Frage von matmatmat, 172

Sterben um schnell ins Paradies zu kommen?

Es wurde gerade eine Frage zu Atheisten und Selbstmord gestellt ( https://www.gutefrage.net/frage/haben-atheisten-keine-angst-vor-dem-tod-und-sind... ) und beim nachdenken kam in mir folgende Frage auf:

Wenn es im Paradies auf ewig so schön ist und man da hin kommt je besser und unschuldiger man gelebt hat, und "den Kindern das Himmelreich gehört", warum versuchen gläubige Menschen dann nicht aktiv zu sterben? Warum wird nicht versucht, möglichst schon Kindern das Tor in den Himmel auf zu stoßen? Es muß ja kein Selbstmord sein, wenn der verboten ist, aber man könnte doch für die Familie einfach ein schlechtes Auto kaufen und immer unangeschnallt etwas zu schnell fahren? In Operationen nicht einwilligen, viel Alkohol trinken, nicht zur Krebsvorsorge gehen, ... es gibt so viele Möglichkeiten zu sterben, ohne das es Selbstmord ist und danach ist es doch auf ewig unglaublich viel besser als hier?

Liegt das am Zweifel und der Angst, das man sich zwar sicher ist, das es ein Leben nach dem Tod gibt, aber nicht sicher ist ob man unter den hunderten von Religionen die es gibt ausgerechnet in die eine reingeboren wurde, die richtig liegt?

Ich scheine das nicht zu verstehen, für mich erscheint es unlogisch, wenn das Paradies wartet hier und jetzt 80 Jahre und 3 Herzoperationen zu leiden? Was übersehe ich da?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerOnkelJ, 99

In fast allen Religionen ist es so, dass man sich dieses Paradies erst verdienen muss!

Du musst also in deinem irdischen Leben viel Gutes ("Gutes" im Sinne der Religion)  tun, damit du nach deinem Tod in das himmliche Paradies kommst.

Die Hindus glauben z.B. an Wiedergeburt, und je nach dem wie du dein Leben geführt hast wirst du unter Umständen als Küchenschabe oder Erdkröte wiedergeboren, als Strafe für dein mieses Leben. Erst wenn du dein Leben vollkommen dem Guten gewidmet hast kommst du ins Nirvana (das Paradies der Hindus).

Bei den Christen droht nach einem schlechten Leben (und dazu gehört auch der Suizid) die Hölle mit entsetzlichen Qualen.

Die ganzen Geschichten vom Paradies dienen dazu, die Menschen zu einem guten Verhalten anzuhalten. Du sollst hier auf der Erde lieb, brav, nett und vor allem bescheiden sein, die Belohnung kommt dann später.

Kommentar von robi187 ,

ist dies eine mitter der macht? von gott oder von menschen?

In fast allen Religionen ist es so, dass man sich dieses Paradies erst verdienen muss!
Kommentar von crashy2002 ,
Bei den Christen droht nach einem schlechten Leben (und dazu gehört auch der Suizid) die Hölle mit entsetzlichen Qualen.

Das ist so ziemlich falsch, es ist egal wer du bist oder was du getan hast. Jesus ist für dich gestorben, alles was er von dir will ist ein Danke!

Du könntest es so schreiben:

Bei den Katholiken droht nach einem schlechten Leben (und dazu gehört auch der Suizid) die Hölle mit entsetzlichen Qualen.

Da der Katholizismus aber nichts mit Christen zu tun hat erübrigt sich das ganze schon von selbst.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Mit dem biblichen Jesus habe ich so ziemlich gar nix am Hut, mich interessiert eher das reale Vorbild.

Diese Höllenqualen werden aber schon im alten Testament erwähnt...

Kommentar von crashy2002 ,
Diese Höllenqualen werden aber schon im alten Testament erwähnt...

Das mag schon sein, ich sage ja nicht das es die Hölle gibt, sie ist ein realer Ort der existiert.

Es ist deine freie Entscheidung wo du hingehst

Kommentar von RudolfFischer ,

@crashy2022: "Bei den Katholiken droht nach einem schlechten Leben (und dazu gehört auch der Suizid) die Hölle mit entsetzlichen Qualen."

Wann hast du dich das letzte Mal mit einem katholischen Priester darüber unterhalten? Höllenpredigten gibt es in unserer Pfarrkirche schon lange nicht mehr. Ich habe im Laufe der Zeit mehrere unserer Priester danach gefragt; sie haben mir bestätigt, dass auch der heutige Katholizismus nicht ein Gottesbild vertritt, bei dem ein Gott seine Geschöpfe bei Versagen mit ewigen Qualen bestraft ...  

Kommentar von robi187 ,

und was würde der papst zu maritn luterszeiten dazu sagen?

immer neue auslegungen der bibel? aber sie ist immer genau zu der jetztigen zeit auszulegen?

Kommentar von crashy2002 ,

Was ist mit Beichte? Ablasshandel? Rosenkranzgebet? all diese Dinge werden in der Bibel nicht erwähnt und auch als falsch gekennzeichnet. (und das war nur ein kleiner ausschnitt)

Das heißt: Entweder ich kaufe mich in den Himmel oder ich werde eine bestimmte Zeit (was auch keine Biblischen Hintergründe hat) in der Hölle gequält...

So funktioniert Katholizismus

Antwort
von RudolfFischer, 28

Aus mehreren Quellen (Nahtoderfahrungen, Mythen, Quantenphysik, ...) kommt man heutzutage zu einer alle Religionen überdachenden "Universumsanschauung" (im Gegensatz zu "Weltanschauung"), die ein neues Licht auf die gestellte Frage wie auch auf andere wirft.

Danach ist der Mensch von Gott als unsterbliches Geistwesen geschaffen, das außerhalb von Zeit und Raum in der "Anderwelt" (Himmel, Paradies) lebt, aber auf eigenen Wunsch (wie Christus) in dieser Welt, und damit in Raum und Zeit, inkarniert (Fleisch werden) kann.

Warum solle man sich wünschen, vom Himmel aus auf die Erde zu kommen, evtl. für ein kurzes und schweres Schicksal (wie Christus)? Man kann es in etwa mit einem Taucher vergleichen. Der zwängt sich in ein beengendes Kostüm und begibt sich unter Wasser, das nicht sein ureigenes Element ist, um dort zu erfahren und zu bestaunen, was Gott alles geschaffen hat, an dem wir unser Interesse und unsere Freude haben und was wir sonst nicht erleben könnten.

Der erste Teil der Antwort ist also: Um _als Mensch zu leben_. Der zweite Teil ist: um sich selbst unter widrigen Umständen zu _bewähren_, indem man Gottes Prinzip, die LIEBE, aufrecht erhält, also zu _lieben_.

Die "Anderwelt" bleibt uns immer als Heimat, aus der wir gekommen sind, nach der wir uns unterdrückt immer wieder sehnen, und zu der wir zurückkehren werden. Aus diesem tröstenden Gedanken heraus kann man auch Schlimmes durchstehen, wodurch man zu Erfahrungen kommt, die man in "Anderwelt" nicht machen kann. Das wird man nicht unnötig abbrechen wollen, sollte man aber dürfen, wenn man keinen anderen Ausweg mehr sieht.

Absichtlich ungesundes Leben ist ein Verstoß gegen die Liebe zu sich selbst und beeinträchtigt die selbst gestellte Aufgabe, in dieser Welt zu leben und zu lieben.

"Tod" ist also nur die Rückkehr in die Heimat, ein tröstlicher Gedanke, Tod hat seit Christus seinen Schrecken verloren. Vom Tod als Ende aller Dinge hat er uns erlöst.

Nach der Rückkehr nach "Anderwelt" hat man wieder Einsicht in alles und sieht auch, wie weit man in seinem irdischen Leben die Herausforderungen bestanden hat oder nicht. Jede Einzelheit ist wichtig, deshalb sollten wir das auch in den kleinsten Dingen im Leben berücksichtigen. Niemand wird zur Wiedergeburt gezwungen, aber evtl. ist es ihm erlaubt, wenn er negative Erfahrungen revidieren möchte.

Ein "Gericht" erübrigt sich. Der strengste Richter ist man sich selbst, und Gott wird einen eher liebevoll dazu anhalten, nicht zu streng mit sich zu sein. Die "Hölle" wäre, seine eigene Existenz in "Anderwelt" zu vernichten, etwa, weil man es nicht aushalten kann, Gott immer noch unerreichbar hoch über sich zu haben. Wer wird das schon tun?

Es gibt in "Anderwelt" keine Ehe und keine Elternschaft oder
Verwandtschaft, das sind Erfahrungen, die man nur in der Welt machen
kann. Die Beziehungen geistiger Wesen untereinander sind anderer Art. Gemütsbewegungen, die aus Konflikten entstehen, wie Barmherzigkeit, Verzeihen, usw. kann man nur auf der Erde erfahren, nicht auf der "Insel der Glückseligen".

Ich will nicht vorzeitig nach "Anderwelt" zurück. Ich möchte noch lange mit meiner Frau als irdische Menschen zusammensein, wie wir das als Geistwesen nicht können, wir möchten die aus uns in die Welt gekommenen Kinder und deren Kinder weiter begleiten, mit Freunden zusammen sein, anderen helfen, sich einsetzen und insgesamt an Gottes guter Schöpfung in dieser Welt mitarbeiten. Das wünsche ich allen.

Kommentar von matmatmat ,

Danke für die sehr ausführliche Antwort. Kannst Du zur Quantenphysik vielleicht was verlinken an Hinweisen auf ein Leben nach dem Tod? Das interessiert mich jetzt wirklich, aber ich hab mit einer schnellen google-suche nichts gefunden. Vermutlich weil mir das richtige Stichwort fehlt?

Kommentar von RudolfFischer ,

Die Quantenphysik macht zunächst dem primitiven Materialismus ein Ende, indem sie Phänomene nachgewiesen hat, die es nach der reinen Lehre des Materialismus nicht geben dürfte: etwa die Austauschbarkeit von Energie und Materie, die Relativität von Zeit und Raum usw.

Das gipfelt in Vorstellungen des Universums, dass dieses aus Schwingungen besteht, die sich im Extremfall zu Materie kumulieren. Das kommt der Idee einer Seele oder eines Geistes entgegen, der außerhalb des mariellen Körpers weiterexistieren kann, und damit treffen sich Physik und Theologie.

Ich habe mich viel mit Berichten von Übersinnlichem beschäftigt: Hellsehen, Verbindung zu Toten, Erscheinungen von Verstorbenen, Nahtoderfahrungen, unglaublichen "Zufällen", Marienerscheinungen, Stigmatisierungen, sog. Wunder, usw. letztlich auch die Erzählungen über das Erscheinen des auferstandenen Christus.

Die neueren, oben angedeuteten Existenzmodelle machen alle diese Phänomene denkbar. Sie bringen auch alle Religionen untereinander in Verträglichkeit, von den fernöstlichen Weisheiten bis zum Christentum; alle Streitereien sind also überflüssig. Dass man sich an den Wortlaut der Bibel oder des Korans klammert oder dass man nur das für wirklich hält, was unseren Sinnen zugänglich ist, kommt einem dann allerdings sehr rückständig vor.

Hier eine Seite, auf der versucht wird, kontroverse Ansichten fair darzustellen:

https://www.theologie-naturwissenschaften.de/startseite/leitartikelarchiv/nahtod...

Weitere Diskussion falls gewünscht besser direkt unter meiner Privatadresse: fischru@uni-muenster.de

Kommentar von nowka20 ,

@Rudolf!

ausgezeichneter kommentar, denn es ist die aufgabe der naturwissenschaft, zum geistigen durchzustoßen.

Antwort
von Maarduck, 35

Obwohl es vielen gläubigen Menschen als unethisch gilt, Dinge zu tun, die zu ihrem verfrühten Tod führen, wird es teilweise doch so gemacht. Viele lehnen eine Krebsbehandlung ab, viele lehnen Bluttransfusionen ab, u.s.w. 

Die Gläubigen sehen dieses Leben als Prüfung an, und der Prüfling darf eine Prüfung nicht selber abbrechen, wenn er sie als bestanden betrachtet. Überleg dir mal die Situation wenn du in einer mündlichen Prüfung mit deinem Prof sitzt, und nach ein paar Fragen meinst, jetzt wäre es aber genug.

Antwort
von Pescatori, 19

Ich finde, Du hast die Frage wunderbar auf den Punkt gebracht:

„Wenn es im Paradies auf ewig so schön ist und man da hin kommt je besser und unschuldiger man gelebt hat, und "den Kindern das Himmelreich gehört", warum versuchen gläubige Menschen dann nicht aktiv zu sterben?“

Mit Deiner Frage provozierst Du  Menschen, die  tief in ihrem Glauben verwurzelt sind und nun Dir ihr religiöses Wissen vermitteln.

Ich glaube, dass mensch auf diesem Weg Halt finden kann, sich in seinem Glauben geborgen weiß.

Vor diesem Hintergrund kann ich klar argumentieren:

Töten ist „Todsünde“ – das gilt auch für die Selbsttötung. Drum würde mir nach einem Suizid Übles da drüben bevorstehen.

Aber ich erlebe immer deutlicher solche Argumentationsweisen als unangemessene Grenz- überschreitungen. Wir Verabsolutieren unser Denken und unsere Sprache, wenn wir in altväterlicher Manier meinen, darüber Auskunft geben zu können, was uns nach unserem Tod erwartet.

Wir können nun einmal (grenzenlos) viel mehr erfahren als wir denken können.

Und wenn sich unser Erfahrungshorizont erweitert, können wir vielleicht sogar den Dualismus von Leben und Tod trans- zendieren.

Noch vor unserem „großen Tod“ sind Erfahrungen von Sterben und Tod schon immer in unser Leben integriert.

Wenn ich von dieser Erfahrung betroffen bin, geschieht etwas Seltsames:

Mich ergreift eine tiefe Dankbarkeit für dieses Leben!

Antwort
von Whitekliffs, 33

Hallo

das Leben ist doch zuerst einmal ein Geschenk. Ich habe es nicht selber erworben, ich habe es nicht gewollt, ich habe es nicht verdient, nein, es wurde mir geschenkt.

Tatsächlich ist das Leben zeitlich sehr begrenzt und das werden wir im Rückblick wohl als Gnade empfinden. Aber trotzdem sollen wir doch LEBEN! Und das Leben nicht verachten. Sondern das beste daraus machen.

Das Leben ist keine Prüfung und das Paradies kann man sich nicht verdienen. Gott sei Dank nicht! 

Wir haben aber nur dieses Leben um für die Ewigkeit gerettet zu werden. Um Jesus in unser Leben hinein zu lassen als Herrn und Retter und zusammen mit ihm auf dem Weg zur Ewigkeit zu gehen.

Wer diese Chance nicht wahrnimmt, dem nützt ein Selbstmord absolut nicht.

Ich sehe es so, dass Gott Herr über Leben und Tod ist. Ich würde es nicht wagen, den Zeitpunkt meines Todes selber zu bestimmen, einfach, weil mir der Überblick fehlt. 

Und es macht das Leben doch unnötig schwer, wenn wir auch noch überlegen müssten, wann der richtige Zeitpunkt zum Sterben gekommen ist.

Antwort
von newcomer, 75

das ist nicht der Plan Gottes dass du so schnell ins Paradies kommst. Er hat dich geschaffen um möglichst lange auf der Erde zu leben.
Wenn du durch Suizid seine Pläne durchkreuzt begehste gegen ihn eine schwere Sünde ies nie erreichen da du in schwerer Sünde gestorben bist

Kommentar von matmatmat ,

Ob es möglich ist, den Plan eines Allmächtigen Wesens zu "durchkreuzen" ist ja fast die nächste Frage Wert ;)

Ist das auch der Grund, warum manche kleine christliche Gruppen z.B. Operationen und Bluttransfusionen ablehnen? Weil man den Plan Gottes kaputt macht?

Kommentar von newcomer ,

janun das bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt aber auch Gründe dass man wenn man Suizid begeht trotzdem ins Paradies kommt.
Mal angenommen man ist an Krebs schwer erkrankt und hat große Schmerzen oder ähnliche schwerwiegende Sachen mit denen man nicht mehr zurecht kommt. Gott sieht nicht nur den Suizid selbst sondern kennt auch die Beweggründe und macht da Ausnahmen.
Dein Grund sprich sterben um schnell ins Paradies zu kommen gehört sicher nicht dazu

Kommentar von matmatmat ,

Echt? In der katholischen Kirche scheint das anders zu sein. Mutter Theresa z.B. ist ja bekannt dafür Leuten in ihren Behandlungen Schmerzmittel vorenthalten zu haben, damit die qualvoll sterbenden die "Leiden Jesu nachvollziehen" und dann bessere Chancen auf den Himmel haben. Die beiden Großen Kirchen haben bei der aktuellen Abstimmung um das Sterbehilfegesetz enorm Lobbyarbeit betrieben um das möglichst weit unter Strafe zu stellen und wenn ich mir die "Märsche für das Leben" anschaue... scheint es da (leider) nicht viele Christen zu geben die dieser Meinung sind?

Kommentar von newcomer ,

Okay sieh das mal aus einer anderen Perspektive.

Mal angenommen jemand begeht z.B. wegen Depressionen Suizid. Gott weiß wie es um ihn gestanden hat und er nicht mehr in der Lage war einzuschätzen was er macht. Er würde ihm verzeihen und ihn im Paradies willkommen heissen.

Nun kommen die Kirchen und verurteilen dies als schwere Todsünde mit allen Konsequenzen.
Konkret bedeutet dass die Kirchen stellen sich über Gott sprich urteilen anders als der an den sie glauben.
Was ist aber wenn man sich über Gott stellt. Damit begehen sie also die Kirchen selbst die größte Sünde sprich zu versuchen Gottes Entscheidung zunichte zu machen.
Kein Wunder dass so viele aus dem Sünderverein austreten.

Kommentar von robi187 ,

was ist das Paradies? ist dies eine auslegung von menschen oder die von gott?

oder gar ein macht mittel der religonen?

Kommentar von DerOnkelJ ,

"Gott " ist eine Erfindung des Menschen. Ergo ist auch das Paradies eine Erfindung des Menschen.

Ich hatte mal eine Diskussion mit einem sehr religiösen Menschen, der hat mir vom Paradies vorgeschwärmt als sei er Handlsvertreter dafür...
Und dann hab ich ihm meinen Garten gezeigt und ihm gesagt "DAS hier ist MEIN Paradies!" . Er war etwas baff...

Kommentar von dfllothar ,

"Gott" ist eine Erfindung des Menschen. So sehe ich das auch. Als Elektroniker verstehe ich unter Gott das "Software-Paket" mit dem Titel "Gott", das die positive Einstellung zum Leben in Liebe zu den Mitmenschen installiert.

Antwort
von naaman, 42

Zunächst sollte man klären, was da ins Paradies kommt. Ich hatte mal gelernt, das etwas, was man Seele nennt, in das Paradies (Himmel) kommt. Damit wäre ausgeschlossen, dass ich als Mensch, in den Himmel komme. Aber wenn nur irgend etwas von mir, von dem ich nicht mal genau weis, was das ist, in den Himmel kommt, was hab ich selbst davon.

Andererseits war das ehm. Paradies auf der Erde. Wenn allerdings dieses Paradies gemeint ist, dann hätte ich tatsächlich wirklich was davon. Nicht nur irgend etwas von mir.

Antwort
von Paguangare, 55

Es gilt gläubigen Menschen als unethisch, Dinge zu tun, die zum verfrühten Tode eines Menschen führen. Man soll sein Leben auf Erden als Geschenk Gottes annehmen. Man soll sein Schicksal nicht selbst manipulieren.

Gott hat's gegeben, Gott hat's genommen, der Name des Herrn sei gelobt.

Kommentar von matmatmat ,

Das kann eine Erklärung sein, aber warum rauchen dann religiöse Menschen? Damit schaden sie sich und den Passivrauchern um sich herum?

Kommentar von Paguangare ,

Religiöse Menschen sind auch nicht unbedingt bessere Menschen als andere. Als Nikotinsüchtige verdrängen sie das Risiko und denken oder hoffen, sie würden schon nicht an Lungenkrebs sterben.

Viele religiöse Raucher achten jedoch darauf, nicht in Gegenwart von Kindern zu rauchen und zum Rauchen immer nach draußen zu gehen.

Antwort
von gutefrage3011, 48

So funktioniert das aber "leider" nicht. Nicht jeder, der stirbt, kommt ins Paradies; nur diejenigen, die es sich verdient haben. Und wenn man Selbstmord begeht, verdient man das Paradies eben nicht, weshalb Selbstmord oder ähnliches zwecklos ist.

Antwort
von nowka20, 13

da hilft nur erkenntnis, was ein selbstmord eigentlich ist.

---selbstmord ist immer ein falscher ansatz um probleme zu lösen.

---denn wir sind auf der erde, um alles zu lernen, was sie uns bietet.

---wird der körper des menschen von ihm selber unbrauchbar gemacht, so muß er nachtodlich so lange auf seinen selbstmord schauen, wie er noch zu leben gehabt hätte.

---er sieht dann alles, was er noch zu erledigen die chance gehabt hätte.

---das versäumte muß dann in einem nächsten leben unter erschwerten umständen nachgeholt werden, da sich alles auf der erde inzwischen weiterentwickelt hat.

---ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.

Kommentar von matmatmat ,

Ich habe doch oben auch gefragt, was ist, wenn es kein Selbstmord ist sondern Leichtsinn? Unangeschnallt Autofahren aus Bequemlichkeit, Rauchen, ... das sind doch alles Wege schneller ins Paradies ohne Selbstmord?

Kommentar von scatha ,

Gott ist nicht der Papa oder der Lehrer an der Schule, den man austricksen kann. Ich denke nowka stellt the Problematik sehr gut dar, und finde RudolfFischer's Ausführung da oben auch sehr gut.

Kommentar von nowka20 ,

@matmatmat!

unsere todesstrunde wird uns bei unserer geburt schon mitgegeben

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