Da unsere Familienplanung mit einem Kind abgeschlossen ist, habe ich über diese Alternative nachgedacht und möchte sie mal ins Gespräch bringen (habe wkeine Lust mehr auf Spirale, Pille etc.). Zuvor würde ich gerne wissen, ob das für Männer ein Problem oder psychisches Problem ist, sich sterilisieren zu lassen. Ich kann mich da schlecht reindenken...

Ich kann mir schon vorstellen, dass ich ein wie auch immer geartetes Problem damit hätte, wenn mir einer außerplanmäßig eine Leitung abklemmen würde.
Vom Gefühl her wäre das wahrscheinlich so, als ob man mit einer Schreckschußpistole zu einer Schießerei geht...

Nachdem wir beide über 40 waren haben wir mit Ärzten über eine Sterilisation gesprochen. Als Ergebnis stand sehr schnell fest, daß die Sterilisation beim Mann wesentlich einfacher ist als bei der Frau. Also legte ich mich unters Messer und da meine Frau keine Hormone zu sich nehmen mußte, habe ich/wir diesen Schritt nie bereut.
ich hätte eher bedenken wegen möglicher physischer bzw. funktioneller beeinträchtigungen - was wohl ebenso psychische probleme wären

Also, ich persönlich hätte keine Probleme damit, wenn ich es ernsthaft mit meiner Frau besprochen hätte. Hilft dir das jetzt etwas? Ich weiß nicht, ob ich statistisch repräsentativ bin.

Also ich hätte auch kein Problem damit. Ich würde das sogar witzig finden, wenn ich mich sterilisieren lassen würde (und auch bei den anschließenden Tests als total unfruchtbar gehandelt werde) und dann drei Jahre später eine Ex-Freundin vorbeikommt und darauf besteht, dass ich für ihr einjähriges Kind Unterhalt zahlen soll. Ich käme aus dem Lachen nicht mehr heraus. Man sollte also immer den Charakter des Mannes bei dieser Frage betrachten. Holt er sich seine Bestätigung durch die Gewissheit, dass er Kinder in die Welt setzen kann? Wie dumm würde er sich vorkommen, wenn die Ehe scheitert? usw. (das glaube ich natürlich nicht - das ist nur eine wenn-Frage) Auf jeden Fall würde ich ein laaaanges Gespräch ansetzen...
Solf am 10. September 2007 20:25 eine sehr, sehr spezielle Antwort!

Kommt ganz drauf an wie alt der Mann ist! Also mit 30 oder so würde ich vehemennt abraten.. Ab 50 ist es überlegenswert! Man(n) und Frau wissen ja nie...!! Wieso ist die Planung mit einem Kind abgeschlossen? Gruss Solf
ich hätte kein psychisches problem damit, weil ich eine frau bin :o))
aber, deine überlegung ist lobenswert, warum sollen auch immer die frauen für die verhütung zuständig sein.

Warum soll sich der Mann nicht auch einmal für soetwas entscheiden können? Zumal (eigentlich ungerecht den Frauen gegenüber) dies wieder relativ sicher rückgängig gemacht werden kann. Die Liebe zählt! Hat man sich nun für diesen einen Partner entschieden und möchte mit ihm alt werden und den ganzen sexuellen Spaß ausleben (ohne Chemie und Gummi´s), warum nicht mit dieser Lösung?!
Es spielt sich alles im Kopf ab! Ich habe mich vor 8 Jahren mit 43 sterilisieren lassen. Es gibt - außer Schwellungen und ein paar Tage Schmerzen (muss aber nicht sein)keinerlei Probleme! Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich schon früher zum Arzt gegangen. Meine Frau hat über Jahrzehnte - bis auf die Schwangerschaften - die Pille genommen. War auch nicht optimal. Aber wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, auf jeden Fall zu empfehlen!!!

Ich denke nicht, dass man bei einer geünschten und durchdachten Sterilisation psychische Probleme bekommen muss.

Eigentlich ein harmloser Eingriff und sicherlich besser als bei der Frau was zu machen....wenn nicht das.....aber....wäre es ist rein Psychischer Natur!? Ist reine Einstellungssache.....im Kopf!! Wenn du noch Jünger bist und erst ein Kind hast...denkst du dieser Eingriff ist nun schon Notwendig?
Ich finde solche Eingriffe blöd. Was ist wenn ihr euch trennt und mit einer neuen Frau das Thema Familie aufkommen würde? Wieso überhaupt die Belastung einer OP mit Narkose und ggf. Nebenwirkungen? Nur wegen der "rummacherei"? Das ist ganz schön billig. Es gibt andere Methoden zu verhüten, als sich zu verstümmeln und unters Messer zu legen. Rückgängig machen kann man das dann nicht mehr.
Cr♪tter am 10. September 2007 17:02 Da bist Du falsch informiert. Beim Mann ist es rückgängig zu machen, aber nicht bei der Frau.
... und das soll ich glauben?
Das mit dem Rückgängigmachen ist fast so gut, wie mit dem Fallschirmumtausch nach Fehlfunktion: Theoretisch ja, praktisch nach 2-3 Jahren nur mit wenig Aussicht auf Erfolg. Der Körper gewöhnt sich an den Abbau des Spermas (die "Rohstoffe" dazu sind viel zu wertvoll, um sie umsonst zu produzieren), so dass nach einiger Zeit kaum noch verwertbare Substanz zur Verfügung steht, auch wenn die Leitungsverbindung wieder steht. Eine Vasektomie ist KEINE zeitlich begrenzet Verhütungsmethode.

Nachdem ich mich mit meiner Frau abgesprochen hatte, haben wir es beide -ich Vasktomie, sie Sterilisation- vor vielen Jahren machen lassen (damals noch auf Kassenkosten); zwei gesunde Kinder hatten wir schon. Bei keinem von uns beiden hat es bis heute damit keinerlei Probleme gegeben: alles funktioniert noch immer bestens!

Ich finde, dass es durchaus legitim ist, von einem Mann zu erwarten, sich an der Verhütung zu beteiligen, sie zu übernehmen. Bislang hast ja du verhütet, nun kann ein Wechsel stattfinden, der medizinisch eine Lapalie ist. Außerdem bewahrt er dich vor dem weiteren Einnehmen von Chemie, das sollte auch beachtet werden. Dazu solltet ihr ein Gespräch führen und Vor- und Nachteile abklären.
Im übrigen unterstelle ich mal, dass auch DU psychische Probleme haben könntest, wenn du ungewollt schwanger würdest.
Also Psyche hin..Psyche her: DU möchtest kein Kind mehr und das sollte der entscheidende Punkt sein.
Ich habe es "hinter mir" und kann nur feststellen, dass ich mittlerweile Schwierigkeiten hätte, es zu "beweisen" (z.B. einer neuen Freundin), denn bei normaler Aufmerksamkeit ist kein Unterschied erkennbar. Die andere Seite ist die des eigenen Egos und da haben manche Männer eher Kastrationsphantasien im Hinterkopf. Ich muss nicht alles befruchten, was bei 3 nicht auf den Bäumen ist. Und meiner Frau gönne ich schon seit einigen Jahren einen normalen Zyklus und ein horomonpräparatfreies Leben. Es war für mich, wie auch für sie (laut ihrer Aussage) die beste Entscheidung.
Ich kann aus meiner Sicht von einer Vasektomie (= Sterilisation beim Mann) nur abraten! Ich habe den Eingriff machen lassen und folgende negativen Erfahrungen gemacht:
Die Gefühlsintensität beim Höhepunkt hat nach der Vasektomie abgenommen (evtl. wegen geringerer Ejakulatmenge?)
Bei mir traten nach der OP (Chefarztbehandlung im Krankenhaus) Schmerzen in der linken Hodensackseite auf, die bis heute (3/4 Jahr nach dem Eingriff) nicht verschwunden sind (inzwischen chronisch). Mittlerweile mehrere Arztbesuche, die Reaktionen gehen in Richtung Schulterzucken. Der Urologe, der die OP durchgeführt hat, spricht von einer Nervenreizung, außer Betäubungsspritzen in den Hodensack fällt ihm momentan nichts besseres ein, da eine erneute OP das Ganze noch verschlimmern könnte. Ich war heute beim Chirurgen, der schlug vor, den Nerv, der zum Hodensack führt, zu kappen (aus Arztbericht: "Neurolyse der N. inguinalis"). Für Verhütung ist das alles ein verdammt hoher Preis, zumal es ja wesentlich nebenwirkungsärmere Varianten gibt! Ich weiß nicht, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, mit derartigen Problemen konfrontiert zu werden, aber alleine schon sich dem Risiko auszusetzen ist es nicht wert. Wäre ich vor der OP über derartige Risiken vernünftig aufgeklärt worden, hätte ich den Eingriff nicht durchführen lassen.
Zur Ergänzung hier noch ein Auszug aus Wikipedia (Stand 30.6.08), den ich leider erst nach dem Eingriff gefunden habe: "Vasektomie hat sich in den vergangenen Jahren als längst nicht so ungefährlich und problemlos herausgestellt, wie sie im allgemeinen als Verhütungsmittel beworben wird. Bei dem Post-Vasectomy Pain Syndrom handelt es sich um chronische Schmerzen im Hoden, die bei etwa 5% bis 33% vasektomierter Männer auftritt und durch ein Zusammenwirken von testikularen Rückdruck, chronischer Entzündung, Fibrose und Nerveinklemmung der verhärteten Gewebes hervorgerufen wird."
Ich habe inzwischen durch weitere Arztbesuche und durch eigene Recherche im Internet mehr Informationen zusammentragen können, die ich hier auch weitergeben möchte:
Bei der Vasektomie können Nerven, die im Hodensack verlaufen, gereizt oder verletzt werden (z.B. durch Überdehung, Einklemmen, Einreißen, Hineinschneiden oder anderen Faktoren - siehe Wikipedia-Auszug oben). Der betroffene Nerv fängt dann an, Schmerzsignale an das Gehirn zu senden, obwohl in Bezug auf die Unterbrechung der Samenleiter auch alles in Ordnung sein kann. Der beeinträchtigte Nerv kann sich nach einiger Zeit von selbst wieder beruhigen. Falls er das nicht tut, hat man ein ernsthaftes Problem, denn es gibt keine verlässliche Methode, den Schmerz zu beseitigen. Letztendlich bleiben nur 2 Varianten: A) Durch Einnahme von Schmerzmedikamenten oder Betäubungsspritzen in den Hodensack den Schmerz möglichst weitgehend zu unterdrücken und darauf zu hoffen, dass der betroffene Nerv sich irgendwann doch noch beruhigt. Ich habe inzwischen von einem auf Schmerztherapie spezialisierten Arzt eine Kombination von Antidepressiva und Schmerzmittel verschrieben bekommen. B) Den betroffenen Nerv auf seinem Weg zum Gehirn zu unterbrechen (dies geschieht außerhalb des Hodensacks). Bei dieser Methode ist auch nicht wirklich sichergestellt, dass der Schmerz danach verschwunden ist, denn es kann sich eine Art Phantomschmerz ausbilden (ähnlich wie bei amputierten Gliedmaßen). Sicher ist jedoch, dass man danach mit einem tauben Hodensack herumläuft und evtl. beeinträchtigter Sexualität.
Vor diesem Hintergund müsste der Aufklärungbogen, den man vor der OP unterzeichnet, eigentlich folgenden Satz enthalten: "Es besteht die Möglichkeit, dass durch die Vasektomie starke Schmerzen im Hodensack verursacht werden, die auch chronisch (= lang andauernd) werden können. Im Falle der Chronifizierung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine verlässliche Methode, den Schmerz wieder zu beseitigen. Sie müssen also damit rechnen, evtl. den Rest Ihres Lebens mit diesen Schmerzen konfrontiert zu sein." Ein solcher Satz wäre in meinen Augen eine dem Risiko entsprechende Aufklärung, die auch vom medizinischen Laien verstanden werden kann.
Ich habe inzwischen über verschiedene Internet-Foren Kontakt zu einigen Leidensgenossen herstellen können. Dank dem Internet können solche Kontakte überhaupt entstehen, ansonsten würde man vermutlich von den Betroffenen gar nichts erfahren, zumal die Vasektomie ja auch ein Tabuthema berührt. Ich möchte hier (mit Erlaubnis des Absenders) den Auszug eines mails wiedergeben, das ich am 2.7.08 erhalten habe:
>>> "Ich habe auch schon einige Arztwechsel hinter mir, war auch bei einer Heilpraktikerin usw., habe alle mögliche Schmerzmedikamente genommen, nichts hat geholfen. So wie es aussieht, ist die Ursache für meine Schmerzen schlichtweg der Verschluss der Samenleiter, denn meine beiden Nebenhoden schmerzen, d.h. ich produziere immer noch zu viele Spermien und/oder die Spermien werden zu langsam abgebaut (angeblich durch Antikörper) und/oder meine Nebenhoden sind zu klein. Durch all dies werden sie überdehnt, und diese Schmerzen strahlen oft auch in die Beine und den Bauch hin aus. Ich hatte über ein Jahr lang diese Schmerzen, dann waren sie 5 Monate einigermaßen erträglich, nun sind sie wieder da, 1 1/2 Jahre nach meiner Vasektomie. Manchmal will ich überhaupt nicht mehr, weil ich keine Lösung sehe und nicht den Rest meines Lebens so weitermachen kann." <<<
Solche Zeilen berühren mich; auch weil es gerade ebenso mein Thema ist und weil dieses Leid eigentlich völlig überflüssig wäre. Es gibt keinen Sachzwang für eine Vasektomie, da es genügend andere sichere Wege zur Verhütung gibt. Mann lässt diesen Eingriff eigentlich nur machen, da er ihm - meiner Meinung nach zu Unrecht - als völlig problemlos verkauft wird.
Ich möchte mit diesen Zeilen dazu beitragen, dass sich das ändert.
hallo ich bin ein Mann und habe überhaupt keine Probleme mit dem Gedanken mich nicht mehr fortzupflanzen.Ich habe 2 gesunde Kinder und möchte nun auch keine mehr.Meine Frau gab mir zu bedenken dass ich später nochmal loslegen wollte.Ich glaube dass unabhängig vom Partner(jetziger oder Später) diese Frage ganz persönlich entschieden werden muss.Eine spätere Partnerin müsste sich in meinen Augen damit abfinden ,Dass meine Kinderplanung abgeschlossen ist.

Mein Mann hat sich, nach dem ich 20 Jahre für die Familienplanung verantwortlich war, steriliesieren lassen. Wo ist das Problem??