Frage von Sollar, 234

Steuererklärung 2012: Wieso muß man vom Auto das Kennzeichen angeben?

Ich bin gerade bei der Lohnsteuererklärung für 2012.
Hoffentlich bin ich nicht zu spät dran damit und kann sie noch abgeben.

Bei den Kosten für den Weg zur Arbeit (Auto) ist ein Feld für das Kennzeichen vom Kfz. Kann man das Feld freilassen oder muß man da etwas eintragen?

Hintergrund: Ich habe gar kein Auto, und bin mit Öffis gefahren. Aber bevor jetzt ein Aufschrei durch die Runde geht: Es gibt doch sowieso pauschal 30 Cent, egal ob man zu Fuß geht, mit dem Auto fährt, oder mit Öffis (öffentlichen Verkehrsmiteln).

Antwort
von PatrickLassan, 160

Ja, es ist egal, wie man zur Arbeitsstätte kommt, es gibt immer 30 Cent pro Entfernungs-km. Warum man sich allerdings wegen rd. 30 € Ärger einhandeln will, ist mir unklar, denn viel mehr bringen die falschen Angaben nicht.

Kommentar von Franz577 ,

Wenn es egal ist, warum wird dann nicht einfach nur nach der Wegstrecke gefragt, sondern auch nach dem Verkehrsmittel?

Darum glaube ich eben nicht, daß es egal ist.

Kommentar von PatrickLassan ,

Weil es eine Deckelung gibt. § 9 Abs.1 Nr. Einkommensteuergesetz:

Aufwendungen des Arbeitnehmers für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte im Sinne des Absatzes 4. 2Zur
Abgeltung dieser Aufwendungen ist für jeden Arbeitstag, an dem der
Arbeitnehmer die erste Tätigkeitsstätte aufsucht eine
Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte von 0,30 Euro anzusetzen, höchstens jedoch 4 500 Euro im Kalenderjahr; ein höherer Betrag als 4 500 Euro ist anzusetzen, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder ihm zur Nutzung
überlassenen Kraftwagen benutzt.

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html

Kommentar von Franz577 ,

Ok, aber dann ist es zumindest nicht egal, ob mit oder ohne Auto.

Aber wenn es egal ist, ob zu Fuß, mit Fahrrad, Motorrad oder öffentlich, warum wird dann in der Erklärung zwischen diesen Verkehrsmitteln unterschieden?

Kommentar von PatrickLassan ,

Es ist solange egal, wie man die 4500 € nicht erreicht.

Kommentar von Miramar1234 ,

Wobei das Finanzamt dann auch ein "fremdes" Kennzeichen akzeptieren muß.Die Angabe ist also antiquiert.

Kommentar von PatrickLassan ,

Im Gesetz steht "eigenen oder ihm zur Nutzung
überlassenen Kraftwagen",
und das habe ich so auch zitiert.

Ggfs. wird das Finanzamt bei einem fremden Fahrzeug auch verlangen, dass der tatsächliche Eigentümer die Überlassung bestätigt.

Antwort
von Miramar1234, 99

Damit dokumentierst Du den Weg zur Arbeit mit dem "eigenen PKW" zurückzulegen.Da dies noch aus der Zeit der unterschiedlichen Angaben und Berechnung der Kilometergelder hervorgeht,ist es eigentlich nicht sachgerecht bzw.notwendig.Ich würds trotzdem angeben um keine Nachfragen zu provozieren.Beste Grüße

Antwort
von Throner, 47

Im Jahr 2012 wurde die Kfz-Steuer noch in den Finanzämtern verwaltet. Durch Angabe des Kennzeichens konnte so gleich abgeglichen werden, ob noch Kfz-Steuer "offen" war und sofort von der eventuellen Steuererstattung umgebucht werden.

Antwort
von TheAllisons, 118

Wenn du kein Auto hast, kannst du auch nichts eintragen, dann musst du das Feld freilassen, ganz einfach

Kommentar von Sollar ,

Obwohl ich für die Fahrt zur Arbeit angebe, dass ich mit 1 Auto gefahren bin?

Kommentar von TheAllisons ,

wie kann man mit einem Auto fahren, wenn man keines hat. Du kannst nichts eintragen wenn du kein Auto hast, und kannst es natürlich auch nicht absetzen.

Kommentar von alarm67 ,

Das nennt sich dann Betrug! Und, das hast Du auch so NICHT in Deiner Frage geschrieben!!

Kommentar von Sollar ,

Es ist ebend kein Betrug, weil es 30 Cent gibt, wenn man zu Fuß geht, mit den Fahrrad fährt, mit den Bus, oder mit den Auto !

Kommentar von Franz577 ,

Aber du kannst nicht angeben, mit dem Auto zu fahren, wenn das nicht zutrifft. Du tust es ja nur deswegen, weil du so einen längeren Weg angeben kannst, den du aber tatsächlich nicht hast.

Also was soll das dann sonst sein, wenn nicht Betrug?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@Franz577:

wieso gibtst Du Kommentare zu einem Thema ab, wo Du keine Ahnung hast?

es ist UNERHEBLICH, wie die Person zur Abeit kommt. Es gibt eine Entfernungspauschale, welche unabhängig vom Beförderungsmittel ist. Wenn der Steuerpflichtige jeden Tag 30 km zur Abeit läuft, bekommt er den gleichen Satz wie eine Person, die mit einem Ferrari zur Arbeit fährt ......

Du wurdest aber bereits in einem anderen Kommentar darauf hingewiesen .......

Kommentar von Franz577 ,

@wurzlsepp668

Das hab ich inzwischen begriffen, obwohl ich es nicht richtig finde und auch nicht verstehe, warum dann das Verkehrsmittel in der Steuererklärung überhaupt eine Rolle spielt bzw. abgefragt wird.

Aber es geht hier ja auch noch um etwas anderes, nämlich daß der Fragesteller in betrügerischer Absicht angeben will, daß er mit einem PKW zur Arbeit fährt, obwohl er keinen hat, nur um einen längeren Weg angeben zu können.

Antwort
von Franz577, 132

Wie, du machst jetzt erst die Steuererklärung für 2012?? Warum erst so spät?

Wundert mich, daß das Finanzamt da noch nicht nachgefragt hat.

Und nein, es gibt nicht immer pauschal 30 Cent pro Kilometer, sondern es hängt vom Verkehrsmittel ab. Das geht ja aus dem Formular auch hervor.

Abgesehen davon verwechselst du hier auch was, glaub ich. Die 30 Cent pro Kilometer gibt es meines Wissens nach von Arbeitgeber, wenn du mit deinem privaten PKW dienstliche Fahrten machst.

Aber wenn du sowieso kein Auto hast, spielt das für dich auch keine Rolle.

Kommentar von PatrickLassan ,

Wundert mich, daß das Finanzamt da noch nicht nachgefragt hat.

Mich nicht. Sofern der Fragesteller nicht zur Abgabe eienr Erklärung verpflichtet ist, ist das dem Finanzamt nämlich egal. 

es gibt nicht immer pauschal 30 Cent pro Kilometer, sondern es hängt vom Verkehrsmittel ab. ... Die 30 Cent pro Kilometer gibt es meines Wissens nach von  Arbeitgeber, wenn du mit deinem privaten PKW dienstliche Fahrten machst.

Dann wirf mal einen Blick in § 9 Einkommensteuergesetz.

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html

Kommentar von Messkreisfehler ,

Ich mach meine Einkommenssteuererklärung grundsätzlich auch erst nach 4 Jahren, wo sonst bekomme ich mein Guthaben mit 6% p.a. verzinst? Das bezahlt mir keine Bank der Welt...

Kommentar von Franz577 ,

@Messkreisfehler

Das geht aber auch nur dann, wenn man nicht verpflichtet ist, eine Erklärung abzugeben. Und wer dazu nicht verpflichtet ist, bei dem können die Erstattungen auch nicht allzu hoch ausfallen. Das Finanzamt hat doch auch kein Geld zu verschenken und würde der Sache schnell einen Riegel vorschieben, wenn es alle als "Bank" mit guter Rendite missbrauchen würden. Also fraglich, ob sich das lohnt. Man verliert da auch leicht mal den Überblick.

Kommentar von Franz577 ,

Wenn er nicht verpflichtet ist, dann braucht er doch auch eine NV-Bescheinigung, oder? Und wie ist es eigentlich möglich, daß man als Vollzeit-Berufstätiger nicht verpflichtet sein kann, eine Erklärung abzugeben?

Kommentar von Sollar ,

Wir sprechen hier von Deutschland und nicht von Österreich.

Kommentar von Franz577 ,

Wer spricht denn von Österreich?

Kommentar von Sollar ,

Wer von Österreich spricht? Anscheinend Du, lieber Franz577. 

Denn in Deutschland muß man ebend keine Steuererklärung abgeben. Deshalb mache ich sie erst jetzt.

Kommentar von Franz577 ,

Also ich weiß sicher auch nicht alles, aber du scheinst ja absolut keine Ahnung zu haben! Wer hat dir denn das erzählt, daß man in Deutschland keine Steuererklärung abgeben muß?? Ich muß es, stell dir vor!

Mag ja sein, daß du es nicht mußt, aber pauschal zu behaupten, in Deutschland wäre das keine Pflicht, ist ja wohl der größte Humbug, den ich je gelesen habe.

Kommentar von PatrickLassan ,

wer dazu nicht verpflichtet ist, bei dem können die Erstattungen auch nicht allzu hoch ausfallen

Anders herum wird ein Schuh daraus. Der Gesetzgeber hat die Abgabepflicht bei der Einkommensteuer so gestaltet, dass diejenigen zur Abgabe verpflichtet sind, bei denen eine Nachzahlung sehr wahrscheinlich ist.

Das Finanzamt hat doch auch kein Geld zu verschenken und würde der Sache schnell einen Riegel vorschieben, wenn es alle als "Bank" mit guter Rendite missbrauchen würden.

Finanzämter machen keine Gesetze, sie führen sie aus. Da auch Nachzahlungen genauso zu verzinsen sind, ergibt die Regelung durchaus Sinn.

Wer hat dir denn das erzählt, daß man in Deutschland keine Steuererklärung abgeben muß?? Ich muß es, stell dir vor!

Arbeitnehmer sind in Deutschland nur dann zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn eine der in § 46 Einkommensteuergesetz genannten Voraussetzungen vorlegen. Bei Ledigen z.B. liegt häufig keine Abgabepflicht vor.

Kommentar von Genesis82 ,

Franz577, um es mit deinen Worten zu sagen: Es ist der größte Humbug, wenn man behauptet, dass man immer verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu machen! Eine ledige, arbeitende Person ohne Kinder und ohne weitere Einnahmen z.B. durch Kapitalerträge, Vermietung, selbstständiger Arbeit etc. muss definitv keine Einkommensteuererklärung machen, weil sämtliche Einkünfte bereits versteuert wurden und vom Arbeitgeber abgeführt wurden.

Man kann sie dennoch freiwillig machen, was aber nur Sinn macht, wenn die Werbungskosten über der Pauschale liegen. Die Pauschale selbst wird bereits bei den monatlichen Einkommensteuern vom Arbeitgeber berücksichtigt.

Kommentar von Franz577 ,
Es ist der größte Humbug, wenn man behauptet, dass man immer verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu machen! 

Das hab ich ja auch nie behauptet. Aber sollar behauptet pauschal "in Deutschland muß man keine Steuererklärung abgeben", was eben Quatsch ist.

Kommentar von Kattarina ,

Sage mal, Franz577, bist Du so uneinsichtig oder stellst Du dich nur so an? Es ist Blödsinn, wenn DU behauptest, dass es in Deutschland eine Pflicht dazu gibt. So etwas stimmt ganz einfach nicht!!!

Kommentar von Franz577 ,

@Kattarina

Sorry, aber den Blödsinn schreibst du hier!

Ich hab nie behauptet, daß es in Deutschland eine generelle Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung für alle gibt! Aber es gibt sehr wohl Personengruppen, die dazu verpflichtet sind und das sind nicht gerade wenige (z.B. schon mal alle Selbständigen und sehr viele andere Berufstätige).

Und natürlich gibt es auch welche, die dieser Pflicht nicht unterliegen und keine abgeben müssen.

Aber pauschal zu behaupten, in Deutschland gäbe es generell keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung (wie es auch der Fragesteller getan hat) ist absoluter Quatsch!

Antwort
von kach110, 142

Wenn du kein Auto hast brauchst du da nichts hin schreiben

Kommentar von Sollar ,

Und kann ich die Unkosten trotzdem geltend machen?

Antwort
von alarm67, 82

Doofe Frage, sorry! Wer kein Auto hat, trägt da logischerweise nichts ein!

Dann gibt man an, das man mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren ist.

Kommentar von Sollar ,

Wieso doofe Frage? Mit dem Auto ist der Weg nähmlich länger, weil er über die Autobahn führt. Also könnte ich drei Kilometer mehr angeben als mit Öffis. Darum geht es. Also keine doofe Frage, sondern die hat 1 Hintergrund.

Kommentar von alarm67 ,

Das Du das Auto trotzdem angibst, hast Du in Deiner Frage NICHT geschrieben! Wenn Du ein Auto in betrügerischer Absicht angibst, musst Du auch ein Kennzeichen angeben!

Kommentar von Franz577 ,

@Sollar

Ist das jetzt ein Witz oder was? Du kannst doch nicht angeben, daß du mit dem Auto gefahren bist, obwohl das nicht den Tatsachen entspricht! Man kann ja auch nicht 50 Kilometer mehr angeben, obwohl der Weg nicht so weit ist, nur damit man dann mehr rausbekommt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@franz577: keine Ahung, davon aber jede Menge .......

Entfernungspauschale ist Dir ein Begriff?

Anscheinend nicht ......

Kommentar von Franz577 ,

Es geht darum, daß der Fragesteller bewußt falsche Angaben machen will, um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen!

Diesen Aspekt auch kapiert?

Anscheinend nicht...

Kommentar von alarm67 ,

Die Entfernungspauschale ist KEIN Freifahrtsschein bewusst FALSCHE Angaben in meiner Steuerklärung zu machen! Fahre ich täglich mit dem Bus/der Bahn 50 KM zur Arbeit, kann und darf ich nicht angeben, dass ich täglich 75 KM mit dem Auto gefahren bin! Das wäre schlicht und einfach gelogen, also Betrug/Steuerhinterziehung.

Kommentar von PatrickLassan ,

Also könnte ich drei Kilometer mehr angeben als mit Öffi

Könntest du, solltest du aber nicht. Warum machst du nicht einfach zutreffende Angaben? 3 km pro Tag mehr ergeben bei einer 5-Tage-Woche knapp 200 € mehr Werbungskosten, steuerliche Auswirkungen über den Daumen gepeilt rd. 30 €.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community