Frage von nwoe82, 52

Steuererklärung 2015 wiederspruch Unterhaltszahlung?

Hi alle zusammen,

hab eine frage in Bezug auf die Steuererklärung. Meine Frau und Ich sind zusammen Veranlagt. Hatte letztes Jahr in der Steuererklärung 2014 Unterhaltszahlung eingetragen da ich im Zweitstudium bin und noch Student. Mir wurden letztes Jahr auch die Unterhaltszahlung anerkannt. Dieses Jahr wurde es mir allerdings nicht anerkannt, da ich ersten denn Nachweis für die erst Ausbildung nicht abgegeben hatte, da ich dachte einmal reicht. Zweitens stand da in der Erklärung, dass es keine Unterhaltszahlung bei Zusammenveranlagte anerkannt werden kann nur bei einzell Veranlagte. Meine frage ist jetzt:
Kann ich mich auf das letzte Jahr Beziehen beim wiederspruch ohne Würde ich deswegen Probleme bekommen und müsste dass was letztes Jahr falsch berechnet wurde Nachzahlen oder würde ich da keine Probleme bekommen???

Würde mich freuen wenn mir einer Helfen könnte.

Antwort
von petrapetra64, 11

Das mit dem Unterhalt versteh ich nicht so ganz, wer nun Unterhalt für wen zahlen soll. 

Wenn man einen Bescheid vom Finanzamt erhält, dann hat man einen Monat Zeit gegen ihn einen Einspruch einzulegen, danach kann dagegen nichts mehr gemacht werden, auch wenn er falsch war. D.h. wenn das Finanzamt damals Fehler gemacht hat, dann kann nichts mehr gefordert werden. Da brauchst du schon mal keine Angst zu haben.

Du fragst in deinen Komentar, ob man als Ehemann von seiner Frau unterhalten werden kann. Natürlich kann man das. Umgekehrt ist es sogar recht üblich, wenn die Ehefrau nur Hausfrau (und Mutter) ist, natürlich geht das umgekehrt genauso, dass der Ehemann Hausmann ist oder eben studiert. Und der andere Ehepartner ist Alleinverdiener. Dafür gibt es vom Staat dann ja einen Ausgleich, indem der verdienende Ehegatte durch die Steuerklasse 3 einiges mehr an Netto bekommt als andere Arbeitnehmer. 

Wenn der Unterhalt von deiner Frau an dich das ist, was du in der Steuererklärung angegeben hast, dann ist das daher in der Tat nicht absetzbar, da eben mit der Steuerklasse 3 geregelt. 

Nur wenn ihr dauerhaft getrennt leben würdet, dann gäbe es ggf. die Möglichkeit, den Ehegattenunterhalt abzusetzen, da es keine Steuerklasse 3 mehr gibt, dann gibt es aber auch eine  Einzelveranlagung. 

In einer gemeinsamen Steuererklärung ist das nicht möglich.. Wenn es im Jahr zuvor wirklich übersehen wurde, dann hast du Glück gehabt. Schau dort noch mal genau nach, ob es wirklich berücksichtigt wurde oder einfach nur gestrichen, ohne dass es aufgefallen ist. 

Kommentar von nwoe82 ,

Ok dann habe ich wohl Glück gehabt, da ich Unterhaltszahlung angegeben habe und im Bescheid auch Unterhaltszahlung steht und dann auch die volle Summe. Unterhaltszahlung von meiner verheirateten Frau nicht geschieden. Ich hatte halt gehört das ich Unterhaltszahlung beantragen soll da ich Studiere (zweitstudium) und meine Frau arbeitet. Dachte an eine Unterhaltszahlung wie wenn Vater seinen Sohn Tochter unterhält aber so wie du es gesagt hadt ist es wohl nicht möglich da wir verheiratet sind und zusammen veranlagt.
Danke dir.

Antwort
von 123dieanni, 22

Deine Frage müsstest Du präzisieren. 

Um was für Unterhaltszahlungen handelt es sich? Welche, die Du erhalten hast ( von wem) oder welche, die Du gezahlt hast (an wen).

Antwort
von DerHans, 32

Wenn der letzte Steuerbescheid rechtskräftig war, brauchst du nichts nachzahlen.

Aber als Präzedenzfall nützt dir das auch nichts.

Kommentar von nwoe82 ,

Was heißt Rechtskräftig?? Wenn da keine einwende waren?? Also der ist so durch gegangen ohne irgendwelche einwende und bis jetzt kam da auch nichts mehr. Kann ich denn als Ehemann und Student von meiner Frau Unterhalten werden?? Das wäre eine Interessante Frage für mich??

Kommentar von DerHans ,

In jedem Steuerbescheid wird dir eine Rechtsmittelbelehrung erteilt.

Daraus geht hervor, wann der Bescheid rechtsgültig wird.

Es sei denn, du hast selbst WIDERSPRUCH dagegen eingelegt, oder die Steuer wurde VORLÄUFIG festgesetzt

Kommentar von Omikron6 ,

Ein Steuerbescheid wird weder rechtsgültig noch rechtskräftig sondern BESTANDSKRÄFTIG (vgl. §§ 172 ff. AO).

Das rechtsmittel gegen einen Steuerbescheid ist nicht der Widerspruch sondern der EINSPRUCH (§ 347 Abs. 1 Satz 1 AO).

Soweit ein Steuerbescheid VORLÄUFIG ergangen ist, bezieht sich diese Vorläufigkeit nur auf ganz bestimmte, im Bescheid konkret aufgeführte Sachverhalte (§ 165 AO).

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