Frage von Rabile, 57

Steuer Anlage U , wird Zahltag angegeben in der Steuererklärung ? Oder Gerichtsbeschluss =12 Monate ?

Ich bin grade dabei meine steuerklärung 2014 zu machen. Nun weiß ich nicht wie ich bei Anlage U die unterhaltszahlungen machen soll.

gezahlt wurde unterhalt bis Juli 2014 monatlich 700 Euro. dann wurde auf der Hinterlegungsstelle von meinem Exmann Unterhalt hinterlegt im August. 5000 Euro Diese wurden dort hinterlegt bis zum Beschluß des laufenden Verfahrens. Das war im April 2015. Dort wurde dann beschlossen, daß der hinterlegte Unterhalt mir ausbezahlt werden solle. Dieser hinterlegte betrag war dann für August 2014 bis August 2015 für Unterhalt.

Ich selbst habe davon noch nichts erhalten ( Arge hat dies !) Dies ist aber von mir laut Finanzamtauskunft trotzdem anzugeben als Einkommen bei Anlage U.

Nun die Frage = gebe ich diesen Unterhalt in 2014 komplett an ??? da der Betrag ja auf die Hinterlegungsstelle in 2014 bezahlt wurde .

Oder verteilt,weil dies für 12 Monate Unterhalt sein soll ???

Antwort
von DerSchopenhauer, 28

Der Unterhalt ist komplett in 2014 anzugeben, da hier das Zuflußprinzip greift - die Hinterlegung wird steuerlich als Zufluß gewertet, da der zivilrechtliche Rechtsinhaber auch steuerrechtlich als Inhaber des hinterlegten Betrages anzusehen ist - damit ist der Betrag mit der Hinterlegung zugeflossen.

Sollen nicht die gesamten 5.000 € ausgezahlt worden sein, ist der tatsächlich ausgezahlte Betrag anzugeben.

Kommentar von Rabile ,

also das Geld ist immernoch bei der Hinterlegungsstelle. die Arge hatte auf unendlich viele Schreiben lange nicht reagiert. Nun hat sie endlich zugestimmt, daß die hälfte mir zusteht und die ein Teil der Arge dann. Wird grade genau berechnet erst.

Kommentar von DerSchopenhauer ,

Die Verrechnung mit der ARGE bleibt steuerlich ohne Berücksichtigung, weil diese ja in Vorleistung getreten ist, um Deinen Lebensunterhalt zu sichern - es muß der gesamte Betrag in der Anlage U angegeben werden.

Grundsätzlich wäre die Unterhaltszahlung steuerfrei - wenn der Ex-Ehemann die Zahlungen als Sonderausgabe steuerlich mindernd geltend macht, dann muß auch die Unterhaltsempfängerin die Zahlungen versteuern - das geschieht durch die Abgabe der Anlage U.

Die steuerlichen Nachteile, die Dir entstehen, sind vom Ex-Ehemann jedoch auszugleichen - darauf hast Du einen zivilrechtlichen Anspruch.

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