Frage von stuggnat, 35

Steuererklärung: Abfindung richtig eingeben?

Bevor ich hier noch ganz verzweifle:

Nach einem Rechtsstreit (Anfang letzten Jahres) wurde mein Ex-Arbeitgeber gerichtlich aufgefordert, eine einmalige Abfindung (Höhe 1600 Euro, ist ein Brutto-Monatsgehalt) an mich zu zahlen; vorher war ich in Elternzeit, hatte somit keinen weitere Gehaltszahlung meines Ex-Arbeitsgebers. Abfindung hat er dann auch gezahlt - Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer wurden abgezogen, der Restbetrag an mich überwiesen. Die Lohnsteuerbescheinigung habe ich diesbezüglich auch erhalten. Nun habe ich die Lohnsteuerbescheinigung eingegeben, als "Nur Abfindung". Lt. Lohnsteuerbescheinigung muss ich den Betrag dann bei "19 - Steuerpfl. Entschädigung und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden" eintragen.

Die Lohnsteuerbescheinigung (für die letzten 3 Monate letzten Jahres) meines neuen AG habe ich normal eingegeben.

Nun ist es so, dass ich durch die Eingabe der einmaligen Abfindung fast 400 Euro mehr Rückzahlung habe - ist das normal? Oder muss ich da noch etwas anderes eingeben? Ich versteh es irgendwie nicht ganz, wieso der Betrag dann so hoch ist. Lohnsteuer Soli und KiSt wurden ja auch schon abgezogen von dem Bruttobetrag.

Ist das dann richtig so? Oder muss ich noch irgendwas beachten?

Antwort
von Petz1900, 26

Der alte Arbeitgeber hat die Lohnsteuer höchstwahrscheinlich nach Steuerklasse VI berechnen müssen, nun bekommst du den Differenzbetrag zu deiner eigentlichen Steuerklasse zurück (etwas laienhaft ausgedrückt, ich weiß, aber ich hoffe verständlich...)

Antwort
von Ernsterwin, 14

Das ist schon gut möglich, weil die Lohnsteuer für 3 Monate mit 3/12 der Jahreslohnsteuer berechnet wurde - und das wird zuviel sein, da Du nur 3 Monate Gehalt bezogen hast.

Das Finanzamt müsste das von Amts wegen korrigieren und den überschüssigen Betrag erstatten.

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