gewerblich einzustufen ist, aufgrund der nicht vorhandenen Regelmäsigkeit und kurzen Dauer wurde kein Gewerbe angemeldet.

Nun muss sowieso wegen einer früheren abgemeldeten freiberuflichen Tätigkeit eine Steuererklärung abgegeben werden. Denkt ihr es ist billig einfach in der Anlage S die aus der 2 monatigen Nebentätigkeit erzielten Einkünfte bei sonstigen Einkünften aus selbstständiger Arbeit anzugeben? Nur für das Protokoll, der Umsatz wurde nur bar erzielt, das Amt muss also nunmehr sowieso "froh sein" über den Willen zu einer korrekten Versteuerung und sollte sich so hoffentlich zufrieden geben!

Beste Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 66

Zusätzliche Anlage "G" anstatt mit in Anlage "S", sonst richtig.

Antwort
von Hefti15, 25

Die Frage wurde ja beantwortet. Du musst die Einkünfte erklären.

Aber gewöhne dir mal folgendes ab: "Nur für das Protokoll, der Umsatz wurde nur bar erzielt, das Amt muss also nunmehr sowieso "froh sein" über den Willen zu einer korrekten Versteuerung und sollte sich so hoffentlich zufrieden geben!"

Nur fürs Protokoll: Du hast offensichtlich gegen mehrere Vorschriften verstoßen. Gewerbe u.a. nicht angemeldet.

Dann würde ich an Deiner Stelle mal vorsichtig mit deinen Aussagen sein. Wenn du die Einkünfte nicht erklärst, dann begehst du eine Straftat (Steuerhinterziehung).

Und sich dann hinzustellen und zu schreiben, die müssten "froh sein" dass du keine Straftat begehst und die sollen zufrieden sein, dass du zwar gegen Vorschriften verstoßen hast, aber trotzdem die Einkünfte erklärst (wie gesagt, was deine Pflicht ist), ist schon sehr vermessen.

An deiner Stelle würde ich also die Steuererklärung abgeben und "froh sein" wenn du für deine Verfehlungen nicht belangt wirst. Und wie gesagt, gewöhne dir ab, dich aufzuspielen und dich gönnerhaft darzustellen, wenn du deine gesetz. Pflichten nachkommst.

Erwartest du wirklich ein "Lob" bzw. "Dankbarkeit", dass du erklärst, du würdest dich ans Gesetz halten und keine Straftat begehen?

Kommentar von Chrismatic ,

Nur fürs Protokoll, es wurde nicht gegen mehrere Vorschriften verstoßen, maximal gegen eine: Gewerbeanmeldung. Es lassen sich aber auch durchaus Stimmen finden, die solange etwa keine Außenwerbung etc. betrieben wird, einen so kurzen Zeitraum ohne Anmeldung für in Ordnung halten.

Vorallem aber war nie die Rede davon die Einnahmen nicht anzugeben, die ganze Frage zielt ja darauf ab, wie die Einnahmen am besten angegeben werden sollen!

Dass du eine sehr ausgeprägte Einstellung zum Thema Vorschriften hast, ist den Lesern denke ich aber klar geworden und diese ist ja auch lobenswert und empfehlenswert. Ich möchte dich nur bitten keine böswilligen Absichten, oder gar Straftaten zu unterstellen, wo keine vorliegen. :)

Kommentar von Hefti15 ,

Ach und das dadurch das Finanzamt keine Ahnung von der gewerblichen Tätigkeit hat, dass deshalb gar nicht festgestellt werden konnte, ob z.B Umsatzsteuererklärungen abzugeben sind?...

Ist klar, man hat die "freie" Wahl. Wer nicht vom Finanzamt belästigt werden möchte, der gibt einfach keine Gewerbeanmeldung ab und alles ist gut...

Und deine "Stimmen finden" würde ich mal gerne im Zitat sehen.

Kurze Frage: Wenn das FA davon erfahren hätte und dich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung konfrontiert hätte, wie hättest du das dann widerlegt?

Witzig, wenn du von "keine böswilligen Absichten bzw. Straftaten" sprichst. Erkläre mal aus Sicht des FA wie das dies unterscheiden soll:

Wie gesagt, das FA entdeckt also jemanden, der ohne Gewerbeanmeldung tätig ist und sich auch nicht beim FA "gemeldet" hat. So du Experte, wie erkennt nun das FA denjenigen der betrügen wollte und denjenigen der keine bösen Absichten hatte?

Und mache mir bitte keine Vorwurf, wenn der Typ oben eine Lob dafür haben möchte, dass er sich dazu herablässt, nicht die Steuern zu hinterziehen.

Kommentar von Hefti15 ,

Und nur am Rand, die AO bzw. §138(1) AO das ist nur so eine "Spaßvorschrift".

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