Frage von Petroni, 112

Steuer: Geht eine Übertragung von Kinderfreibeträgen an nicht ehelichen Lebenspartner und Vater auch für den Existenzminimum Freibetrag?

Ich und meine Partnerin (nicht verheiratet) haben ein gemeinsames Kind. Wir leben alle im gleichen Haushalt. Aktuell habe ich 50% der steuerlichen Kinderfreibeträge für mein Kind und meine Partnerin erhält das Kindergeld für unser Kind.

Meine Partnerin hat in 2014 kein eigenes Einkommen. Ich unterstütze Sie für den Lebensunterhalt voll mit Bargeld als auch Haus und Lebenshaltungskosten.

Der steuerliche Kinderfreibetrag ist zweigeteilt. Zum einen der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf (BEA) von 2.640 Euro (für 2014) und Kinderfreibetrag i.e.S. zur Sicherung des sächlichen Existenzminimums v. 4.368 Euro.

Ich habe verstanden, dass mit Einwilligung beider Eltern, der BEA Freibetrag problemlos auf einen Teil der Eltern, sprich mich übertragbar ist. Dh. ich kann diesen zu 100% steuerlich geltend machen. Geht auch recht einfach in meiner Steuersoftware.

Kann ich aber auch den anderen Teil des Kinderfreibetrags, die 50% der 4.368€, auf mich übertragen? Ich habe bisher verstanden, dass ich dies könnte, würde meine Partnerin keine Unterhaltsleistungen fürs Kind zahlen. Sie hat aber Keine zu leisten, da wir zusammen leben. Allerdings könnte Sie auch nichts leisten, da Sie außer meiner Unterhaltsleistungen keine eigenen Einkünfte hat.

Kann mir hier jemand weiterhelfen, ob es möglich ist, auch den anderen Teil des Kinderfreibetrags auf mich zu übertragen und wie ich dies dann umsetzen müsste?

Sehr vielen Dank.

Beste Grüße Petroni

Antwort
von NickgF, 100

Sie hat aber Keine zu leisten, da wir zusammen leben. Allerdings könnte Sie auch nichts leisten, da Sie außer meiner Unterhaltsleistungen keine eigenen Einkünfte hat.

Kann mir hier jemand weiterhelfen, ob es möglich ist, auch den anderen Teil des Kinderfreibetrags auf mich zu übertragen und wie ich dies dann umsetzen müsste?

Nein, geht nicht.

Im Gegensatz zu den Zahlvätern (Barunterhalt) leisten die Mütter sog. "Fürsorgeunterhalt" - und den abzusprechen bzw. auf unter 75% runterzurechnen dürfte wohl höchst selten möglich sein (m.E. evtl. denkbar bei Drogensucht...)

Antwort
von Y0DA1, 94

Ich denke, das beantwortet deine Frage/n:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF\_Schreiben/Steuer...


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