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Sterbehilfe und selbstbestimmtes Sterben bei unheilbarer Krankheit

gefragt von Seelenfeuer am 06.01.2008 um 7:22 Uhr

Meine Freundin ist an ALS erkrankt und ist bei fortschreitender Erkrankung mit 80 Jahren inzwischen sehr lebensmüde. Sie war immer sehr unabhängig und will nicht zum 100 % Pflegefall werden, sondern zum rechten, selbst gesetzten Zeitpunkt in Würde sterben. Nun ist dies in Deutschland noch verboten. In die Schweiz fahren will sie nicht. Wie findet man einen Arzt des Vertrauens, der eine ausreichende Menge von "Natrium Pentobarbital" verschreibt. Welche Möglichkeiten gibt es an dieses Mittel heranzukommen. Ihr könnt mir gerne auch direkt antworten: kl_ke@hotmail.com

Ich weiß, dass dieses Thema heikel ist und kontrovers diskutiert wird. Ich brauche kein Moralin, sondern Hilfestellung.

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Krankheit x 3.462 Sterben x 313 und x 289 unheilbare x 1

demosthenes
beantwortet von demosthenes am 6. Januar 2008 11:05
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In Deutschland hast Du offiziell keine Chance und das weisst Du ja offensichtlich auch.

Da hilft es wirklich nur, Kontakt zu Dignitas in der Schweiz aufzunehmen und vielleicht eine Kompromisslösung zu suchen oder sich mal an entsprechende Organisationen in den Niederlanden zu wenden, wo aktive Sterbehilfe ebenfalls nicht strafbar ist.


Marvello
beantwortet von Marvello am 6. Januar 2008 07:58
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Hallo. meine Schwägerin hatte auch A.L.S. Mein Bruder hat seine Frau 3 Jahre zu Hause gepflegt. Mit allen Konsequenzen. Es ist schlimm, zusehen zu müßen, wie ein Mensch in kurzer Zeit abbaut. Aber es kommt ja immer auf den Einzelfall an. So hart es klingt, man kann ihr nicht mehr helfen. Sei bei ihr, drück sie, halt sie,. . . weiß grad nicht mehr zu sagen


critter
beantwortet von critter am 6. Januar 2008 11:30
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Besser als die Patientenverfügung ist die Vorsorgevollmacht, die Du u.a. beim Amtsgericht kostenlos erhältst. Die Pat.verfügung wird oft von den Ärzten übergangen; mithilfe der Vorsorgevollmacht hat der Patient beste Chancen, dass seinem Wunsch entsprochen wird. Ich finde es eine solche Quälerei für die Kranken, wenn man sie nicht sterben lässt, obwohl sie sich nichts Sehnlicheres wünschen. Das wäre das Natürlichste der Welt und gehört ebenso zum Respekt dem Leben gegenüber, dass wir den Tod akzeptieren.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 6. Januar 2008 09:54
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Ich verstehe, um was es Dir geht, aber manches, was moralisch billigenswert ist, ist gleichwohl strafbar.

Natürlich gibt es Ärzte, die dabei helfen, aber die wirst Du nicht in diesem Forum finden. Dir wird nichts anderes übrigbleiben, als Ärzte zu fragen. Die Vorbereitungshandlung zur strafbaren Tötung auf Verlangen ist in diesem Stadium straflos. Du darfst ihn nur nicht anstiften; Du kannst aber fragen, ob es die Möglichkeit gibt.


Guiseppe1960
beantwortet von Guiseppe1960 am 6. Januar 2008 08:04
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Das wird schwierig werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein deutscher Arzt deswegen seine Zulassung riskiert. Wenn Du versuchst, Dir das Medikament im Ausland zu beschaffen, machst Du Dich strafbar. Vielleicht solltest Du doch noch einmal versuchen, Deine Freundin dazu zu überreden, in die Schweiz zu fahren. Das ist die einzige Möglichkeit, die ich sehe.

PS: Es ist schon schlimm, wie dieses Thema von unseren Politikern behandelt wird. Es gehört zum Selbstbestimmungsrecht eines jeden Einzelnen, seinen "Abgang" selber zu bestimmen (sofern man noch in der Lage dazu ist). Wie kann sich dieser Staat überhaupt erdreisten, einem dieses Stelbstbestimmungsrecht streitig zu machen?

Kommentar von Simple_avatar5smallTonica am 6. Januar 2008 08:12

Ich finde diese Frage sehr schwierig, Dich hat auch niemand gefragt, ob und wann Du geboren werden möchtest.Allerdings bin ich auch sehr Froh, das ich mit meinen Haustieren zum Arzt gehen kann, und ich das Leid beenden lassen kann. Ich denke, ein Arzt mit gesundem Menschenverstand sollte auch in Deutschland die Möglichkeit haben. L.G.

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 6. Januar 2008 11:24

@Giuseppe und @kraudischen: DH!


Tonica
beantwortet von Tonica am 6. Januar 2008 07:35
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Ich kann Dir nur einen Rat geben, wende Dich rechtzeitig an ein Hospitz. Dort wird die Menschenwürde bis zum letzten Moment geachtet und alles getan es allen Beteiligten so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu machen. Eine andere Möglichkeit sehe ich in Deutschland nicht. Alles Gute KD


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 6. Januar 2008 09:32
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Das, wozu Du hier aufrufst ist in Deutschland veboten, jeder Arzt, der das tun würde, würde sich strafbar machen, wenn Du es verabreichen würdest auch!


elmara
beantwortet von elmara am 6. Januar 2008 08:34
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Letztendlich bleibt die Möglichkeit einer Patientenverfügung bzw. Patiententestament, dass sie passive Sterbehilfe wünscht. Dazu würde ich mit dem behandelnden Arzt reden - der hat meist die Formulare dafür - und auf alle Fälle auch zum Notar gehen und das ganze "absegnen" lassen. Hier sind Infos zum Durchlesen.

http://www.zeit.de/themen/Gesundheit/Medizin/tod/sterbehilfe/index


anonym
beantwortet von Tigerlilli am 8. Januar 2008 17:42
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Hallo, das tur mir leid mir deiner Freundin. Ich denke versuche es im Internet. Normalerweise bekommt man dort verbotene Medikament. Ansonsten bleibt noch die Alternative: Es gibt auch in der Natur absolut tödliche Gifte. Evt. den Fliegenpilz. Kann Dir leider nichts über die Wirkungsweise sagen. L. G.


anonym
beantwortet von lektor am 7. Januar 2008 10:55
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Ohne viele Worte alle aktuellen Infos hier:

Info: Sterbehilfe www.peterpuppe.de


vollimleben
beantwortet von vollimleben am 6. Januar 2008 10:25
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In Deutschland wirst du KEINEN Arzt finden der so eine bBelastung auf sich nimmt,aber jeder Arzt wird dich unterstützen das sie keine Schmerzen hat wir wissen alle nicht wie wir mal enden gehört zum Leben dazu und ist einfach Schicksal.Alles Gute und viel Kraft


medicangel
beantwortet von medicangel am 6. Januar 2008 09:59
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ich kann dir keine direkte Antwort hierauf geben,es ist sehr traurig das Deutschland eine so hinterweltliche Einstellung zur aktiven Sterbehilfe hat.Humanes schmerzfreies sterben sollte jedem Todkranken ermöglicht sein.Es wird immer von Menschlichkeit in allen Richtungen gequatscht,jedem Tier gibt man den Gnadenschuss aber bei der Sterbehilfe,wo die Menschlichkeit gegenüber einem einzelnen gezeigt werde muss....


DrLove
beantwortet von DrLove am 6. Januar 2008 08:51
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wie weit ist die krankheit denn fortgeschritten? ich würde die verbleibende zeit nutzen, noch dinge zu tun, die ich mein leben lang auf "später" verschoben habe... wenn nicht jetzt, wann dann? sofern sie noch in der lage dazu ist und du kannst sie eventuell begleiten, um zusammen noch etwas zeit zu verbringen. sie sollte die chance nutzen, die zeit noch sinnvoll auszufüllen, dinge zu klären, die ihr wichtig sind.

wenn aber die symptome schon sehr weit fortgeschritten sind und niemand für sie da sein kann, muss ich kraudischen zustimmen. ein hospiz wäre dann die beste lösung. dort kümmern sich die pfleger liebevoll um die sterbenden und erleichtern ihnen den "abgagng".

so human ist das in der schweiz auch nicht, habe im tv einen bericht gesehen, dass da die menschen nach einem kurzen gespräch direkt zum "einschläfern" gebracht werden. teilweise werden sie nicht einmal in entsprechenden räumen erlöst, sondern draussen auf einer bank...


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