Steuerabschreibung - Wie verwalte ich es korrekt?

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2 Antworten

"Ich bin Freiberufler und habe ein Gewerbe.

Ja was nun von beiden? Beides ergibt keinen Sinn


Jetzt fordert das Finanzamt eine korrekte Abschreibung dieses Fahrzeugs.Der Sachberater meine ich solle die 1% Regel anwenden?


Abschreibung und 1% Regel haben absolut nichts miteinander zu tun.

- Abschreibungen stellen symbolisch den Werteverzehr von Anlagevermögen dar. Der Kauf selbst wirkt sich nicht auf den Gewinn aus. In der Buchhaltung wird der Kauf - vereinfacht ausgedrückt - wie ein Tausch Auto gegen Geld (oder halt ggf. Kredit, wenn fremdfinanziert) dargestellt. Durch die järhrlichen Abschreibungen mindert sich aber der Gewinn. Dabei werden die Anschaffungskosten (= alle Kosten, die aufgewendet wurden um das Fahrzeug betriebsbereit zu machen - also (Netto-) Kaufpreis, Überführungskosten, Sonderausstattung ...) durch die voraussichtliche Nutzungsdauer geteilt. Wenn du nicht vorsteuerabzugsberechtigt bist gehört die Vorsteuer mit zu den Abschaffungskosten. Normal wird bei Kfz von einer Nutzungsdauer von 6 Jahren ausgegangen, bei einem so alten Pkw kann man aber von einer kürzeren Nutzungsdauer von z.B. 3 Jahren ausgehen.

- Die 1%- Regel ist eine Methode zur Ermittlung des Eigenverbrauches. Du wirst wahrscheinlich nicht nur zu dienstlichen Zwecken damit unterwegs sein. Da du aber alle Kosten (Abschreibung, Benzin, ggf. Reparaturen) als Betriebsausgaben gewinnmindernd abziehen möchtest, muss im Gegenteil der Anteil der privaten Nutzung versteuert werden. Versteuert heißt hier, dass ein gewisser Anteil deinem Gewinn wieder hinzugerechnet wird -> höherer Gewinn -> mehr Steuern.
Zur Ermittlung dieses Privatanteils der Kfz-Nutzung kannst du entweder ein Fahrtenbuch führen oder eben die 1% Methode anwenden. Die 1% Methode ist aber nur möglich, wenn du den Pkw mindestens zu 50% für betriebliche Fahrten nutzt. Gerade bei alten, gebrauchten Pkws lohnt sich die 1% Methode aber nicht, weil vom Brottolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung ausgegangen wird und der aktuelle Zeitwert wohl wesentlich niedriger ist.

Um das zu klären, bzw. zu überprüfen, ob du den Pkw überhaupt ins Betriebsvermögen aufnehmen solltest, wende dich bitte an einen Steuerberater - der scheint mir hier sehr angebracht.

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Kommentar von wurzlsepp668
31.10.2016, 11:56

ergänze: mehr als angebracht ...

1

bezweifle ich ....

entweder Freiberufler ODER Gewerbe ....

egal wie alt das Fahrzeug ist, wenn die private Nutzung nicht per Fahrtenbuch nachgewiesen werden kann IST diese mit der 1%-Regelung zu versteuern.

und wurde von dir allen Ernstes der Kaufpreis sofort in einer Summe abgeschrieben?

bytheway:

was hat eine Abschreibung mit der 1%-Regelung (nur als Hinweis: das ist eine EINNAHME) zu tun?

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