Steuer absetzen Nebengewerbe?

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4 Antworten

 Alle Steuern wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkkommensteuer etc. spielen für mich erstmal keine Rolle da ich aus der Studentischen Versicherung nicht rauspringen möchte und ich habe einen Steuerfreibetrag bis 8004,00€ 

Da wirfst Du aber einiges zusammen, was nichts miteinander zu tun hat.

1. Die Studenten KV hat nichts mit Steuern zu tun, sondern nur mit der Tatsache, ob Du unter, oder über 20 Stunden die Woche während des Semesters tätig bist.

2. Webdesign machst Du bestimmt überwiegend für firmen. Da rate ich Dir dringend auf "REgelbesteuerung" in der Umsatzsteuer zu optieren. Damit koste der Mac Dich dann auch nicht 2.380,-, sondern 2.000,-, weil Du die 380,- von der zu zahlenden Umsatzsteuer abziehst, die Du ohnehin von den Kunden zusätzlich überwiesen bekommst.

3. Abschreibung ist einfach, Anschaffungskosten des Mac, geteilt Durch 36 ist die monatliche Abschreibung. wenn Du also ein Geräte für 1.800,- om Dezember kaufst, hast Du in dem Jahr 50,- Euro AfA, in den zwei Folgejahren je 600,- Euro und im letzten 550,- Euro.

4. Der Grundfreibetrag ist inzwischen 8.652,- Euro. Ausserdem werden ja noch Deine Krankenversicherungbeiträge abgezogen.

5. die ersten 100,- Euro, die Dein zu versteuerndes Einkommen dann höher wäre als die 8.652,- würden gerade mal 14,- Euro Steuer auslösen. Also auch kein Problem, denn 86,- in der Tasche sind ja auch ganz schön.

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Kommentar von miaa91
30.11.2016, 15:04

Vielen Dank für Ihre Antwort nur mir geht es darum, wie die Krankenkasse ermessen kann ob ich 20 Stunden arbeite oder nicht.

Wenn ich mir selber jetzt meinen Stundenlohn berechne zb. 15 Euro die Stunde (15x20=300€ in der Woche), ist es dann akzeptabel oder gibt es da gewisse Voraussetzungen?

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Alle Steuern wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkkommensteuer etc. spielen für mich erstmal keine Rolle

was meinst du mit, sie spielen für dich keine Rolle? Wenn deine Einkünfte unter dem Grundfreibetrag (2016 beträgt dieser übrigens 8.652 €) liegen, musst du nichts nachzahlen.
Trotzdem musst du bei Einkunftsarten ohne Quellensteuerabzug deine Betriebseinnahmen und -ausgaben aufzeichnen und eine Steuererklärung inklusive Gewinnermittlung abgeben.

Du musst deine Tätigkeit beim Finanzamt anmelden. Daraufhin bekommst du einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zugeschickt. Darin enthalten ist auch ein Bereich zur Umsatzsteuer.
Du kannst zur so genannten Kleinunternehmerregelung optieren. Dabei weist du in deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer aus, kannst aber im Gegenzug für Leistungen, die du für dein Unternehmen beziehst, keine Vorsteuer geltend machen. Voraussetzung hierfür ist, dass dein Umsatz (nicht gewinn) nicht über 17.500 liegt. Bei unterjährigem Geschäftsbeginn wird die Grenze anteilig berechnet.
Auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG musst du in deinen Rechnungen hinweisen.

Gewerbesteuer wird tatsächlich erst ein Thema, wenn dein Gewinn 24.500 übersteigt.

Ein selbständig nutzbares Wirtschaftsgut bis 410 netto kann sofort als Betriebsausgabe abgezogen werden. Alles was teurer ist, muss über die Laufzeit abgeschrieben werden.

Des Weiteren solltest du als Studentin darauf achten, dass du nicht mehr als 20 Std. wöchentlich arbeitest, um deinen Studentenstatus bei der Krankenkasse nicht zu gefährden.


 

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Kommentar von wfwbinder
30.11.2016, 11:32

 Du kannst zur so genannten Kleinunternehmerregelung optieren.

Das ist wohl ein Flüchtigkeitsfehler, man ist ggf. Kleinunternehmer und kann auf Regelbesteuerung optieren. Es gibt ja auch keinen Antrag auf Kleinunternehmer

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und ich habe einen Steuerfreibetrag bis 8004,00€

Nein, hast du nicht, der Grundfreibetrag beträgt 8.652,- €.

Wenn du im Interner auf Quellensuche gehst, schau, dass das Jahr dem aktuellen entspricht. Alte Informationen sind mitunter wertlos.

Alle Steuern wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkkommensteuer etc.
spielen für mich erstmal keine Rolle da ich aus der Studentischen
Versicherung nicht rauspringen  möchte 

Verstehe ich nicht.

Wenn du hauptberuflich Studentin bist, bleibst du in der KVdS bis du 30 wirst oder 14 Fachsemester voll hast.

Das hat aber keinen Einfluss darauf, dass du verpflichtet bist Umsatz-, Einkommen- und Gewerbesteuererklärung abzugeben (Bis 31.07.2017).

Da ich mir jetzt einen neuen Mac anschaffen will, wollte ich fragen ob ich den Mac dann komplett von den Steuern absetzen kann.

Wenn der Mac überwiegend geschäftlich genutzt wird (dürfte bei Webdesign durchaus durchgehen), sind die Kosten als Betriebsausgaben abzugsfähig. Da der Mac wohl mehr als 410,- € Netto kostet, musst du ihn über 3 Jahre abschreiben.

Weil du aber keine Steuern zahlst, kannst du nichts erstattet bekommen. Ggf. gibt es einen Verlustvortrag.

Kann ich alles was ich für den Geschäftsbetrieb benötige von den Steuern absetzen?

Ja (§ 4 Abs. 4 EStG).

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Kommentar von miaa91
30.11.2016, 14:59

Welche Regel gilt denn jetzt für Studenten..die 20 Stundenregel oder die 450 Euro Regel, die ich Monat verdienen kann.

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miaa91:
Alle Steuern wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkkommensteuer etc.
spielen für mich erstmal keine Rolle da ich aus der Studentischen
Versicherung nicht rausspringen möchte

Völlig falscher und für dich späterer sehr teuerer Gedankengang.

Wie kommst du darauf?

Deine studentischen Versicherungen  haben mit den von dir angegeben Steuerarten nichts zu tun. Die musst du bezahlen.

Und den PC denn du dir anschaffen willst, kannst du nur insoweit betrieblich steuerlich geltend machen, als dass  er für das Gewerbe benutzt wird. Die Privatnutzung des PC 's ist von der Gewerblichennutzung ab zu rechnen.

Und ja, alle Betriebsmittel die eindeutig deiner Selbsständigkeit zuzurechnen sind, kannst du in deiner Buchführung ( Gewinn-Verlustrechnung) als Ausgaben verbuchen. das reduziert deinen Betriebsgewinn und somz dein zu versteuerndes Einkommen.

Deswegen rate ich immer: gewerbliches und privates strikt trennen.

Und immer wieder: ohne Ahnung der steuerlichen Gesetze , wird sich in das Abendteuer Gewerbe und oder Selbstständigkeit gestürzt.

Warum hast du keinen Kurs für Existenzgründer besucht? Dort hättest du die grundlegenden Begriffe und das Grundwissen zu steuerrechtlichen Angelegenheiten, BWL, Buchführung und so weiter erfahren. Und warum holst du dir als Existenzgründer keinen Steuerberater ins Boot.?

Ihr lauft voll ins verderben.

Und noch was, auch wenn  andere hier was anders angeben:

Es gibt KEIN Kleingewerbe und es gibt auch KEIN Kleinunternehmen.

So was kennt das Gewerberecht nicht.

Das was ihr meint ist die Reglung nach § 19 UstG, die Kleinunternehmerreglung. Das ist eine steuerechtliche Sache.

Bei dieser Reglung wird bis zu einem Jahresumsátz von 17.500€ die MwST vom Finazmamt bei dir nicht erhoben.

Du darfst deine verausgabte MwST beim FA nicht geltend machen und nicht gegenrechnen. Somit bleibst du auf der MwST  sitzen.

Auch darfst du auf deinen Rechnungen die MwST nicht extra ausweisen, was Geschäfts und Gewerblichekunden, die MwST abzugsfähig sind, abschreckt dir Aufträge zu erteilen.

Mit dieser §19 Reglung spart ihr keinen Cent an Steuern. das einzige was ihr einspart sind ein paar Bogen Papier, bei der Einkommenssteuererklärung.

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