Frage von RobertDer, 35

Steuer, Heimfahrten Zweitwohnsitz - Bahncard 100 vom Arbeitgeber?

Hallo!

Im nächsten Jahr pendle ich wöchentlich ca. 500 km von meinem Erstwohnsitz zu meinem Zweitwohnsitz.

Bei ca. 45 Fahrten pro Jahr, komme ich auf:


500 km * 0,3 €/km * 45 = 6750 € Werbungskosten für Heimfahrten.


Am Zweiwohnsitz wohne ich 20 km von meinem Arbeitgeber entfernt, also komme ich auf:


20 km * 0,3 €/km * 220 = 1320 € Werbungskosten für Fahrten zum Arbeitgeber.


Nun überlege ich, ob ich eine BahnCard 100 vom Arbeitgeber annehmen soll, die ich auch für diese Heimfahrten nutzen kann.

Frage: Gebe ich wenn ich die Bahncard bekomme und als Geldwertervorteil versteuere bei den Werbungskosten für Heimfahrten 6750 € und für Fahrten zur Arbeit 1320 € (Rechnung siehe oben) an, oder wie wird das berechnet?

Antwort
von fiwaldi, 23

Die Bahncard setzt der Arbeitgeber ab, finanzell stellt sich das so dar, als würdest du zur Arbeit laufen, somit keine Kosten, km-Pauschale oder so.

Allenfalls Abwesenheitspauschale, da ja die Fahrzeiten mitzählen.

Geldwertvorteil wären nur die Privatfahrten mit der 100er

Kommentar von RobertDer ,

Vielen Dank für deine Antwort.

1) Zählen die Heimfahrten dann also nicht als Privatfahrt?

2) Im Artikel [1] wird gesagt

Beispiel: Ein Berufs­tätiger fährt 42 Mal im Jahr mit der Bahn von
Stutt­gart zu seiner Familie in Berlin. Er hat die Bahncard100 für 4 090 Euro und kann damit beliebig oft fahren. Absetzen darf er mit der Entfernungs­pauschale fast das Doppelte des Preises:

Ob Selbst­zahler oder Mitfahrer, jeder kann den vollen Betrag als Werbungs­kosten absetzen (Az. VI R 29/12).

Abziehen darf das Finanz­amt von der Entfernungs­pauschale Beträge, die der Chef über­nimmt oder erstattet, zum Beispiel wenn er Fahr­karten zur Verfügung stellt.

Ich werde daraus nicht schlau, bzw. bin mir dann nicht sicher was die bessere Alternative dann wäre. Selbstzahlen, komplette Werbungskosten absetzen und dafür vllt etwas mehr Lohn verhandeln oder sie bezahlen lassen.

Ich hatte gehofft man kann dennoch die kompletten Werbungskosten absetzen, dann hätte sich das richtig gelohnt.

[1] https://www.test.de/Doppelter-Haushalt-Jetzt-geht-mehr-bei-Heimfahrten-4608086-4...

Kommentar von fiwaldi ,

Jetzt wird es kompliziert. Klar, wenn ICH die Bahncard kaufe, kann ich entweder die 100er absetzen ODER die km-Pauschale. Da muss man sich ausrechnen, was besser ist

Wenn ich kostenlos fahre (AG zahlt 100er) kann ich nicht nochmal kassieren. Die absetzbaren Kosten fallen ja dann nicht doppelt an

Heimfahrten sind sind Weg von/zur Arbeit. Da kann man sich allenfalls darüber streiten, wo der Lebensmittelpunkt liegt

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